EU gegen Lebensschutz

»Abtreibung wird staatlich subventioniert« – Interview mit Michael Frisch (AfD)

Das EU-Parlament will mit umfassenden Maßnahmen ein abtreibungsfreundliches Umfeld befördern und verrechtlichen. Frauen sollen jederzeit Zugang zu Abtreibungsärzten und -kliniken erhalten, sofern sie dies wünschen. Damit erhofft sich Brüssel, die vorgeburtliche Tötung von Kindern zu einem normalen Verhütungsinstrument zu machen.

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Das EU-Parlament will mit umfassenden Maßnahmen ein abtreibungsfreundliches Umfeld befördern und verrechtlichen. Frauen sollen jederzeit Zugang zu Abtreibungsärzten und -kliniken erhalten, sofern sie dies wünschen. Damit erhofft sich Brüssel, die vorgeburtliche Tötung von Kindern zu einem normalen Verhütungsinstrument zu machen. Nicht das Lebensrecht des Kindes, sondern das Tötenlassen von Ungeborenen soll in dieser verqueren Perspektive zu einem Menschenrecht erhoben werden, aus der sich weitere Maßnahmen logisch ableiten lassen, beispielsweise daß Ärzten nicht mehr gestattet wird, sich auf ihr Gewissen zu berufen, wenn sie eine Abtreibung verweigern. Dafür hat sich im Brüsseler Parlament auch der Abgeordnete Peter Liese ausgesprochen. Liese ist selbst Arzt, gleichzeitig in der CDU und engagiert sich im Kreis Christdemokraten für das Leben (CDL). Sein Abstimmungsverhalten und das seiner Fraktionskollegen zeigt paradigmatisch, wo sich bei den C-Parteien die Falltür ihrer Doppelmoral sperrangelweit auftut: beim Lebensschutz. Wie stehen die deutschen C-Parteien zum Lebensschutz? Wie streng wird das gesetzliche Schutzkonzept für die Ungeborenen beachtet, besonders bei dessem institutionellem Torhüter, der Beratungsorganisation Pro Familia? Dazu haben wir Michael Frisch von der AfD-Fraktion in Rheinland-Pfalz befragt:

Herr Frisch, nach Berechnungen des spanischen Familieninstituts werden in der Europäischen Union pro Stunde 138 Kinder im Mutterleib getötet, das sind 3309 Kinder pro Tag. Abtreibung ist in vielerlei Hinsicht zu einem lohnenden Geschäft avanciert, in dem selbst abgesaugte Föten wie Rohstoff gehandelt werden. Inwiefern profitiert die Schwangerenberatungsstelle Pro Familia am Geschäft Abtreibung?

Michael Frisch: Die Pro Familia ist in Deutschland der größte Player im Abtreibungsgeschäft. Sie unterhält bundesweit mehrere Abtreibungskliniken, die zum Teil staatlich gefördert werden. Ob es hier – ähnlich wie bei Planned Parenthood, dem internationalen Dachverband der Pro Familia in den USA – zu einem Handel mit fötalem Gewebe kommt, darüber ist bisher nichts bekannt geworden. Auf jeden Fall hat die Organisation über ihre Beratungsstellen erheblichen Einfluss auf die Umsetzung des sogenannten „Beratungsschutzkonzeptes“, mit dem das Leben ungeborener Kinder eigentlich geschützt werden sollte. Dass das gerade bei Pro Familia höchst unzureichend passiert, ist ein offenes Geheimnis. Wer einen menschlichen Fötus, dessen Herz bereits nach 3 Wochen schlägt und dessen Organe nach 8 Wochen vollständig angelegt sind, als „Schwangerschaftsgewebe“ bezeichnet, von dem kann kaum erwartet werden, dass er Menschenwürde und Lebensrecht ungeborener Kinder im Sinne unserer Verfassung respektiert.

Das scheint insbesondere für die in Ihrem Heimatland Rheinland-Pfalz ansässige Pro Familia Mainz zu gelten. Was haben Sie herausgefunden?

