Zugriff! Oder: die Politische Korrektheit untergräbt die Redefreiheit

Ein Virus breitet sich aus. Die Politische Korrektheit betreibt zusehends Selbstjustiz auf Basis eines gruppenorientiertem Rechtsempfindens. Unser allgemein gültiges Rechtsbewusstsein bleibt dabei auf der Strecke.

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Demokraten kennen das: Andersdenkende sind das Salz in der Suppe, sie sind ein willkommener Anlass für einen spannenden Gedankenaustausch. Der Andersdenkende beflügelt die eigene Denke und bei Meinungsverschiedenheiten bleibt man sich trotzdem gewogen und freut sich auf das nächste Gespräch. Das war gestern.

Freies Sprechen ade
Unsere ehemalige Konsensrepublik verwandelt sich allmählich in eine Spielwiese für eine „achtsame“ Minderheiten-Lobby. Mit der Folge, dass das Selbstverständliche der freien Rede im öffentlichen, wie auch im privaten in Zweifel gezogen wird. Unterschiedliche politische Positionen können heutzutage alte Freundschaften , in gute Menschen und Andersdenkende. In einer Demokratie spalten, ein seltsames Phänomen.

Da sitzt eine gemütliche Gesprächsrunde am Kamin  und verwandelt sich – ohne Vorwarnung – zu einem VHS- Gesprächskreis  „Politisch korrekt Sprechen“. Unversehens  steht ein Wort oder eine Aussage im Raum, ein Naserümpfen oder ein erhobener Zeigefinger sind  zu spüren, gefolgt von einem abschätzigen Unterbrechen des Gesprächs und einem anonymen „Das sagt man nicht!“, beispielsweise bezogen auf das Wort „Neger“, oder auf das Äußern einer politisch unkorrekten Meinung. Auf diese Weise gebrandmarkt,  hält man inne und  stutzt. Es folgen Belehrungen zum achtsamen Umgang mit Minderheiten. Peinlichkeit breitet sich aus. Von nun an nimmt das Gespräch einen angespannten Verlauf und irgendwann fällt das Wort „Rechtspopulismus“ Grund genug zu schauen, wann die nächste S – Bahn fährt. 

Gruppenmoral spaltet
In privaten Gesprächsrunden kann unkorrektes Reden im Ernstfall einen Gruppen-Ausschluss bedeuten. Im öffentlichen Raum arbeitet die politische Korrektheit allerdings mit Machtmitteln der besonderen Art. Abweichende Meinungen werden nicht mehr diskutiert, sondern schlicht moralisch verurteilt. Mit ihrer ideologisch geprägten Sprachkosmetik versuchen die politisch Korrekten, das Denken ihrer Gegner zu beeinflussen, konkreter: zu formen. Nichtsahnende Normalbürger sehen sich auf diese Weise plötzlich einer unsichtbaren „Sprachpolizei“ konfrontiert. Deren Vertreter betrachten sich als Interessenvertreter des politischen Mainstreams, den sie selber natürlich für „progressiv“ halten. Sie ersetzen kurzerhand unseren gelebten Wertekontext und den gesunden Menschenverstand durch irgendein Gruppen-orientiertes und Moralin-gesäuertes  Aburteilen. Besonders kämpferisch gebärden sich dabei die unzähligen Gleichstellungsbeauftragtinnen mit der Durchsetzung ihrer „geschlechtergerechten“  Sprache.

Bei Nicht-Beachtung des politisch korrekten Sprechens erfolgt in solchen Gruppen Diskriminierung – bis hin zur Ächtung und schließlich Ausschluss aus der Gruppe, Verein, oder Firma.

Observierung, Täterprofil, Zugriff
Politisch Korrekte arbeiten häufig – wie Ideologen – mit Feindbildern. Ein „falsches“  Wort kann dem Sprecher zum Verhängnis werden, es verhilft dem politisch Korrekten  zu einer Personifizierung seines Feindbildes. Dies setzt dann im öffentlichen Bereich häufig einen Prozess in Gang:  es  folgen  Aktionen, die einem polizeilichen Ermittlungsverfahren sehr ähneln, im Folgenden skizziert an einem Vorgehen in einem Verein:

Die verdächtige Person wird zunächst observiert, eine mögliche Zugehörigkeit zu politisch unkorrekten Gruppen geprüft, Beweismaterial  für das Täterprofil über das Internet ermittelt und schließlich eine Art Drehbuch für die Gruppe geschrieben: wer diffamiert den Täter, mit welchem belastenden Material, an welchem Ort? Letzterer muss für die Diskriminierung eine breite Öffentlichkeit sicherstellen, wie beispielsweise Vereinsversammlungen.

