Das britische Magazin "The Economist" stellt fest, dass China sich zunehmend als Zentrum der globalen Automobilindustrie positioniert. Während westliche Marken auf der Messe mit Modellen präsentierten, die technologisch bereits überholt wirkten, dominierten chinesische Hersteller die Hallen mit innovativen Lösungen, die schneller entwickelt und marktreif gemacht wurden.
Schnellere Entwicklung und technologischer Vorsprung in China
Die Entwicklungszeit für neue Fahrzeuge in der Volksrepublik China übersteigt nicht 24 Monate. Im Westen liegt sie dagegen bei bis zu 40 bis 80 Monaten. Dieser enorme Zeitvorteil ermöglicht es chinesischen Unternehmen, deutlich schneller auf Marktveränderungen und technologische Fortschritte zu reagieren. Gleichzeitig hinken die Technologien in ausländischen Modellen China um zwei Jahre und mehr hinterher. Auf der Peking-Ausstellung wurde dieser Abstand besonders sichtbar: Chinesische Fahrzeuge zeigten überlegene Batterietechnik, fortschrittliche Software-Integration und eine nahtlose Vernetzung, während westliche Modelle in vielen Bereichen veraltet wirkten.
Chinesische Hersteller dominieren inzwischen den Markt für Elektrofahrzeuge. In China erreicht der Anteil von New Energy Vehicles (NEVs) über 50 Prozent der Neuzulassungen. Deutsche Marken hingegen sind im chinesischen EV-Segment auf einen Anteil von deutlich unter zwei Prozent gesunken – ein historischer Tiefstand, der die dramatische Verschiebung der Machtverhältnisse unterstreicht.
Partnerschaften und Produktionsverlagerungen
Um im hart umkämpften Markt für Elektrofahrzeuge überhaupt noch mitzuhalten, gehen westliche Autogiganten zunehmend Partnerschaften mit chinesischen Unternehmen ein. Volkswagen kooperiert mit XPeng, Toyota arbeitet mit Huawei und Tencent zusammen. Viele große Automobilhersteller verlagern zudem Teile ihrer Produktion nach China, um von den dortigen Kostenvorteilen und dem technologischen Ökosystem zu profitieren. Diese wachsende Abhängigkeit von chinesischen Technologien und Lieferketten führt jedoch dazu, dass westliche Unternehmen ihren früheren einzigartigen Wettbewerbsvorteil schrittweise verlieren. Was einst als Stärke galt – eigene Entwicklung und Markenunabhängigkeit – wird durch die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit mit chinesischen Partnern zunehmend ausgehöhlt.
Vergleich: Deutsche Autoindustrie im Rückstand
Der Kontrast zur Situation in Deutschland könnte kaum größer sein. Während China jährlich Millionen von NEVs produziert und diese erfolgreich in alle Welt exportiert, sinken die Verkaufszahlen deutscher Hersteller auf ihrem einst wichtigen chinesischen Markt deutlich. Der kombinierte Marktanteil deutscher Marken in China ist auf unter 16 Prozent gefallen und setzt den Abwärtstrend unvermindert fort. Gleichzeitig gewinnen chinesische EV-Importe in Europa kontinuierlich an Boden und drängen die etablierten Hersteller aus ihren heimischen Märkten.
Deutsche Produktions- und Absatzzahlen stagnieren oder gehen zurück, während China die globale Führung in Batterietechnologie, smarter Vernetzung und der Geschwindigkeit von Modellwechseln übernommen hat. Frühere Stärken der deutschen Autoindustrie wie hohe Ingenieurqualität und Premium-Positionierung reichen in einem Markt, der von Elektrifizierung und Digitalisierung geprägt ist, nicht mehr aus, um den technologischen und zeitlichen Vorsprung zu halten. Der einstige Weltmarktführer verliert damit nicht nur Marktanteile, sondern auch seine traditionelle Vorreiterrolle in der Automobilindustrie.
