Interview mit Nadja Haas

»Giesekings Website muss vom Netz genommen werden«

Dieter Gieseking muss gestoppt werden, verlangt Nadja Haas, die 1. Vorsitzende des Opferhilfevereins Schotterblume e.V. Sexueller Missbrauch von Kindern dürfe nicht mehr bagatellisiert werden.

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FreieWelt.net: In diesen Tagen ist viel von »sexueller Vielfalt« die Rede. Wie tolerant sollten wir gegenüber Pädophilen sein?

Nadja Haas: Es kann nur eine Toleranz für Pädophile geben, die ihre Neigung, die es hier nicht zu be- oder verurteilen gilt, ausnahmslos in ihrer Phantasie ausleben, und sich therapeutisch helfen lassen. Ansonsten ist Pädophilie unserer Meinung nach eine reine »Störung der Sexualpräferenz« und darf nicht mit der Akzeptanz von »sexueller Vielfalt« verwechselt werden. Denn Beziehungen und Sex zwischen Erwachsenen sind niemals mit der Pädophilie auf eine Stufe zu stellen.

FreieWelt.net: Der bekennende Pädophile Dieter Gieseking stellt sich aber auf eine Stufe mit Kindern, und behauptet, Pädophile könnten eine gleichberechtigte Beziehung mit ihnen führen ...

Nadja Haas: Das ist ein Irrtum! Kinder befinden sich weder in ihrer körperlichen noch in ihrer seelischen Entwicklung mit Erwachsenen auf einer Ebene. Sie sind noch keine Erwachsenen. Einvernehmliche Beziehungen und einvernehmlicher Sex sind aber nur unter Erwachsenen möglich. Es gibt keine einvernehmlichen Beziehungen und einvernehmlichen Sex mit Kindern. Die Macht liegt immer beim Erwachsenen. Das Kind wird zum Opfer.

FreieWelt.net: Haben Kinder denn nicht die Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung?

Nadja Haas: Nein. Alle Kinder und Jugendlichen, aber ganz besonders die Kinder und Jugendlichen, die im Elternhaus missbraucht und traumatisiert wurden, wünschen sich nichts mehr, als geliebt zu werden. Sie würden fast alles dafür tun, um diese ersehnte Liebe und Akzeptanz zu erhalten. Ihnen fehlt noch die Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung. Pädophile nutzen das unserer Meinung nach aus, weil sie ihnen versprechen, dass sie von Erwachsenen Liebe, Geborgenheit und eine glückliche Beziehung bekommen, wenn sie den Erwachsenen Sexualität dafür geben.

FreieWelt.net: Pädophile behaupten immer wieder, dass Kinder, vor allem aber Jugendliche sexuelle Beziehungen zu Erwachsenen zu schätzen wissen.

Nadja Haas: Vielen Kindern und Jugendlichen ist aber noch nicht bewusst, dass sie auf diese Weise von einem Erwachsenen nur egoistisch für die eigenen Bedürfnisse ausgebeutet und sexuell und emotional missbraucht werden. Sie kennen nicht  die schrecklichen Auswirkungen der Sexualität mit einem Erwachsenen in ihrer Kindheit für ihr weiteres Leben. Auch eine angeblich einvernehmliche sexuelle Beziehung mit einem Kind ist aus unserer Sicht schwerer emotionaler und sexueller Kindesmissbrauch, und somit ein Verbrechen!

FreieWelt.net: Sollte das Thema Pädophilie im Schulunterricht angesprochen werden?

Nadja Haas: Eine Behandlung des Themas Pädophilie im Schulunterricht auf geeignete Art und Weise wäre aus Präventionsgründen denkbar – ebenso wie zum Beispiel über die katastrophalen Folgen von Drogen oder Alkoholmissbrauch. Kinder und Jugendliche sollten zum Selbstschutz kindgerecht darüber aufgeklärt werden, dass es diese »Störung der Sexualpräferenz« gibt, und welche schrecklichen Gefahren für das Kindeswohl von ihr ausgehen können.

