Interview mit Virginia Coda-Nunziante

»Die heutige Gesellschaft ist durchdrungen von der Abtreibungsideologie«

»Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass der Zeitgeist und das Mainstream-Denken großen Einfluss auf die Politik hat. Politiker haben Angst vor der öffentlichen Meinung, davor, was Journalisten über sie schreiben werden. Sie passen sich also der political correctness an.«

Foto: Virginia Coda-Nunziante
Veröffentlicht: | Kategorien: Interviews, Interviews - Empfohlen, Nachrichten - Lebenswelt, Startseite - Empfohlen | Schlagworte: Abtreibung, Familienschutz
von

Interview der »Initiative Familienschutz« mit Virginia Coda-Nunziante

Zur Petition »Abtreibung ist kein Menschenrecht: Legalisierung von Abtreibung stoppen!« auf der Plattform »Abgeordneten-Check« geht es HIER.

Virginia Coda-Nunziante engagiert sich bei mehreren katholischen Freiwilligenverbänden, darunter die Associazione Famiglia Domani, die sie zusammen mit anderen 1988 gründete. Frau Coda-Nunziante ist seit 2004 Direktorin des Büros für Abkommen und Internationale Beziehungen des Nationalen Forschungsrats und Mitarbeiterin des Lehrstuhls für Kirchengeschichte und Christentum an der Europäischen Universität Rom. Seit 2011 bekleidet sie das Amt als Sprecherin, später Präsidentin des Marschs für das Leben in Italien.

Initiative Familien-Schutz (FS): Was war ihr ein Eindruck vom Marsch für das Leben, der am 19. Mai in Rom stattgefunden hat?

Virginia Coda-Nunziante (CN): Dieses Jahr erinnern wir uns an die Einführung der Abtreibung in Italien vor 30 Jahren: Das Gesetz wurde im Mai 1978 eingeführt. Die Teilnahme am Marsch dieses Jahres ist gewachsen. Vorbereitend haben wir im letzten Monat in der Öffentlichkeit mehrere Kampagnen gestartet. So wurden mehr Menschen motiviert und das hat man bei der Teilnahme gesehen.

FS: Ist die Teilnehmerzahl am Marsch für das Leben stetig gewachsen?

CN: In den ersten vier Jahren ist die Teilnehmerzahl gewachsen. Dann in den Jahren 4-6 blieb die Teilnehmerzahl konstant. Dieses Jahr haben wir wieder Wachstum verzeichnet, was auch in die Zukunft weist. Ich denke, insgesamt gibt es eine stetige Motivation – wie ich es auch in anderen Ländern gesehen habe – wo das Interesse erst wächst, dann gleich bleibt und dann schubartig wieder wächst.

FS: Das EU-Parlament hat in einem jüngst getroffenen Entschluss das Ziel formuliert, Abtreibung in den Rang eines Menschenrechts zu heben. Skandalöserweise haben sich selbst die deutschen Vertreter der christlichen Parteien dafür ausgesprochen. Warum, glauben Sie, entscheiden sich selbst vorgeblich christliche Politiker für die Legalisierung von Abtreibung?

CN: Ich weiß aus meiner Erfahrung, dass der Zeitgeist und das Mainstream-Denken großen Einfluss auf die Politik hat. Politiker haben Angst vor der öffentlichen Meinung, davor, was Journalisten über sie schreiben werden. Sie passen sich also der political correctness an. Ganz allgemein wird Abtreibung heute als Recht für die Frau verkauft, von daher sprechen sich auch Politiker – die eigentlich dagegen sein sollten – dafür aus. In Italien ist das die gleiche Situation: Ein [christlicher] Politiker wurde von einem Journalisten vor kurzem gefragt, ob er immer gegen die Abtreibung sei und er hat nicht geantwortet, er hat kein klares Statement abgegeben. Die Politiker haben Angst. Seit 30 Jahren aber wurde die Abtreibung gefördert, sodass selbst junge Menschen denken, dass Abtreibung ein Recht für Frauen ist. Das übt Druck aus auf alle, die öffentliche Ämter bekleiden.

FS: Befürchten Sie mittel- bis langfristige nationale Konsequenzen eines solchen pro-Abtreibungsbegehrens durch das Brüsseler Parlament?