Michael Frisch: Wir haben im Zuge der Haushaltsberatungen festgestellt, dass die Pro Familia Mainz seit vielen Jahren einen Festbetragszuschuss seitens des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 77.000 Euro erhält, obwohl es eigentlich eine klare Regelung gibt, wonach der Staat die rechtswidrige Abtreibung nicht mit Steuermitteln fördern darf. Wir haben im Detail nachgefragt: Es ist im Grunde genommen die Stelle der Abtreibungsärztin, die vom Land finanziert wird. Meine Fraktion hat das damals scharf kritisiert und die Streichung dieser Position im Haushalt gefordert. Das ist aber mit den Stimmen aller anderen Fraktionen, auch der CDU, abgelehnt worden. Im Grunde genommen wird hier Abtreibung staatlich unmittelbar subventioniert. Hinzu kommen noch die Einnahmen, die Pro Familia beziehungsweise deren „Medizinische Einrichtung“ von den betroffenen Frauen, soweit sie selbst zahlen, oder von den Krankenkassen erhält. Letztere wiederum bekommen diese Kosten vom Land erstattet, wenn es um Bedürftigkeit geht, die aber an sehr hohen Einkommensgrenzen festgemacht wird.

Verstehe ich Sie richtig? Pro Familia Mainz beschäftigt eine Abtreibungsärztin, die vom Land Rheinland-Pfalz bezahlt wird?

Michael Frisch: Im Prinzip ja. Wir haben im Zug unserer Recherchen festgestellt, dass es eine gemeinsame Trägerschaft der Schwangerschaftskonfliktberatung Mainz und dieser „Medizinischen Einrichtung“ gibt, nämlich Pro Familia Mainz e.V., der Ortsverein dieser Organisation. Auch hier gibt es eine klare Regelung im Schwangerschaftskonfliktgesetz, wonach organisatorische Verbindungen zwischen Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle und Abbruchklinik strikt verboten ist, weil das natürlich zu einer Interessensverquickung führen könnte. Das haben die Landesregierung und der wissenschaftliche Dienst des Landtags auch eingeräumt. Wir haben ein eigenes Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes dazu erstellen lassen. Darin wurde bestätigt, dass hier über 25 Jahre hinweg ein rechtswidriger Zustand bestand. Die Landesregierung wusste davon, hat aber keine Veranlassung gesehen, etwas dagegen zu unternehmen. Jetzt hat Pro Familia aufgrund unserer Nachforschungen reagiert und im November letzten Jahres eine Trennung der Trägerschaft vorgenommen. Das ist natürlich indirekt ein Eingeständnis, dass man vorher einen rechtswidrigen Status praktiziert hat.

Ein Zustand, der im Grunde genommen weiter anhält, nur unter anderem Etikett.

Michael Frisch: Das ist nach meinem Dafürhalten ein Umgehungstatbestand: Man hat formal einen neuen Trägerverein gegründet, der ebenfalls zur Pro Familia gehört. Das Ganze nennt sich aber jetzt „Medizinische Einrichtung“, vorher war es das „Medizinische Zentrum“. Formal hat man es also getrennt, inhaltlich ist es die gleiche Geschichte und läuft nach wie vor unter dem Label Pro Familia. Auch der Zuschuss von 77.000 Euro für die Abtreibungsklinik wird natürlich weiterhin bezahlt.

Seit den 90er Jahren gehört Abtreibung zum Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen. Die entstandenen Kosten werden den Krankenkassen von den Bundesländern erstattet. In Baden-Württemberg liegt die Erstattungsquote inzwischen bei 100 Prozent. Wie verhält es sich in Rheinland-Pfalz?

Michael Frisch: Wie hoch die genaue Erstattungsquote ist, ist schwer zu sagen. Denn nicht alle Abtreibungen werden über die Krankenkassen abgerechnet. Fakt ist aber, dass Rheinland-Pfalz jährlich etwa 1,5 Millionen Euro aus Steuermitteln für die Kosten von Schwangerschaftsabbrüchen aufwendet. Da wir etwa 4000 Abbrüche im Land haben und die Erstattung sich lediglich auf den unmittelbaren Eingriff bezieht – alle anderen damit verbundenen Kosten für Vor- und Nachbehandlungen werden von den Krankenkassen selbst getragen – dürfte die Quote auch hier sehr hoch sein.