FreieWelt.net: Können Sie die Folgen beschreiben, die durch sexuelle Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern verursacht werden?

Wenn ein Kind oder Jugendlicher zum Opfer eines Pädophilen wird, erleidet die Seele Schaden, und die schwerwiegenden Trauma-Folgeschäden – zum Beispiel Einnässen, fehlendes Selbstbewusstsein, Konzentrationsprobleme in der Schule, fehlende Fähigkeit, stabile Beziehungen zu führen, Depressionen, Ängste, Alpträume und vieles mehr – nehmen starken Einfluss auf den weiteren Lebensweg der Betroffenen. Zeit heilt diese Wunde leider nicht, meist sind therapeutische Maßnahmen zur Heilung erforderlich.

FreieWelt.net: Sie sind Vorsitzende des Vereins Schotterblume. Welche Forderungen haben Sie?

Nadja Haas: Schotterblume setzt sich dafür ein, dass das heutige Gesetz so geändert wird, dass in Zukunft Pädophilenvereinigungen verboten und die Verbreitung von »Pädo-Zeitschriften«, Fotos und Filmen, die Sex mit Kindern befürworten oder dessen katastrophale Folgen abstreiten oder bagatellisieren, unterbunden wird. Wir erhoffen uns demnach ein bundesweites gesetzliches Verbot der Gründung und Aufrechterhaltung von Vereinigungen, die den Zweck verfolgen, sexuelle Handlungen von Erwachsenen an Kindern, gleich welcher Art, zu fördern oder die eine Legalisierung verbotener sexueller Handlungen oder Beziehungen von Erwachsenen zu Kindern, oder gar eine öffentliche Akzeptanz als Teil der »sexuellen Vielfalt« herbeizuführen versuchen.

Die Homepage von Dieter Gieseking macht aus unserer Sicht öffentlich »Werbung für Kindesmissbrauch«. Es liegt im allgemeinen öffentlichen Interesse aller Eltern, Jugendlichen, Kinder, Schulen, und im Grunde der ganzen Gesellschaft, dass sie aus dem Netz genommen wird.

FreieWelt.net: Vielen Dank für das Gespräch.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: MisterX

Es geht nicht um Interesse und Lust. Pädophile haben schlichtweg Pech gehabt. Sie wenden sich an Nichteinwilligungsfähige. Das kann man nicht ändern. Daran wird diese "Liebe"* immer scheitern und dem folgt auch die rechtliche Behandlung.

*Im Rahmen subjektiver Ernsthaftigkeit billige ich ohne weiteres das Weglassen der "" zu.

Gravatar: Gerd

@ Dieter.Gieseking

Herr Gieseking, Ihre Inszenierung ist köstlich! Ich weiß nicht auf wessen Lohnliste Sie stehen, aber durch Ihre Arbeit werden die Probleme erst offenkundig. Niemand leistet so viel gegen den Bildungsplan wie Sie und Ihr Stilmittel - die Realsatire - eröffnet den ganzen abstoßenden Abgrund der pädo/homosexuellen Debatte.

Es ist sicher nicht einfach, denn als "Hofnarr" werden Sie zum Prügelknaben. Aber man nimmt Sie ernst! Und jeder der das tut, wird automatisch gegen Bildungsplan sowie Gleichstellung im Kontext Homo- und Pädosexualität rebellieren. Je mehr Protest gegen Sie, desto mehr Protest gegen Homo"ehe" und das pandämonische Adoptionsrecht für Menschen mit Sexualdefekt. Im Grunde genommen sind Sie die Geißel der Schwulen - und der Päderasten sowieso. Dafür haben Sie meinen vollen Respekt!

Die Gegner dieser statanischen Dekadenz versuchen zumeist auf direktem Weg Widerstand zu leisten. Und sie werden totgeschwiegen. Sie aber provozieren, indem Sie nonchalant die perversesten Forderungen aufstellen. Zum einen werden all jene zutiefst bösartigen Schöpfer des "Bildungsplans" diskreditiert (wer Sie zum Freund hat, der braucht keine Feinde mehr) und zum anderen mobilisieren Sie den Protest der gesunden, sprich heterosexuellen Menschen.