Verantwortlichkeiten für den Rückgang am Standort Deutschland
Der Rückgang der deutschen Autoindustrie zeigt sich in Stellenabbau, sinkenden Produktionszahlen und strategischen Herausforderungen, die den gesamten Industriestandort Deutschland belasten. Verantwortlich dafür sind vor allem Entscheidungen deutscher Politiker, die durch strenge Regulierungen wie das EU-Verbot für Verbrennungsmotoren ab 2035, hohe bürokratische Belastungen und eine einseitige Förderung der Elektromobilität den Wettbewerb massiv erschweren. Journalisten haben diese Entwicklungen häufig begleitet, ohne ausreichend auf die langfristigen Risiken für Arbeitsplätze, Wertschöpfungsketten und den gesamten Industriestandort hinzuweisen.
Konzernmanager tragen ebenfalls erhebliche Verantwortung: Sie haben sich nicht konsequent für die Beibehaltung und Erweiterung einer soliden eigenen Strategie eingesetzt. Stattdessen haben sie kein eigenständiges Profil aufgebaut und sich in einer zunehmenden Beliebigkeit aufgegeben. Anstatt die traditionellen Stärken der deutschen Automobilindustrie – wie Präzision, Langlebigkeit und technische Exzellenz – konsequent weiterzuentwickeln und in einem neuen, elektrifizierten Marktumfeld zu verteidigen, haben viele Führungskräfte auf kurzfristige Anpassungen und Kooperationen gesetzt, die die eigene Identität verwässern.
Hinzu kommt der erhebliche Einfluss global agierender Vermögensverwalter wie BlackRock und Vanguard. Diese üben durch ihre ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) massiven Druck auf energieintensive Branchen und traditionelle Automobilmodelle aus. Ihre Hauptmanager und die damit verbundenen Kapitalströme haben maßgeblich zur Veränderung der Rahmenbedingungen am Standort Deutschland beigetragen und die strategische Ausrichtung vieler Unternehmen beeinflusst.
Diese Faktoren zusammen haben zu einer spürbaren Schwächung des Industriestandorts Deutschland geführt, während China seine Industrie strategisch gezielt aufgebaut und vorangetrieben hat.


Comments
Der neue elektrische Polo…
Der neue elektrische Polo. Hat z.B. Lenkradheizung, welche man nachträglich gegen Geld freischalten lassen muss. Wenn ich aber ein Fahrzeug bei vergleichbarem Anschaffungspreis der Konkurenz mit Lenkradheizung haben kann, ohne Zusatzahlung, dann greif ich dort doch eher zu.
... „China als Zentrum der…
... „China als Zentrum der globalen Automobilindustrie“ ...
Was etwa schon dieses Roby so vorgab? https://weltwoche.ch/daily/wir-brauchen-keine-autofirmen-sagt-robert-habeck-oder-brauchen-wir-keinen-robert-habeck/
Weil die Grünen nach wie vor einen Freibrief haben???https://www.youtube.com/watch?v=1ogT_4n_tTk
Was für dieses CDU-Fritze und seinen Chef als Beispiel gilt?https://www.youtube.com/watch?v=mQVaaXXlbAg
Ja mei: „Man kann diese Leute nur noch auslachen“!!! https://www.youtube.com/watch?v=cJWJ0aThm3I
Da stellt sich bei dem sich zum Katholizismus Bekennenden zumindest mir die Frage:
„Welche Rolle spielt der Glaube bei Friedrich Merz?“
Ja mei: "Kirchenpolitik ist nicht so sehr sein Thema"!!! https://www.domradio.de/artikel/welche-rolle-spielt-der-glaube-bei-friedrich-merz
Weil es ihm auf Grund auch seiner vielen Lügen ganz einfach nur peinlich ist?