CN: Ja, diese Befürchtung habe ich leider. Das was in Brüssel gesagt wird, hat immer einen Einfluss, wenn auch vielleicht nicht umgehend oder direkt. Es wird aber ein Prozess begonnen, der Kampagnen in den einzelnen Ländern nach sich zieht. Hier in Italien hatten wir Kampagnen der Radikalen Partei und der Kommunistenpartei und diese haben sich auf die Entscheidung in Brüssel berufen. Es handelt sich dabei nicht um Gesetze, aber die öffentliche Meinung wird dadurch geprägt. Die Menschen glauben, Brüssel nachkommen zu müssen.

FS: Wo sehen Sie den sozio-kulturellen wie politischen Hintergrund der Abtreibungsbefürworter? Wer sind sie speziell in Italien und wieviel Macht schreiben Sie ihrer Lobby zu?

CN: Die Lobby hier in Italien ist sehr mächtig. Hier ein Beispiel: Wir hatten vor kurzem zwei große Firmen – ganz normale Firmen –, die Poster in der Stadt aufgehängt haben, eines mit einem Bild eines Embryos und ein anderes was den weltweit ersten Grund für Frauenmord offengelegt hat, die Abtreibung. In Ländern wie China, Indien aber auch in Osteuropa, ist das der Fall, denn dort werden hauptsächlich Frauen abgetrieben. Die sofortige Reaktion der Medien war die Aufforderung an den Bürgermeister von Rom, diese Poster zu entfernen. Das wurde dann auch getan. Man sieht also, dass die Abtreibungs-Lobby einen starken Einfluss hat. Sie agieren in den Medien, die Medien folgen hörig und wegen den Medien verändert sich dann die öffentliche Meinung. Niemand möchte einen Standpunkt dagegen einnehmen.

In verschiedenen Ländern – und das ganze trifft auch für Italien zu – wird die Abtreibungslobby von einflussreichen Personen geführt, in Italien von Emma Bonino [italienische Politikerin und Außenministerin im Kabinett Letta bis zum Jahr 2014], deren Kampagnen von Georges Soros finanziert wurde. Es gibt immer jemand im Hintergrund, das könnte entweder Soros sein oder jemand anderes.

FS: In Deutschland gibt es eine aktuelle Entwicklung, das gesetzlich verbriefte Lebensschutz-Konzept quasi durch die Hintertür aufzubrechen mit dem Ziel, Abtreibung als normale medizinische Dienstleistung zu etablieren. So fordern Linke und Grüne, das Gesetz abzuschaffen, das Werbung für Abtreibung zu Gewerbszwecken verbietet. Gibt es in Italien ähnliche politische Vorstöße?

CN: Ja, es ist genau dasselbe. Das Abtreibungsgesetz selber zeigt es in seiner Formulierung: Das Abtreibungsgesetz ist ein Gesetz zum „Schutz der Mutterschaft“. Und im Namen der Mutterschaft werden Kinder getötet. Man gibt also vor, Frauen zu schützen, aber in Wirklichkeit wird genau das Gegenteil getan. Was den Frauen nicht gesagt wird, ist, dass sie mit einer Abtreibung ihr Leben zerstören. Das würde natürlich niemals veröffentlicht werden, aber das Post-Abtreibungs-Trauma ist eine gravierende Konsequenz.

FS: Wenn ja, wie verhalten sich die insbesondere die Kirchen dazu?

CN: Italien ist ein größtenteils katholisches Land. Die Kirche ist also von Grund auf am Lebensschutz beteiligt. Wir haben aber auch kleine Gruppen an Freunden bei den Orthodoxen und selbst bei Atheisten, die zwar an nichts glauben, aber verstehen, dass das Leben von Anfang an geschützt werden muss. Diese treten mit uns ins öffentliche Rampenlicht, um für das Leben zu kämpfen. Sie verstehen das Problem. Wenn es um die Kirche allgemein geht, ist sie natürlich im privaten gegen die Abtreibung. Wenn es aber darum geht, einen öffentlichen Standpunkt einzunehmen, dann haben Kirchenmänner eher Angst. Mit der Ausnahme von einigen, die sehr klare Stellung bezogen haben, herrscht Angst davor, öffentlich gegen die Abtreibung anzugehen. Das Problem ist hier wiederum die öffentliche Meinung. Die heutige Gesellschaft ist so durchdrungen von der Abtreibungsideologie, dass selbst Bischöfe Angst haben, sich dagegen zu stellen.