In ihrem Entschluss zur Lage der Menschenrechte in der EU vom 1. März 2018 hat Brüssel festgelegt, Abtreibung in den Rang eines Menschenrechts zu heben. Die Abwesenheit von medizinischen Möglichkeiten, eine Abtreibung vornehmen zu lassen, wird darin mit Folter gleichgesetzt. Der bittere Seitenaspekt daran: Dieser Entschluss wurde mit den Stimmen der Christdemokraten und Christsozialen verabschiedet. Wie erklären Sie sich die offenkundige Abwendung der C-Parteien vom Lebensschutz?

Michael Frisch: Für diese höchst bedauerliche Entwicklung gibt es sicherlich mehrere Gründe. Zum einen hat man sich auch in der Union dem Zeitgeist angepasst. Es ist immer einfacher, dem Mainstream hinterher zu laufen anstatt klar Flagge zu zeigen. Und die gesellschaftliche Stimmung war nun einmal im Gefolge der 68er so, dass das Lebensrecht Ungeborener zugunsten von Emanzipation und Selbstbestimmung von Frauen völlig in den Hintergrund getreten ist. Wer gegen Abtreibung war, galt und gilt als frauenfeindlich und reaktionär, zumindest aber als unbarmherzig. So hat man grundlegende Überzeugungen auf dem Altar des Opportunismus geopfert und tut das bis heute. Das sieht man auch daran, dass CDU-Abgeordnete sogar in fundamentalen Wertefragen lieber ihre eigenen Grundsätze verleugnen, als einem Vorschlag der AfD zuzustimmen. Selbst die konservativen CDU-Kollegen im Landtag haben die Streichung einer finanziellen Förderung der ProFa-Tötungsklinik in Mainz abgelehnt, nur weil dieser Antrag von uns kam. Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass sie das in Wirklichkeit anders sehen.

Das Anliegen, ungeborenes Leben zu schützen, müsste doch eigentlich jedem Menschen mit Gewissen am Herzen liegen oder zumindest einleuchten. Wie kommt es, dass Abtreibungskritiker selbst in der CDU nicht mehr ernst genommen werden?

Michael Frisch: Weil sich mittlerweile auch in der Union Überzeugungen und Mehrheiten verschoben haben. Spätestens unter der Ägide von Angela Merkel ist die Partei immer weiter nach links gerückt und hat sich in vielen Bereichen grünen und sozialdemokratischen Positionen angenähert. Das hat dazu geführt, dass es in der Führungsebene viele maßgebliche Personen gibt, die man nicht mehr als konservativ bezeichnen kann. Entweder sie sind wie die Kanzlerin völlig inhaltsleer und aus Opportunismus bereit, nahezu jede Meinung zu übernehmen, die ihnen Stimmen zu bringen verspricht. Oder sie vertreten Überzeugungen, die früher in der Union niemals anzutreffen gewesen wären. Für die wenigen noch verbliebenen Lebensschützer in der CDU heißt das, dass sie auch auf absehbare Zeit keinerlei Chance haben werden, ihren Ansichten Gehör zu verschaffen, geschweige denn eine Mehrheit dafür zu bekommen. Sie sollten endlich die Konsequenzen daraus ziehen und die Union verlassen.

Noch einmal zum Brüsseler Anliegen, Abtreibung als Menschenrecht zu deklarieren: Was könnte dieser Entschluss in seiner Umsetzung bedeuten?

Michael Frisch: Es ist zu befürchten, dass sich die Abtreibungslobby auch aufgrund des beschriebenen Versagens der nominell noch christlich-konservativen Parteien in Brüssel langfristig vollständig durchsetzen wird. Für den Lebensschutz, aber auch für die Bereiche Familie und Gender verheißt das nichts Gutes. Wenn es wirklich gelingt, Abtreibung als Menschenrecht zu definieren, dann wird jeder Widerstand dagegen zu einem Grundrechtsverstoß. Die Konsequenzen kann man sich leicht ausmalen. Weder die Gewissensfreiheit von Ärzten oder Krankenschwestern noch das Recht auf Kritik durch Kirchen und Pro-Life-Gruppen wären dann weiterhin geschützt. Letztlich käme es wohl zu einer totalen Abtreibungsfreigabe, das Lebensrecht Ungeborener bliebe vollständig auf der Strecke. Das wäre eine moralische Katastrophe und eine radikale Abwendung von der europäischen Menschenrechtstradition.

Welche Auswirkungen könnte der EU-Entschluss, Abtreibung quasi eine vollumfängliche Legalisierung zu verschaffen, auf das deutsche Recht haben?

Michael Frisch: Die gleichen Gruppen, die eine vollumfängliche Legalisierung der vorgeburtlichen Kindestötung wollen, betreiben auch die vollständige europäische Integration. Im Zuge dessen dürften die Möglichkeiten einzelner Staaten, sich dem zu entziehen, zunehmend geringer werden. Auch in Deutschland wird der Druck größer werden, sich den Wünschen der EU und des europäischen Parlaments zu beugen, selbst wenn es in diesen Fragen noch keine rechtliche Verpflichtung dazu gibt. Bereits jetzt beeinflusst der EuGH mit seinen Entscheidungen zur Bioethik die gesetzlichen Regelungen in Europa ganz erheblich. In einem vereinigten Europa würde es keine Sonderregelungen für den Schutz des Lebens mehr geben, davon bin ich überzeugt. Aber wir als AfD arbeiten ja daran, dass es nicht so weit kommt. Und auch die große Mehrheit der Bürger in Europa will keinen europäischen Superstaat – nicht zuletzt deshalb, weil man eine Aufweichung bisheriger nationaler Standards in den Bereichen Ehe, Familie und Lebensschutz befürchtet.

In Deutschland gibt es Bestrebungen, den Paragrafen 219a StGB zu kippen, der Werbung für Abtreibung unter Strafe stellt. Kann man in Deutschland von der Existenz einer Abtreibungslobby sprechen und – wenn ja – aus welchen Gruppen setzt sich diese zusammen und wie stark schätzen Sie diese ein?

Michael Frisch: Die Abtreibungslobby in Deutschland ist sehr stark und vor allem politisch ausgezeichnet vernetzt. Dadurch ist sie in der Lage, die gesellschaftliche Debatte maßgeblich zu bestimmen und Gegner mundtot zu machen. Wer sich etwa mit Pro Familia anlegt, bekommt es inzwischen mit dem gesamten Establishment zu tun. Wir haben das als AfD-Fraktion selbst erlebt, als eine kritische Äußerung zu diesem Verein im Plenum sofort zu scharfen Reaktionen aller anderen Parteien einschließlich der CDU geführt hat. Dabei hat die Union früher mit allen Mitteln versucht, Pro Familia zurück zu drängen und ihren Einfluss so gering wie möglich zu halten. Heute gibt es genau wie bei den anderen Parteien auch in der Union enge Kontakte zu diesem Verein. Diese Entwicklung hat unter anderem dazu geführt, dass Pro Familia in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit inzwischen vollständig etabliert ist. Sie haben nahezu freien Zugang zu den Klassen und können dort ihre Ideologie von einem angeblichen „Menschenrecht auf Abtreibung“ ungehindert verbreiten.

Welche Pro-Abtreibungsgruppen gibt es noch außer Pro Familia?