Dann erfolgt der „ZUGRIFF“.

„Recht sprechen“ in einem rechtsfreien Raum
Der normale polizeiliche Zugriff“ besteht im Überleiten einer bisher verdeckten Aktion in eine Festnahme. Im Rahmen der Politischen Korrektheit hat der Zugriff mehr Ähnlichkeit mit einem Zugriff aus Stasi-Zeiten: Diskriminierung des Täters als rassistisch,  nationalistisch, oder populistisch, und das vor aller Öffentlichkeit und ohne vorherige Anhörung.

Das Fallbeil ist gefallen.
Die verurteilte Person ist zum Schweigen verurteilt, Gegenargumente verhallen. Die Person  gilt von Stund‘ an als  „verbrannt“ –  oder wie im Mittelalter – als „vogelfrei“.  Ein vogelfreier Mensch im Mittelalter konnte sogar von jedem Bürger getötet werden – ebenso  ohne vorhergehende Anhörung. Das  „politisch korrekte“  Verurteilen, treffender: „Entsorgen“,  eines  Menschen  geschieht in einem rechtsfreien Raum, und das Alles nach einer, nicht nachvollziehbaren, subjektiven (Gruppen-) „Empfindung“.

Nebenbei bemerkt: Ähnliche Phänomene sind auch in der medialen Aburteilung von Menschen in der #metoo- Kampagne zu finden, oder auf dem US oder britischen Campus. Dort genügt der versehentliche Gebrauch eines Tabu-Wortes, genannt „Microagression“, und es folgen negative Konsequenzen für akademische Karrieren. Auch in Deutschland sind solche Fälle in der Szene bereits bekannt.

Man stelle sich vor: selbsternannte „Richter“ können existenzbedrohend handeln – ohne dass sie selber die Folgen ihres Tuns verantworten müssen. So kann beispielsweise eine Parteimitgliedschaft  heutzutage in Institutionen zum Mobbing oder Abmahnungen führen. Solche Inszenierungen politischer Korrektheit sind in der Öffentlichkeit kaum bekannt und werden  den Medien sorgfältig beschwiegen. Man kennt diese Geschehnisse nur vom Hörensagen.

Und der Rest ist Schweigen

Ein so gearteter rechtsfreier Raum fördert die Einschränkung der Redefreiheit durch die zahlreichen Möchtegern-Richter – nicht nur von Einzelpersonen, sondern auch Gruppen, wie Vereinen, usw. Cui bono? Nicht zum Nutzen der vermeintlichen Betroffenen, sondern nur des eigenen Wohl- und Wertgefühls. Das Ergebnis ist Willkür a la carte. Welch‘ menschenverachtende  Arroganz.

Wo bleibt eigentlich unsere Elite? Wo der „freie“ Bürger ? Vertreten sie alle dieses fatale Spiel einer politischen Korrektheit, ohne Rücksicht auf die Folgen? Norbert Bolz:  „Die größte Gefahr für die Demokratie ist das Schweigen der Vielen , die sich vom Paternalismus der Medienelite bevormundet fühlen.“/1/. Ihr Schweigen legt sich wie Mehltau über die Republik.

„Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch“
Dieses Zitat von Hölderlin gibt Hoffnung für eine Gegenbewegung, beispielsweise das  „Poetry Slam“. Ein Poetry-Slam ist ein literarischer Vortragswettbewerb, bei dem selbstgeschriebene, häufig humorvolle Texte vor einem überwiegend jugendlichen Publikum von zunächst namenlosen Autoren vorgetragen werden. Die Zuhörer küren anschließend den Sieger. Da ist sie: die Lust, die Freude auf Sprache, auf das Fabulieren, hier noch in Form einer Subkultur.