FS: Glauben Sie an einen starken Einfluss der Kirche, sollte sie klare Stellung beziehen?

CN: Ich denke, in der Gesellschaft heute kann man das nicht mehr mit Sicherheit sagen. Wir sehen, was in Irland geschieht. Aber es wäre wirklich sehr wichtig für alle Katholiken, etwas für den Lebensschutz zu tun und die Bischöfe als Rückendeckung zu haben. Oft wird man in Interviews von Journalisten gefragt, wo eigentlich die Bischöfe sind, und das bringt einen manchmal in Verlegenheit.

FS: Auch wer Abtreibung ablehnt, gibt oft zu, dass diese unter bestimmten Umständen, moralisch zulässig ist – dann nämlich, wenn die Frau Opfer eine Vergewaltigung geworden ist oder ihre Gesundheit durch die Schwangerschaft akut bedroht ist. Die besonders grausame Spätabtreibung, die bei Ungeborenen mit diagnostizierter Behinderung in vielen Ländern straffrei vorgenommen werden darf, wird jedoch selbst unter Abtreibungsbefürwortern kritisch gesehen, wenn man sie mit Details konfrontiert. Wo, glauben Sie, könnte die Politik einen Kompromiss herstellen, der den Argumenten beider Seiten gerecht wird?

CN: Nein, ich glaube, es kann keinen Kompromiss geben. Ein Leben ist immer Leben. Auch wenn das Leben durch Vergewaltigung empfangen wird, hat das Kind keine Schuld daran. Kein Kind hat daran Schuld, aus einer Vergewaltigung hervorzugehen. Wir sollten ihm die Chance geben, geboren zu werden. Wir haben sogar sehr interessante Beispiele von solchen Personen, die wir hier nach Rom eingeladen haben, um beim Marsch für das Leben zu sprechen. Ich kenne drei verschiedene Personen, die alle aus Vergewaltigung hervorgingen. Diese Personen haben drei verschiedene Stiftungen gegründet, um ähnlichen Fällen zu helfen. Jeder von ihnen dankte immer vor allem seiner und ihrer Mutter, weil sie sich entschlossen hat, ihr Kind auszutragen. Sie wollte sich nicht darum kümmern, sie hat es an jemand abgegeben, der sich um das Kind gekümmert hat, aber sie hat dem Kind die Chance auf Leben gegeben. Das Leben ist ein so außerordentliches Geschenk, dass wir nicht das Recht haben, es wegzunehmen. Ich würde der Mutter sagen: Sie haben ein großes Unrecht erlebt durch Ihre Vergewaltigung. Machen Sie das Unrecht und ihr Leiden nicht noch größer, indem sie sich einer Abtreibung unterziehen. Geben sie Ihr Kind an eine andere Familie ab, es wird ein außergewöhnliches Leben haben. Das sieht man an diesen drei Kindern.

FS: Herzlichen Dank!

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Unmensch

Wenn sich die Politiker vor den Medien fürchten, dann sind also die Medien die grösste Macht. Die Medien sind heutzutage linksgrün, wie wir wissen. Und sie treiben die Politik vor sich her - überall dort, wo die Politik feige ist.

Gravatar: Matthias Rahrbach

Was viele gar nicht wissen: Feministinnen haben nicht nur für das Recht der Frau gekämpft, Kinder abtreiben zu dürfen. Sie scheinen generell nicht viel Achtung vor dem Leben zu haben:

https://www.emma.de/artikel/neue-vaeter-die-einsamkeit-der-muetter-263837

Best of:

"Ein kurzer Prozess könnte die Wiedereinführung des § 217 sein, aber diesmal nicht eingeschränkt auf die Tötung "unehelicher", sondern für alle Neugeborenen. Der alte § 217, der im 19. Jahrhundert ins Strafgesetzbuch aufgenommen wurde, ging davon aus, dass nur ledige Mütter Probleme haben. Wie wir sehen, ist das ein Irrtum. Doch die juristische Unterscheidung im alten Recht zwischen "Kindsmord" – also der Tötung eines Neugeborenen, direkt nach der Geburt und noch bevor sein Leben beginnt – und der Tötung eines ­bereits eigenständig ­leben­den Kindes oder Erwachsenen war richtig. Es war falsch, diesen Paragraphen ersatzlos abzuschaffen.