Vom Prinzip her sind Sie ein Agent Provocateur gegen Bündnis 90/Pädophile. Besser geht es nicht! Herr Gieseking, weiter so!

Mit freundlichen Grüßen
Gerd

Gravatar: Dieter.Gieseking

@Musharraf Naveed Khan
Es geht nicht darum, dass ALLE Kinder freundschaftliche Beziehungen mit einem kleinen Anteil von Sexualität mit Pädosexuellen haben sollen oder müssen. Natürlich wird die weit überwiegende Mehrheit der Kids daran überhaupt kein Interessen oder Lust dazu haben. Wenn sich eine solche Beziehung aber entwickelt und Beide damit einverstanden sind und das wünschen, dann darf der Gesetzgeber und in Folge die Justiz diese Beziehung nicht zerstören. Dann gibt es bei allen Beteiligten nur Geschädigte. Sexuelle Gewalt an Kindern will niemand legalisieren - Pädophile Aktivisten schon mal gar nicht.

Gravatar: Dieter.Gieseking

@Musharraf Naveed Khan
Die Antwort ist doch ganz einfach: Bei den heterosexuellen oder homosexuellen... Menschen gibt es auch einen ganz geringen Anteil, die andere Menschen vergewaltigen oder sexuelle Gewalt antun. Grundsätzlich gibt es also keinen wesentlichen Unterschied zwischen Heterosexuellen, Homosexuellen und Pädosexuellen. Pauschal-Urteile von sexuellen Orientierungen/Identitäten sind immer falsch. Differenzierung ist notwendig.

Gravatar: Musharraf Naveed Khan

@ Dieter.Gieseking

Lesen Sie mal hier, gerade frisch reingeflattert: http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/20506431

Der pädophile Pädagoge hat die Jungs (ihre altersmäßige Zielgruppe!) mit Drogen und Alkohol gefügig gemacht. Warum macht er das, wenn Sie argumentieren, es gäbe zwischen derartigen "Altersunterschieden" sexuelle Interessen von "beiden" Seiten?

Ich will Ihnen was sagen: Der Pädagoge gehört 1fix3 raus aus dem Schuldienst und .. das spreche ich hier nicht aus, aber Sie können es sich denken. Als Vater eines geschändeten Kindes würde ich nicht warten ..

Gravatar: Musharraf Naveed Khan

>> Opfervereine wie z.B. “Schotterblume” kennen nur die traurige Kehrseite – also NUR Opfer von sexueller Gewalt gegen Kinder. <<

Aha, es gibt also auch glücklich missbrauchte Kinder? Na Sie führen ja eine schräge Argumentation an. Also ich gebe der Frau Haas vollkommen Recht.

Leben Sie wie Sie es gerne möchten, aber Finger weg von Kindern. Die Zeit wird hier nie reif dazu werden, dass Truppenteile wie der Ihre legalen Zugriff auf Kinder bekommt. Sie werden an einer Mauer von verantwortungsbewussten Eltern scheitern.

Das dieses Thema überhaupt in den öffentlichen Diskurs eingebracht wird, zeigt in erschreckender Weise, wie gut ihre Lobbyarbeit war. Selbst wenn Sie an Juristen und Politikern vorbeikommen, an den Eltern nicht. Da können Sie ganz sicher sein.

Gravatar: Dieter.Gieseking

Nachtrag: Frau Haas wirft in einem der obigen Absätze zwei völlig unterschiedliche Dinge in einen Topf. Bei sexuellen Missbrauch innerhalb der Familie geht es grundsätzlich nicht um Pädophilie, sondern um sogenannten Inzest. Pädophile sind in der Regel keine Familienväter. Es geht also um "Ersatzhandlungstäter", die nicht zu den Kernpädophilen zählen. Bei diesen Tätern geht es oftmals tatsächlich um Machtausübung gegenüber Kindern. Aktuelle Studien des Präventionsnetzwerkes "Kein Täter werden" haben nachgewiesen, dass rund 95% der Kriminalstatik keine Pädosexuellen sind. Echte Kernpädophile lieben Kinder und würden ihnen niemals sexuelle oder andere Gewalt antun. Solche Freundschaften sind durch Liebe, Zärtlichkeit und Respekt geprägt...