Beispiel: https://www.n-tv.de/politik/Die-Luegen-des-Merz-Kreditbetrug-im-grossen-Stil-article25627905.html
... „Schon einmal hatte Deutschland einen Spitzenpolitiker aus dieser Region, bei dem man den Atem anhielt, wenn er sprach. Als Bundespräsident blieb Heinrich Lübke («Equal goes it loose») wegen seiner verbalen Schnitzer in Erinnerung. Friedrich Merz kommt auch aus dem Sauerland, und auch bei ihm zieht man die Luft durch die Zähne, wenn er wieder mal einen raushaut.“ https://weltwoche.ch/daily/friedrich-merz-redet-sich-um-kopf-und-kragen-jetzt-dient-er-deutschland-als-amerikas-partner-an-anstelle-von-europa/
Nun: „Die politische Heuchelei in Berlin erreicht neue Höchststände. Während sich die etablierten Parteien und ihre medialen Claqueure über Alice Weidels treffende Bezeichnung von Friedrich Merz als "Lügenkanzler" echauffieren, offenbart sich einmal mehr die groteske Doppelmoral des politischen Establishments. Was bei anderen Kanzlern jahrzehntelang als normale parlamentarische Auseinandersetzung durchging, wird bei der AfD plötzlich zum Skandal hochstilisiert“ ...
https://www.kettner-edelmetalle.de/news/merz-lugenbilanz-wenn-gebrochene-versprechen-zur-regierungskunst-werden-11-07-2025
Ich warte auf den Moment der…
Ich warte auf den Moment der Aufarbeitung der Vergangenheit der Chinesen und der Russen: Wer finanzierte und organisierte bei ihnen die Revolutionen und produzierte Millionen Tote? Schweigen seit Jahrzehnten...
Deutschlands Abwicklung...nach unten...
Die heutige Präsenz Chinas am Markt ist ein Verdienst deutscher Dummheit. So weit mir es nicht entgangen war, war China und Taiwan in den 70' Jahren kein Thema in der westlichen Wirtschafts-Hierarchie. Als man damals begann, seine verlängerte Werkbänke nach Fern-Ost / Japan, China, Korea... und heute auch Vietnam zu bringen, die Markenfirmen ihre Klamotten in Indien sich nähen zu lassen um hier horrende Verkaufspreise zu erlangen, haben die dortigen Firmen und Wirtschaftsspezialisten viel vom Westen gelernt und aufgeholt. Deutschland, insbesondere die Autofirmen VW, Benz, Opel haben sogar i.T. ihre Patente dorthin den Firmen überlassen, damit sie billig für "uns" Komponenten für Autos und Maschinen produzieren. Es ging um das große Thema Löhne. Schon ab Mitte der 90'Jahre wurde hier getrommelt, "die Löhne in DE sind zu hoch" - ein Schmerzthema der Globalisierung. Mehr noch, Tausende Studenten aus China und anderen asiatischen Ländern durften hier studieren und auch an der Basis unserer Produktionsstandorte teilhaben.
Es wurde sehr viel Wissen und know-how abgegriffen und China steht nun auf eigenen Füßen und produziert besser, schneller und die Qualität hat sich enorm angepasst. Das galt auch in der Elektronik. In den 70'Jahren war Japan, Taiwan der Global Player in der Produktion elektronischer Geräte und Komponenten. Fast jedes Radio- oder Platinen für Maschinen und Haushaltgeräte wurde in Taiwan und Japan bestückt. Das ging ja nur durch die Übertragung von Wissen aus dem Westens. Logisch, da wurde dann kopiert auf Teufel komm raus und heute ist es China, die im Halbleitermarkt die Nase vorn haben. Deutschland hat allseitig (auch Stahlproduktion/Halbzeuge) seit den 80' Jahren komplett verloren. Die wenigen spezialisierten Leuchttürme bei uns für Forschung & Entwicklung geschehen unter den Augen Chinas. Wo Deutschland heute steht, ist ein Ergebnis der Globalisierung zu unserem Nachteil, weil einst deutsche Firmen nur darauf bedacht waren, so billig wie möglich zu produzieren, ohne Auflagen, und so teuer wie möglich an die Verbraucher hier zu verkaufen. Mit ein Ergebnis, warum es so viele Reiche Mistkerle in der Welt gibt.