Ein neuer § 217 muss her, der diese einsamen und verzweifelten Mütter nicht auch noch für Jahrzehnte ins Gefängnis schickt. Das nutzt nämlich niemandem. Es schützt nicht zukünftige ungewollte Neugeborene vor einer solchen Tat. Es schafft kein Unrechtsbewusstsein in der Gesellschaft, das existiert schon. Und vor allem: Es öffnet den Täterinnen nicht die Augen für ihre Tat, denn die verdrängen entweder weiter oder sterben vor ­schlechtem Gewissen, so wie Nadja N. und Sabine S.

Übrigens: In den meisten Fällen sind die Frauen, die ein Neugeborenes nicht leben lassen, schon Mütter – und fast immer gute Mütter. Doch in der Regel gehen sie dann ins Gefängnis, und ihre Kinder bleiben bei dem Vater zurück. Bei dem Mann, der wegguckt, schweigt, droht. Und in den meisten Fällen auch schlägt."

So einfach ist das: Das Leben von Kindern, auch neugeborenen, ist nicht heilig, und der böse Mann ist an allem schuld und schlägt meistens.

Mehr zur Problematik bei Bedarf hier

http://www.verlag-natur-und-gesellschaft.de

Gravatar: SchlafKindleinSchlaf

Der Mensch hat sich selbst soweit von Gott und der Natur mit ihren wunderbaren Geschenken entfernt und die Achtung dessen verloren , das er sich am Ende selbst komplett aus dem Spiel kickt.

Gravatar: Markus Wolf

Der alte "Abtreibungsfan" meldet sich wieder zu Wort:

Frau Coda-Nunziante behauptet, "Frauen würden mit Abtreibung ihr Leben zerstören".-
Korrektur:
Das halte ich für ein Gerücht.
Ausserdem: Selbst WENN dem so WÄRE, Frau Coda-Nunziante kann davon ausgehen, dass die allermeisten Frauen ERWACHSEN sind und selber wissen, was für sie gut ist und solange keine Frau zu Coda-Nunziante sagt, sie sei zu dumm, zu entscheiden, was für sie gut wäre und bräuchte Coda-Nunziante als Vormund, dann kann diese Abtreibungsgegnerin meinetwegen Frauen bevormunden.
Richtig ist, dass durch eine verweigerte Abtreibung das Leben der Frau zerstört wird.

Zweitens spricht sich Coda-Nunziante auch gegen Abtreibung bei Vergewaltigung aus.
Ich habe in mehreren Artikeln dargelegt,
warum insbesondere ein Abtreibungsverbot bei Vergewaltigung "nicht drin" ist, weil damit Unrecht zu "Recht" gemacht wird.
Eine Schwangerschaft, die durch ein VERBRECHEN erzeugt wurde, löst niemals die "Pflicht" aus, diese Schwangerschaft auszutragen.
Sollen die Abtreibungsgegner wenigstens "ehrlich" und konsequent sein und fordern, dass der Vergewaltigungsparagraf aus dem Strafgesetzbuch gestrichen wird.

Markus Michael WOLF
Radikalfeminist
"Abtreibungsfan"
Ehrenamtlicher Abtreibungsgehilfe und Engelmachersassistent

Gravatar: Markus Wolf

Können sich die AbtreibungsgegnerInnen vorstellen, warum die heutige Welt durchdrungen ist von der Abtreibungsideologie?
Meine Antwort darauf lautet:
1.
Weil immer mehr Menschen zu der Ansicht kommen, dass eine männliche Samenzelle, die mit einer weiblichen Eizelle verschmilzt, deswegen noch lange kein "Mensch" ist.
2.
Weil immer mehr Menschen, welche die Bibel kritisch lesen, zu der Überzeugung kommen, dass eine Abtreibung NICHT gegen den christlichen Glauben, nicht gegen das 5. Gebot "Du sollst nicht töten" verstösst.
3.
Weil die meisten Menschen, darunter viele Katholiken/-innen, welche die TATSACHE der "Sukzessivbeseelung" erfahren, sich von der Katholischen Kirche betrogen und "verarscht" fühlen, denn die Sukzessivbeseelung war eine verkappte Form der Fristenregelung.
4.
Hinzu kommt der Ansehensverlust der Katholischen Kirche durch die unzähligen Missbrauchsskandale und andere, vornehm ausgedrückt "Unregelmäßigkeiten".
Angesichts der Missbrauchsskandale drängt sich vielen Menschen der Verdacht auf, dass die Katholische Kirche deshalb gegen Abtreibung ist, weil die armen Kleriker dadurch zuwenig Sexualobjekte zur Befriedigung ihrer Gelüste haben.