Gravatar: Dieter.Gieseking

Im heutigen Anti-Pädophilie-Zeitgeist werden die GRÜNEN mit Sicherheit niemals dazu beitragen, dass pädophile Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen legalisiert werden. Seit Monaten führen die GRÜNEN einen "Distanzierungstango"(FAZ) in den Medien auf. Das Institut für Demokratieforschung führt unter der Leitung von Herrn Walter bekanntlich eine Aufarbeitung der Pädophilie-Thematik bei den GRÜNEN in den 1980er Jahren durch. Ende 2013 wurde ein Zwischenbericht veröffentlicht.

Gravatar: Dieter.Gieseking

Etwas verspätet reagiere ich auf die Antworten der Vorsitzenden des Vereins "Schotterblume". Dieser Verein hatte unter Ihrer früheren Vorsitzenden Dagmar Minor bereits vor vielen Jahren eine Petition für ein Verbot von Pädophilen Vereinen etc. beim Bundestag eingereicht. Diese Petition wurde damals durch den Petitionsausschuss mit großer Mehrheit der damaligen Bundesregierung abgelehnt. Ein erneuter Versuch würde ebenfalls zum Scheitern verurteilt sein.
Opfervereine wie z.B. "Schotterblume" kennen nur die traurige Kehrseite - also NUR Opfer von sexueller Gewalt gegen Kinder. Diesen Missbrauchsopfer zu helfen, sollte das primäre Ziel dieses Vereins sein. Frau Haas und Ihre Mitglieder kennen überhaupt keine pädophile Beziehungen zwischen Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen, weil diese sich niemals an einen Opferverein wenden würden. Die Pauschalisierung von Frau Haas ist also unredlich und vorsätzlich falsch. Weitere Hintergrundinfos zu "Schotterblume" können meinen Webseiten in den Archiven entnommen werden.
Beziehungen zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sind grundsätzlich - mit wenigen Ausnahmen(§182 StGB) - völlig legal und vollkommen unschädlich. Mit Jugendlichen sind hier Jungen/Mädchen ab 14 Jahre bis 18 Jahre gemeint. Die Fehleinschätzung von Frau Haas zeigt deutlich Ihr Unwissen über das reale Leben und die Gesetze....
Kinderschutzvereine gehen bereits in Kindertagesstätten oder Schulen mit zum Beispiel Theaterstücken "Mein Körper gehört mir" und predigen: Sag NEIN. Dies suggeriert eigentlich, dass die Kinder auch JA sagen könnten, wenn Sie denn dürften.
Wenn das Thema der Pädophilie in einem Bildungsplan enthalten sein sollte, dann natürlich nicht unter dem alleinigen Aspekt der sexuellen Gewalt an Kindern, sondern eben auch der sexuellen Orientierung/Identität des Pädophilen/Pädosexuellen. Ein solcher Schulunterricht würde langfristig allen Beteiligten zu Gute kommen. Bis dahin wird der Weg aber noch sehr lang werden, wenn überhaupt möglich. Eine öffentliche Debatte findet dazu noch nicht wirklich statt.
Abschließend möchte ich Frau Haas dringend raten, sich bei Ihren teilweise falschen Darstellungen zurück zu nehmen. Ich erinnere an meine letzte Abmahnung in ähnlicher Sache vom 10. September 2012. Meine Duldung hält nicht auf Ewigkeiten. Grenzen zu falschen Tatsachenbehauptungen dürfen nicht überschritten werden. Für eine rationale und sachliche Diskussion mit Pro- und Kontra Argumenten stehe ich jeder Zeit zur Verfügung...

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