Wenn heute Gewerkschaften gegen (noch) den Rest heimischer Industrie demonstrieren, sind diese Firmen morgen auch weg, weil andere Länder (auch Entwicklungsländer) einfache Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Die deutsche Industrie insgesamt, hatte noch nie einen Bezug zu unsere Nation - man geht dorthin, wo die Löhne in den Gesamtkosten unter 5% liegen und kein Geschrei nach Betriebsräten oder Tarifen oder Bürokratie erfolgt.
Wenn ich schon den Schwachsinn einiger CEO's hier hörte, sie wollen sich dem Kampf gegen Rechts und Demokratie unterordnen und keine Leute mit Verbindung zur AfD beschäftigen, dann können diese Dummköpfe mir leid tun, auch weil sie sich dem Grünen Joch anbidern - damit gewinnen sie aber im Weltmarkt nichts, wenn man nur woke politisierte Belegschaft sucht und dafür lieber auf Leistungsorientierte verzichtet. Home-Office, Teilzeit, 30h-Woche, Frauenfreundliche Jobs, Gebetsstuben und Arbeitszeiten nach Lust? - Damit haben sie in der Welt verloren, weil globaler Wettbewerb andere Anforderungen stellt.
Wichtig hier ist nur die richtige Position zu "Demokratie leben" - und Politwissenschaften sind das beste Fluidum für Verarmung und Verblödung einer Gesellschaft sowie letzter Platz im Weltmarkt. Sozialismus und Planwirtschaft und Ökologie als Dogma mit Frauenquoten nach Dummheitsfaktor, nach Vorgaben des Zentralkomitees Bundestages - plus einer kleinen kapitalistischen Komponente? Träumt weiter...
Wenn die Deutschen ....
Wenn die Deutschen so dumm sind und jegliche ihre Produktionen ins Ausland verlegen, weil ihnen die Herstellung im eigenen Land zu teuer ist, sie damit aber auch ihr Know-how dorthin bringen, dann brauchen sich die dummen Deutschen nicht zu wundern, wenn ihnen vom Ausland, insbesondere von China, ihr Know-how geklaut und kopiert wird und letztlich die Chinesen "unsere" Produkte und Erzeugnisse besser bzw. weiterentwickelt SELBST herstellen. Dummheit und Sparen am falschen Fleck, statt sich was einfallen zu lassen, wie man es selbst in der eigenen Hand behalten kann, muss - zu Recht - bestraft werden!
Allerdings muss man annehmen, dass auch DAS so gewollt ist, um Deutschlands Wirtschaft dem Untergang preiszugeben!! Denn wenn dem nicht so wäre, säßen in den Chefetagen wie auch in der Politik KEINE linksgrünen Ideologen, sondern HOCHQUALIFIZIERTE FACHLEUTE!!
Die Chinesen sind dabei auf…
Die Chinesen sind dabei auf den Mond zu fliegen. Und wir zahlen denen Entwicklungshilfe.
Zwei entscheidende Faktoren…
Zwei entscheidende Faktoren werden stets vergessen zu erwähnen:
Die Zollpolitik und der Sozialstaat. Beide sind untrennbar miteinander verbunden und entscheiden über Erfolg und Niederlage Inländischer Unternehmen.
Wenn hier NUR teuer produziert werden kann weil das Geld vom Staat verschleudert wird, dann müßte man wenigstens die Ausländischen Produkte ebenso verteuern, sprich die Zölle anheben. Aber da haben wir nicht nur gegenüber China verloren sondern uns vor allem mit der EU ja schon ein Bein gestellt.
Nun aber da der chinesische Absatzmarkt mit seinen 1,5 Milliarden Konsumenten für uns wesentlich interessanter ist als der Deutsche mit seinen vielen Sozialhilfeempfängern für die Chinesen, könnte es sogar schwer bis unmöglich sein diesen Fehler jemals wieder auszubügeln.
Das heißt wir machen entweder den totalen Sozialknick -niemand bekommt mehr irgendwas vom Staat- oder den absoluten wirtschaftlichen Harakiri.
Ich hätte ja so viel Prüg.. ähm Fragen an die Nieten in schwarz.
Aber alle nur für einen Freund!
Add new comment