Gravatar: Markus Wolf

Ich will nochmals an einem vielleicht "trivialen", "banalen", "simplen" Beispiel demonstrieren, warum selbst christlichen Frauen völlig freigestellt ist, ob sie eine Schwangerschaft austragen oder abbrechen.

Jede katholische Frau darf Nonne und jeder katholische Mann darf Mönch werden, von einem "Muss" kann aber keine Rede sein.
Eine katholische Frau, die sich weigert Nonne zu werden und ein katholischer Mann, der sich weigert, Mönch zu werden, begehen keine Sünde, müssen diese Weigerung auch nicht beichten, werden nicht exkommuniziert und kommen aller Voraussicht nach nicht in die Hölle.

Bei einer Abtreibung ist es ähnlich:
Eine schwangere christliche Frau "kann" die Schwangerschaft austragen, "kann" aber auch abtreiben.
BEIDES ist erlaubt,
beides ist mit dem christlichen Glauben VEREINBAR.
Das kapiert die Katholische Kirche nicht bzw. will es nicht kapieren.

Markus Michael WOLF
Ehemaliger Katholik
Verfechter des unabdingbaren Rechtes auf Abtreibung
Radikalfeminist
Ehrenamtlicher Engelmachersassistent und
Abtreibungsberater

Gravatar: Thomas Waibel

Einer der wichtigsten Gründe weshalb die Ermordung von ungeborenen Kindern heutzutage als eine Selbstverständlichkeit betrachtet wird ist die Tatsache, daß die "Konzilskirche" nichts dagegen unternimmt und zum Teil sogar aktiv unterstützt.

Zur Zeit wird in Argentinien über die Freigabe der Abtreibung debattiert. Bergoglio und die "Bischöfe" sagen kaum was dagegen und ihre Erklärung sind total verwässert. Der einzige "Bischof", der sehr resolut gegen dieses Vorhaben vorgegangen ist, Aguer, "Erzbischof" von La Plata, wurde von Bergoglio rechtzeitig in den Ruhestand geschickt (damit er nicht "stört").

Bergoglio und der "Erzbischof" von Buenos Aires, Poli, greifen heftig die neo liberale Politik des Staatspräsident Macri an, aber die Freigabe der Abtreibung schein beiden nicht weiter zu stören.

Gravatar: Thomas Waibel

Markus Wolf 20.06.2018 - 11:29

Das 5. Gebot verbietet das Töten eines Menschen. Dieses Verbot ist nicht absolut und läßt Ausnahmen zu.

Die Ausnahmen sind Notwehr, gerechter Krieg* und Todesstrafe.

Dagegen ist eine Abtreibung, die eine direkte überlegte Tötung eines Unschuldigen ist, durch nichts zu rechtfertigen.


*Deswegen dürfen sich diejenigen, die aus welchen Grund auch immer, sich vor dem Wehrdienst drücken wollen, auch nicht auf dieses Gebot berufen.

Gravatar: Thomas Waibel

Unmensch 15.06.2018 - 12:59

Wenn Politiker und auch "Kleriker" nicht nur nichts gegen die Abtreibung unternehmen, sondern sogar diese aktiv unterstützen, dann nicht nur aus Angst vor den Medien, sondern weil sie keine überzeugte Gegner der Kindestötung im Mutterleib sind.

Gravatar: Thomas Waibel

Es wird zurecht gesagt, daß jede Abtreibung zwei Menschen töten.
Das eine Opfer ist das ungeborene Kind und das andere die Mutter, die den Rest ihres Lebens mit dieser Schuld leben muß, was als Folge psychische Störungen hat.

Mittlerweile gibt es in den USA Kliniken, die auf die Behandlung von Abtreibungstraumen spezialisiert sind.

Daher ist das strafbewehrte Verbot der Abtreibung keine Schikane gegen die Mutter, sondern dient deren Schutz, wobei immer das Hauptzweck der Schutz des Lebens des ungeborenen Kindes ist.

Schreibe einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang