Krach um Reformen: Geheimes Telefonat mit Merz und Klingbeil

Steinmeier befürchtete Staatskrise

Pflegereform, Zuckersteuer, Tankrabatt: In der Koalition herrscht seit Monaten Dauerkrach. Das machte Frank-Walter Steinmeier sehr unruhig. Laut BILD-Informationen griff der Bundespräsident jetzt zum Hörer, als der Streit um die Pflegereform eskalierte. 
 

Krach um Reformen: Geheimes Telefonat mit Merz und Klingbeil


Frank-Walter Steinmeier suchte den Kontakt zu zentralen Figuren der schwarz-roten Koalition, weil er um den Fortbestand der Regierung fürchtete. Ein solcher Eingriff des Staatsoberhaupts in laufende Kabinettsgeschäfte sei laut BILD eine Ausnahme - zeigt aber, dass die Stimmung innerhalb der Regierung auf den Tiefpunkt gesunken ist.

Ein Anruf, der die Nervenlage offenlegte

Am Dienstag telefonierte Steinmeier mit Finanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil sowie mit Innenminister Alexander Dobrindt. Der Anlass lag auf der Hand: Die Auseinandersetzung über die Pflegeversicherung hatte sich so zugespitzt, dass ein Bruch der Koalition nicht mehr ausgeschlossen schien. In Regierungskreisen wurde über den genauen Wortlaut der Gespräche geschwiegen. Der Eindruck, die Regierung könne auseinanderfallen, muss bei Steinmeier jedoch schon in den Tagen zuvor entstanden sein.

Am Rande des Festakts ist das Thema die drohende Staatskrise

Tags zuvor hatten Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz in Karlsruhe am Festakt zum 75-jährigen Bestehen des Bundesverfassungsgerichts teilgenommen. Am Rande der Veranstaltung sprachen beide miteinander. Steinmeier kehrte offenbar mit der Einschätzung nach Berlin zurück, Deutschland könne in eine Staatskrise geraten, falls er nicht selbst aktiv werde. Normalerweise hält sich das Staatsoberhaupt aus dem Tagesgeschäft der Regierung heraus. Diesmal schien die Lage zu ernst, um abzuwarten.

SPD blockierte: Pflegereform stand bis zuletzt auf der Kippe

Am Mittwoch verabschiedete das Bundeskabinett eine erste Stufe der Pflegereform. Der Beschluss stand bis zuletzt auf der Kippe. Die SPD hatte das Vorhaben scharf kritisiert und mit einer Blockade gedroht. Dass es dennoch zu einer Einigung kam, änderte nichts an der grundsätzlichen Spannung im Bündnis.

Der Sozialstaat als Dauerstreit

Seit Monaten ringen CDU und SPD offen um die Zukunft des Sozialstaats. Bei Rente, Pflege und Sozialleistungen geht es darum, wie stark steigende Kosten finanziert und welche Strukturen verändert werden sollen. Die Union drängt auf tiefgreifende Reformen und mehr Sparsamkeit, die SPD warnt vor Kürzungen und besteht auf dem Erhalt bestehender Leistungen. Der Konflikt belastet die Koalition dauerhaft und zählt zu ihren schärfsten innenpolitischen Auseinandersetzungen. Steinmeiers Telefonate zeigen, wie nah die Auseinandersetzung an die Grenze der Regierungsfähigkeit gerückt war.

Sven von Storch

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Kommentare

"Die Union drängt auf ... mehr Sparsamkeit".

Wie wär's denn da mit Einsparungen bei der Rundumversorgung von zugewanderten Sozialschmarotzern? Oder bei Subventionen für heuchlerischen Klimaschutz? Oder bei überzogener Rüstung gegen einen fremdverordneten Feind? Oder - und in allererster Linie - bei der Finanzierung des Stellvertreterkrieges der globalistischen Kriegstreiber in der Ukraine?

Mit solchen Einsparungen könnte die Union sich selbst und unser Land retten - aber sie sind einfach zu feige, zu käuflich oder zu erpreßbar ...

Da müßte man einfach eine unabhängige Partei wählen, die das übernimmt!

 

 

# Mr. W. Hill, Sie haben doch gute Lösungs-Vorschläge unterbreitet und wünschen sich eine unabhängige Partei, die uns von diesem Schlamassel befreit.

Warum nennen Sie diese Partei nicht beim Namen? Fürchten Sie um Ihre Reputation? Ich stelle immer wieder bei Unterhaltungen fest, dass die Leute fürchten, die AfD namentlich zu erwähnen.

Ich wähle die AfD und fürchte die Kommunisten mehr als den Teufel!! 

Im FW-Forum ist es wohl nicht nötig, in diesem Zusammenhang die AfD beim Namen zu nennen. Aber - Sie haben recht - die Scheu, sich zur AfD zu bekennen, gibt es wirklich.

Aber wenn man es doch tut, erlebt man immer mehr unerwartete Sympathiebekundungen.

Ekkehardt Fritz Beyer

02.10.2026 | 12:01

... „Frank-Walter Steinmeier suchte den Kontakt zu zentralen Figuren der schwarz-roten Koalition, weil er um den Fortbestand der Regierung fürchtete.“ ...

Aus Angst um seine Altersvorsorge?

Ja mei: Schon im Mai d. J. wurde gefragt - „Schwarz-Rot: Regierungskrise oder Krise der Demokratie?“!! https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/schwarz-rot-regierungskrise-oder-krise-der-demokratie,VIpyrnr 

Nun - ich denke, dass beides zutrifft!!!

Könnte das nicht auch Grund genug bieten, die aktuellen Regierungsparteien vom Verfassungsschutz überwachen zu lassen und einen Verbotsantrag gegen sie zu stellen???

Die Staatskrise ist ein Ergebnis globaler Auseinandersetzungen und innenpolitischer Geistesgestörtheit wegen mangels Souveränität. Wenn eine Regierung das Tafelsilber und die soziale Grundlage der Menschen den Kriegstreibern für die USA opfern. Wenn man die innenpolitischen Akteure bewertet, es sitzen in den Gremien des Souveräns nur noch Gestörte und abgehalfterte Akteure der Comedy-Szene, um die Freiheit der Menschen zur Disposition zu stellen und die wahren demokratischen Werte zu vergewaltigen. Leute wie Steinmeier hatten seit Jahren großen Erfolg darin errungen, die Menschen zu spalten, abzuwerten und zu bedrohen. 

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