Beatrix von Storch: »Bisschen spät. Aber immerhin.«

154 Wirtschaftsprofessoren warnen vor Euro-Haftungsunion und geben der AfD recht

Die europäische Währungs- und Bankenunion wird Schritt für Schritt zu einer Haftungsunion ausgebaut. 154 Wirtschaftsexperten und Professoren warnen vor dieser Entwicklung und geben somit den Forderungen der AfD recht.

Foto: Pixabay
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Wie unter anderem die FAZ, Handelsblatt und Deutschlandfunk berichteten, haben 154 Wirtschaftsexperten, Ökonomen und Professoren einen Aufruf unterzeichnet, der eindringlich davor warnt, die europäische Währungs- und Bankenunion zu einer Haftungsunion auszubauen.

Damit geben die Experten praktisch der AfD und ihren Forderungen recht. Beatrix von Storch kommentierte: »154 Wirtschafsprofessoren rufen dringend zur Wahl der #AfD auf. Bischen spät. Aber immerhin.«

Die Wirtschaftsexperten befürchten viele negative Entwicklungen. Wenn der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) wie geplant als Rückversicherung für die geplante Sanierung von Banken eingesetzt werde, sinke für Banken der Anreiz, faule Kredite zu bereinigen.

Auch den ESM in EU-Recht zu überführen, wird kritisch zu sehen, weil er dann in den Einfluss von Ländern gerate, die der Euro-Zone nicht angehören und somit auch nicht die Konsequenzen der Währungspolitik zu tragen haben. Durch die Vergemeinschaftung der Einlagensicherung würden zudem die Fehler und Kosten der Banken und Regierungen sozialisiert, heißt es weiter in dem Aufruf.

Als weiteres Problem wird genannt, dass durch den geplanten europäischen Investitionsfonds weitere Transfers an Euro-Länder ermöglicht werden, die es in der Vergangenheit versäumt haben, sich zu reformieren.

Außerdem sei die Idee eines europäischen Finanzministers zu kritisieren, weil dadurch die Euro-Politik stärker politisiert werde.

Am Ende, so warnen die Experten, würde die Haftungsunion das Wachstum und den Wohlstand in ganz Europa gefährden.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hannes

Gewinne privatisieren und Verluste solidarisieren...

Das ist doch schon seit geraumer Zeit Usus in der links-grünen Gutmenschen-Gesellschaft...

Was poltern die da jetzt dagegen???

Gravatar: Armin Helm

Zitat: "Am Ende, so warnen die Experten, würde die Haftungsunion das Wachstum und den Wohlstand in ganz Europa gefährden."

Und genau das ist beabsichtigt.

Gravatar: Verschwörungstheortiker

#Armins Helm
Die Absicht ist ganz klar die Nivellierung des Wohlstands in Europa. Das bedeutet nichts anderes, als einen Wohlstandstransfer von Nord nach Süd, im Rahmen einer jetzt schon bestehenden Transferunion. Hauptbetroffener und Zahlmeister sind selbstverständlich wir Deutsche, über deren Banken-Sicherungssysteme (in der vorgesehenen, euphemisch "Bankenunion" genannt) die Südeuropäer beim Bankrott ihrer Pleitebanken herfallen werden. Es geht um nichts anderes als die Südstaaten zu retten und ganz nebenbei uns kleinzukriegen. Und ich zweifle nicht daran, dass das unter den heutigen politischen Verhältnissen in unserem Land gelingen wird.

Gravatar: k-lauer

Wir sehen's ja jetzt in Italien, dem Euroland mit der größten Verschuldung: Noch ein's drauf, noch mehr Schulden. Draghi ist das Vorbild, Schulden machen "whatever it takes". Üblich nicht nur in Italien, auch in den anderen ********ländern.

Gravatar: karlheinz gampe

Das Haftung (bürgen) den eigenen Wohlstand gefährdet, dafür muss man kein Experte sein es reicht ein gesunder Menschenverstand, den unsere Politiker nicht haben. Die alte, rote CDU SED Kanzlerin gilt sogar in weiten Teilen der Bevölkerung als irre (geisteskank). Wer solche Leute wählt braucht sich über nix mehr zu wundern.

Gravatar: Gästin

Immerhin hat der IWF schon 2013 erkannt, daß eine Transferunion nicht funktionieren wird. Dafür gibt es zwei simple Gründe:
1. Die erforderliche Summe ist zu hoch, als daß sie gestemmt werden könnte.
2.Es würden sämtliche Hemmungen zum Geld verprassen fallen.
So einfach ist das.