Michael Frisch: Neben der Pro Familia gibt es zahlreiche Organisationen im linken Spektrum, die zwar nicht explizit für die Freigabe der Abtreibung kämpfen, sich aber im Ernstfall immer mit der Abtreibungslobby solidarisieren. Dazu würde ich die Mehrheit der schwul-lesbischen Gruppen und Aktivisten zählen, aber auch viele Verbände aus dem sozialen Bereich, die die Freigabe der Abtreibung als gesellschaftlichen Fortschritt betrachten. So haben sich beispielsweise bei der aktuellen Debatte um die Streichung des §219a StGB die Arbeiterwohlfahrt und der Deutsche Gewerkschaftsbund für ein „Recht auf reproduktive Selbstbestimmung“ ausgesprochen, was nichts anderes als eine Chiffre für ein Recht auf Abtreibung bedeutet. Auch die Antifa und andere Linksextremisten sind in der Regel dabei, wenn es darum geht, Lebensrecht und Lebensschützer zu bekämpfen. Wer einmal beim „Marsch für das Leben“ in Berlin war, weiß, wovon ich rede.

Welche Maßnahmen planen Sie beziehungsweise plant Ihre Partei, um den Lebensschutz zu stärken?

Michael Frisch: Auf Bundesebene fordern wir, endlich die vom Bundesverfassungsgericht geforderte Beobachtungs- und Nachbesserungspflicht umzusetzen. Das sogenannte „Beratungsschutzkonzept“, das an die Stelle des strafbewehrten Abtreibungsverbotes getreten ist, muss auf seine Wirksamkeit hin überprüft werden. Auch bei der Meldepflicht für Abtreibungen besteht dringender Handlungsbedarf, um endlich realistische Zahlen zu bekommen. Insgesamt geht es um die Frage, ob die jetzige Regelung wirklich dazu in der Lage ist, das einzelne Leben so zu schützen, wie es unsere Verfassung verlangt. Oder hat sie nicht vielmehr das gesellschaftliche Bewusstsein so korrumpiert, dass ein Schwangerschaftsabbruch mittlerweile fast zur Normalität geworden ist? Wenn das so wäre, und dafür spricht einiges, dann müssten hier gesetzliche Korrekturen vorgenommen werden, um einen wirksamen Lebensschutz zu gewährleisten.

Und welches Lebensschutz-Konzept fahren Sie auf Landesebene?

Michael Frisch: In Sachen Finanzierung der Pro Familia-Abtreibungseinrichtung Mainz durch das Land wird es bei den anstehenden Haushaltsberatungen natürlich wieder einen Streichungsantrag meiner Fraktion geben. Für uns ist vollkommen klar, dass der Staat die rechtswidrige Tötung Ungeborener nicht auch noch durch Steuergelder fördern darf. Außerdem hat die AfD-Fraktion in der vergangenen Woche ein Lebensschutzinformationsgesetz in den Landtag eingebracht, mit dem Mittel für eine bewusstseinsbildende Kampagne für den Schutz ungeborener Kinder zur Verfügung gestellt werden sollen. Dabei würden auch private Initiativen aus der Pro-Life-Bewegung Berücksichtigung finden, soweit sie Projekte anbieten, die für vorgeburtlichen Lebensschutz werben. Wir sind gespannt, inwieweit die anderen Fraktionen diesem absolut positiven Ansatz in den jetzt anstehenden Beratungen zustimmen werden. Darüber hinaus plane ich, weitere Themen aus dem Bereich Lebensschutz in den Fokus zu nehmen. Dabei denke ich an Vortragsveranstaltungen zu den gerade wieder hochaktuellen Fragen des Embryonenschutzes und der Leihmutterschaft, aber auch an die Problematik des menschenwürdigen Sterbens und der Sterbehilfe.

Herr Frisch, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Gastbeitrag der Initiative Familienschutz

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Thomas Waibel

"Nicht das Lebensrecht des Kindes, sondern das Tötenlassen von Ungeborenen soll in dieser verqueren Perspektive zu einem Menschenrecht erhoben werden, (...)"

Dafür kämpft die stark linkslastige NGO "Amnesty International", die so vehement gegen die Todesstrafe ist, seit Jahren.

Laut AI hat der Staat nicht dar Recht, einen Mörder hinzurichten, aber die Mutter hat das Recht, ihr eigenes Kind im Mutterleib ermorden zu lassen.

Perverserer geht es kaum noch!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

… „Das EU-Parlament will mit umfassenden Maßnahmen ein abtreibungsfreundliches Umfeld befördern und verrechtlichen.“ …

Und schon wieder ist diese AfD in Oposition!!!

´Ein` Drama(?) für die Etablierten dabei:

„Wenn die Alternative für Deutschland, wie es das Motto nahelegt, mit Hakenkreuzen zusammengedacht werden soll, sie also nationalsozialistisches Wiedergängertum betreibe, dann muss es sich beim Dritten Reich um eine recht kommode Diktatur gehandelt haben. Immerhin konnte der Neupartei trotz manch unappetitlicher Ausfälle bisher nicht nachgewiesen werden, dass
sie die Demokratie zugunsten einer rassistisch motivierten, angriffskriegslüsternen Mordbrennerei abschaffen will.“ …
https://www.cicero.de/kultur/kirchen-gegen-afd-die-einfalt-der-vielfaltsapostel

Hinzu kommt das AFD-Parteiprogramm, das sich „gegen Abtreibung und gegen Gender“ stellt!
http://www.kath.net/news/58870

Sind die Kirchen etwa auch „gegen“ die AfD, weil der Franzi das kath. Weltbild (für das vermerkelte Brüssel) etwa vollkommen umwarf, und die Vergebung von Abtreibung zumindest schon deshalb erleichtert, weil auch die vom Vatikan unterstützten Nazis für den Kinderreichtum der Deutschen waren? Besonders um viele Soldaten für den Feldzug gegen Russland und den Rest der Welt zu bekommen???

Wie aber werden nun die auch in meinen Augen Kriegstreiber/innen Merkel, v. d. L. & Co. reagieren, denen schon jetzt erhoffte Protagonisten kündigen https://de.sputniknews.com/panorama/20180503320564680-luftwaffe-piloten-kuendigung/ ,
weil deren Angriffskriegspläne gegen Russland und China von finanziellen Phantasien ausgingen?
https://deutsch.rt.com/inland/69334-zu-wenige-flugstunden-bundeswehr-piloten-verlieren-lizenzen/

Oder müssen die entsprechenden Piloten ihre
Lizenzen ganz einfach nur aus Gründen des Umwelt- und Klimaschutzes zurückgeben, weil besonders auch die Göttin(?) ökologische Kriegsführung bevorzugt??? https://www.heise.de/tp/features/Nachhaltige-Kriegsfuehrung-mit-dem-Oeko-Panzer-3415176.html

Gravatar: Karl

was rechtfertigte ursprünglich die Abtreibung?? meisst doch nur wenn Gewaltdelikte vorausgegangen waren. Heute werden wir ab der 4. Hauptschulklasse aufgeklärt über alles was mit Sexualkunde zu tun hat. Leider kommt das wohl bei den Genderverseuchten Klientel nicht an, und so wird die Abtreibung, ein Mordinstrument, voll legalisiert und entwickelt sich zum Hobby dieser dummen Bevölkerung. ich bin NICHT gegen Abtreibung, nur wie es gehändelt wird, Abscheulich...

Gravatar: SchlafKindleinSchlaf

Um ehrlich zu sein, fehlt mir dazu jedes Verständnis. Für mich persönlich ist jedes Leben schützenswert. Eine Abtreibung sollte dann genehmigt werden ,wenn es das Leben und die seelische Gesundheit der Mutter bedroht. In einer Zeit wo soviele Verhütungsmethoden iim Umlauf sind, sollte lieber der verantwortungsvolle und richtige Umgang mit diesen gefördert werden.´und auf die Folgen einer Abtreibung aufmerksam gemacht werden So das keine Frau erst vor diese Entscheidung gestellt wird. Auch die Frage, kann man sich überhaupt ein Kind leisten, da ist auch der Staat gefragt , mit einer guten Familienpolitik. Man hat immer mehr das Gefühl, das Kinder ein Armutsrisiko sind. Traurig! Die Folgen einer Abtreibung für Mutter und Kind braucht man hier wohl nicht zu diskutieren, sind sie doch hinlänglich bekannt. Die Folgen der hier geförderten Praxis, wird man bald merken. Ich möchte hier nicht noch deutlicher werden. Aber der Mensch entfernt sich immer mehr von Empathie und Natur und besiegelt sein Schicksal selbst.