Gravatar: Hand Meier

Wer erinnert sich noch an den "Maastricht-Vertrag"? Keine Haftung für überschuldete EU-Staaten! Strafen für nicht ausgeglichene Staats-Haushalte bei Schulden! Alles war wohl ein Betrug an denen die man mit dem Euro währungspolitisch betrügt. Bestes Beispiel Malta mit noch nicht mal 0,5 Mio Einwohnern hat im Rat der Europäischen Zentralbank das gleiche Stimmengewicht wie Deutschland, damit der Präsident der deutschen Zentralbank, Jens Weidmann von solchen "Fliegen-Gewichten wie Zypern, Malta & Co überstimmt werden können, um die Deutschen Abzuzocken. Die fiese EZB hat sich geweigert die Target2 Salden in ihren Büchern bzw. Bilanzen zu tragen, sondern an die deutsche Zentralbank verschoben. Diese "Tilgungsziele" enthalten fast eine Billion € mit denen die EZB bzw. Draghi, den deutschen Export in den Süden durch ungedeckte Kredite ermöglichte. In Wirklichkeit wird Deutschland diese Tilgung bei der Bank der Deutschen nie erleben, weil diese Länder garkeine Wirtschaftsleistung haben, um diese Tilgungen zu erwirtschaften, und d. h. bei der Zentralbank der Deutschen werden dann 1 Billion an unwiederbringlichen Schulden, gegen das Geldvermögen der Deutschen bilanziert, sprich dann sind 1 Billion an Ersparnissen der naiven Deutschen weg. Wer bei dieser gaunerhaften Währungspolitik nicht in Sachwerte oder andere Währungen flieht, dem ist nicht zu helfen. Und noch eins wer Riester-Renten gemacht hat, also Verträge abgeschlossen hat, zu Zeiten als man noch von Zinserträgen ausging, wird durch diese EU-Politik vorsätzlich betrogen, es ist eine Form von Regierungs-Krimminalität, von Enteignung durch Berufsfunktionäre, die sich selbst bereichern, statt die Interessen der Bevölkerung zu vertreten.

Gravatar: Aufbruch

Haben nicht schon mal viele namhafte Wirtschafts-Professoren vor der Wahnsinnspolitik in Euroland gewarnt? Was ist daraus geworden. Belächelt und verächtlich gemacht wurden sie, obwohl sich immer mehr herausgestellt hat, wie Recht sie hatten. Und was wird mit der neuerlichen Warnung passieren? Genau das Gleiche. Die üblichen Schleimer werden wieder ihre Mistkübel über den Professoren ausleeren. Es sind die, die jeden versuchten Stopp der Vernichtungsmaschinerie zu unterbinden suchen.

Immer wieder ist die AfD diejenige Partei, die den Realitäten in die Augen sieht und das fordert, was richtig ist. Wie oft wird sie dabei vom Urteil der Fachleute bestätigt. Wann wird das endlich anerkannt?

Gravatar: Elvi Stegner

Kein "bisschen spät" !

Diese dringend nötigen Mahnungen gab es schon früher; sie prallten aber an der EUropahörigen Kanzlerin und ihrer Truppe ab.

Der Wissenschaftliche Beirat beim deutschen Finanzministerium an Finanzminister Schäuble brieflich (18. 3. 2011):

«Mit dem ESM wird eine Institution geschaffen, die zwar kurzfristig eine Stabilisierung der Finanzmärkte bewirkt, gleichzeitig aber die Fehlsteuerung in
der Finanzpolitik und auf den Kapitalmärkten verfestigt. Finanzhilfen fließen in Länder mit maroden Staatsfinanzen.

Diese Hilfen werden von den Steuerzahlern in den Ländern mit solideren Staatsfinanzen getragen.
Das nimmt der Politik Anreize, Verschuldungs- und Finanzkrisen vorzubeugen, sowohl in den Ländern,
die Hilfen empfangen, als auch in den Ländern, die Hilfen leisten.

Daran ändern die an die Hilfen gebundenen Konditionen für die Nehmerländer wenig. Zudem behalten private Investoren ein falsches Risikoverhalten bei. Das begünstigt beispielsweise die vielfach beklagte Sozialisierung der Verluste bei Privatisierung der Gewinne.»

Vermutlich wird man diese 154 Wirtschaftswissenschaftler als "Europafeinde " denunzieren und mit keinem Wort auf deren Kritik eingehen.
Das war schon vor der Euroeinführung so, und es wiederholte sich bei der Griechenlandrettung.

Wenn es an den Finanzmärkten richtig knallt, wird eben der Kanzlerinfreund Ackermann vom Züricher See eingeflogen, welcher dann wieder erläutern muss was CDO`s , CDS`s, Hebelzertifikate, Junkbonds etc genau bedeuten.

Aber was zählen schon im postfaktischen Zeitalter noch Zahlen und Bilanzen ?
Es geht um die "Werteunion". Alternativlos.

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