Gravatar: k.becker

Sehe nirgends Handlungsbedarf.
Vermisse die Schreie der "Gutmenschen".
Wo sind die Kirchenfürsten? Haben sie wieder aus Scham ihr Kreuz abgehangen?
Aber die osteuropäischen Staaten werden es richten (müssen).
Hoffentlich bekommen sie dann nicht Unterstützungen reduziert, da sie widerspenstig sind.

Gravatar: Markus Wolf

Herr Frisch behauptet, das Herz des Fötus schlage bereits nach drei Wochen.-
Mag sein, fest steht aber, dass das Herz des Embryos vom Herzen der schwangeren Frau völlig abhängig ist.
Wenn das Herz der Frau aufhört zu schlagen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Herz des Embryos ebenfalls aufhört zu schlagen.
Dann behauptet Herr Frisch, die Organes des Fötus seien nach acht Wochen vollständig angelegt. -
Auch das mag sein,
aber auch das nützt nichts, wenn der Embryo NICHT extrauterin überlebensfähig ist. -
So läuft die Propaganda der AbtreibungsgegnerInnen:
Die TATSACHE, dass der Embryo trotz Herzschlages und trotz "vollständig angelegter Organe" nicht außerhalb des Uterus (über)leben kann, wird systematisch "ausgeblendet".

Gravatar: Cordula Mohr

liebes Freie Weltb Team,
hier war doch die Verlinkung zu den Abstimmungen innerhalb der EU.
Ist es möglich erneut an diesen Link zu kommen.?

Ich wäre ihnen sehr dankbar. Ich hätte es gerne schwarz aus weiß mit dieser Abstimmung auch innerhalb der CDU/CSU

Gravatar: Angela Para - Sit

Keine Ahnung, was man bei Spiegel online schon wieder für Probleme hat.

http://www.spiegel.de/forum/panorama/thomas-fischer-und-219a-welches-frauenbild-steckt-dahinter-thread-753698-1.html

Es gilt einfach der gute alte, eher links verortete Grundsatz 'Mein Bauch, mein Kind.'

Damit sollen und können Frauen doch machen, was sie wollen, mit diesem 'Fleisch', diesem 'Parasit'.


https://www.youtube.com/watch?v=_R_eBInW59g&list=PLhwzRw0gYBMSLcNd53mq-riWbKcDm1_m-&index=2#t=1m10s.

Gravatar: Armin

Einhergehend mit den Abtreibungen steht auch eine bereitwillig rechtswillkürliche Gesellschaft, die eine humanistische islamisch gewertete Sichtweise in ihrer ökumenisierten Gesellschaftsspannung umsetzt.
Gerade aus dem islamisch dominanten Stimmengewicht in der WHO, wurde unter Einfluss einer 68`Bewegung eine geistige Haltung als human feminisiert, die der Zielsetzung islamischer Vorherrschaftsbestrebungen förderlich ist.
Anderseits werden gerade in islamischen Gesellschaften die WHO Bestrebungen einer Kontrolle der Weltbevölkerungspopulation ignoriert und ihre Stimmenbeteiligung zu Maßnahmen an Geburtenkontrolle für sich selbst nicht so gesehen.
Unsere westlichen Gesellschaften - in einem ökumenisierten Humanismus derweil genormt, die sich letztlich esoterisch atheistisch entwurzeln hatten lassen, haben sich längst zielbestrebende Rechtfertigungen in diabolische Sichtweisen gewandelt, die sich eröffnend nicht nur für islamische Werte beförderten.

Faktisch folgt dieser ideologische Kampf den strategischen Zielsetzungen eine Endchristianisierung, die geschickt glaubt eine Expansion von zunehmenden Dritteinflüssen mit ihren Überschneidungsmengen für ihre Herrschaft mit in das Gesellschaftsboot verbringe zu können und damit christliche Normenstrukturen abzulösen.

Daher stellte, der dabei aufkommen musste - längst Familien auflösend gestaltende esoterische Gender-Egoismus, welcher den christlichen Gegenargumenten zu trotz eine existenzielle Dimension an Bereitschaft von Fremdbestimmung und Werteintegration versucht zu diktieren, eine Ignoranz zu bewährten christlich existenziellen Normenbeständen und deren gesellschaftsbildenden Korpus da.

Nach dem Nationalsozialismus, gebar dieser, nachhallend seiner Bestrebungen, die von ua. Martin Bormann im Feb.1941 kläglich kaltschnäuzig angeregte Strategie der Endzügelung der Deutschen, die zum deutschen Volkwohle entfaltet wurde, kollektiv ihre Wirkung und wurde letztlich durch Pille und konträre Ziel-Interessen aus esoterische Facetten ausgebremst und fragmentiert.

Die implementierte Schnittmenge in das Volksbewusstsein zu den antijüdisch und antichristlichen Bestrebungen konnte synchronisiert werden zu dem esoterischen Wertebild der Siegermächte, welche ihre Facetten im kalten Krieg indoktrinierten.
Daher wundert auch nicht, daß Rudolf Walter Richard Heß, der isoliert in dem Zirkel der Führerriege mystisch esoterisch-schamanisch orientiert war, eben spiritistisch gelagert, aus dem Menschenbild der Siegermächte verschont wurde und einer Hinrichtung entging.
Seine oft gnostischen Zirkel waren für die Siegermächte leichte Umsetzung der Erziehung und eingewurzelte Teilmenge.

Gerade diese Kreise in dem Nationalsozialismus tauschten ihren Rock, der lebensfeindliche Baal ob dieser als Erscheinung aus Siegerwerten an zwangsbeglückendem Freigeist blieb.

So mag nicht verwundern, welche daraus erhaben entworfenen „Gebärmutter Eigentümer“ heute versuchen die Folgen durch humanistische Beteuerungen zu instrumentieren und faktisch aus den Ländern sich auffüllen, die mit der UN und deren WHO Bevölkerungskontrolle in den westlichen Ländern zum Ziel hat, diese demografisch aufzufüllen und dann mittelfristig zu übernehmen.

Die hohen Abtreibungsraten sind weltweit wo sie auftreten letztlich ein Produkt der Beförderung esoterischer Zielsetzungen einer Neuen Ordnung und organisch administrative Methodik widerstrebende Gesellschaften zu schwächen und letztlich selbstaufzulösen.

Gravatar: Justin Theim

Wie vernichtet man ein Volk? Man macht das so:
1) Entziehung der wirtschaftlichen Grundlage für Familien.
in den 50er und 60er Jahren konnte die Einverdienerfamilie noch existieren, in der Regel verdiente der Mann genügend, um seine Familie und sich durchzubringen.
Durch ständige Lohndrückerei war das aber dann kaum noch möglich. Dann kam die nächste Stufe:
Frauen müssen arbeiten gehen (angeblich "Befreiung der Frau"). Zunehmend wurden die mit der Doppelbelastung Arbeit und Kindererziehung nicht mehr fertig.

2) Hedonismus, Enthemmung der Sexualität, Pille und Freigabe der Abtreibung
Damit reduzierte man drastisch die Anzahl der Nachkommen (Pillenknick) im Namen von "Liberalität", Frauenbefreiung etc.

3) Feminismus und Akzeptanz/Priorisierung aller nicht-reproduktiven Sexspielarten
Weitere Verminderung des Genpools und der Reproduktion

4) Hochstilisierung der "demographischen Katastrophe" wegen Kindermangels
Begründung für unkontrollierte Masseneinwanderung, die allerdings nicht nur überwiegend analphabetisch und unqualifiziert sondern auch noch aggressiv-dominant ist.

5) Beseitigung aller rechtlicher Hemmnisse, die eine Ausbreitung der aggressiven Neuankömmlinge be- oder verhindern könnten, unter Berufung auf "Menschenrechte", die allerdings nur für jene Neuankömmlinge gelten, nicht für die indigene Bevölkerung.

In letzterer Phase sind wir jetzt.

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