Es gibt inzwischen rund 100 jährliche Veranstaltungen zum Poetry Slam in Deutschland: Sprache wird gelebt als ein Phänomen des gemeinsamen, kreativen und freudvollem  Tuns mit Elementen aus dem Multi Media – Bereich, individueller Performance und Improvisationstheater. Diese Subkultur birgt unermessliche Potentiale der Freude, kann Freudefunken für ein gemeinschaftlichen Erleben und Erzählen zünden. Das ist gelebte Sprechkultur, etwa  als Pendant zum Bekämpfen einer Kunstsprache. Mit Lachsalven über das Gender GaGa /2/ könnte die ach so korrekte Sprache ins wohl verdiente Nirwana des Lächerlichen befördert werden.

 Links:
/1/ http://folio.nzz.ch/2018/juni/die-gedanken-sind-nicht-frei 

/2/ http://www.gendergaga.de/

Zuerst veröffentlicht auf AGENS“ agensev.de

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Franz Horste

Es besteht eine große Diskrepanz zwischen dem, was man sagen "darf" und dem, was die Leute denken. Als ich vor kurzem einen Leserbrief schrieb zum Thema "Burkini im Freibad" und ich mich dagegen wandte, erhielt ich telfonisch außerordentlich viel Zustimmung und Anerkennung. Ein Mann lobte mich, weil ich den Mut hatte so etwas zu schreiben. Genau das ist das Problem, die Menschen halten es für mutig ehrlich zu sein, weil man dafür mit Dreck beworfen werden kann. In Kempten haben sich die Bürger gegen einen Moscheebau entschieden, weil die Abstimmung (noch) geheim war. In München sind die Gutmenschen gegen die CDU auf die Straße gegangen, weil man sich öffentlich als guten Menschen präsentieren kann. Die, die mit der CDU konform gehen in der Asylpolitik, zeigen sich nicht öffentlich, damit sie nicht angefeindet werden. Die Wahlen im Herbst sind (noch) geheim. Wir werden das Ergebnis sehen.
http://wort-woche.blogspot.com/2018/07/messerstecher-in-bus-in-lubeck.html

Gravatar: Bernhard Lassahn

Unsinn. Das Buch von Birgit Kelle ist prima - hat aber mit Poetry Slam nichts, aber auch gar nichts zu tun. Poetry Slams sind Schutzzonen politisch korrekten Um-die-Wette-Dichtens. Da hört man nichts, was dem Sprachwächterrat missfällt. Das ist schon in den Selbstdarstellungen der Veranstalter festgeschrieben, die sich gegen sexistische, rassistische ... kurz gegen politisch unkorrekte Texte aussprechen und solche Texte ausschließen. Auch die Schriftsteller, die sich im VS organisiert haben, sind inzwischen angepasst. Ein Beispiel von erfolgreichem Poetry Slam sieht beispielsweise so aus: https://www.youtube.com/watch?v=NNqDyylis5M

Gravatar: Thomas Rießler

Lachsalven sind kein Ersatz für Wehrhaftigkeit. Das Mobben erfolgt derzeit noch, ohne dass persönliche Konsequenzen für die Mobber zu befürchten wären. Politisch korrektes Mobben ist daher ein gutes Betätigungsfeld für Psychopathen und Sadisten.

Gravatar: Der Fischer und seine Frau

Ja, und vor Allem schmeisst Stürmer online Beiträge, in denen sich die Autoren vergleichsweise kurz fassen, ohne Rücksicht auf Verluste raus, nur, damit der Herr Fischer das letzte Wort behält, wie langatmig, polemisch und ermüdend auch immer es ausfällt. Furchtbare Juristen, Folterer, Richter und Henker ...

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/nsu-wahn-und-wahrheit-fussnoten-zur-urteilsverkuendung-von-thomas-fischer-a-1219176.html

Also wieder einmal ein Versuch hier ...

'Oh je Simpson, Herr Fischer, das ist mir dann doch ein bisschen zu viel des Guten, um es bis zum bitteren Ende zu lesen.

Aber mit der "Freundin der Familie" ...

http://www.spiegel.de/forum/kultur/verrohung-der-gesellschaft-wenn-worte-waffen-werden-thread-474979-22.html#postbit_44937068

... Susanne Albrecht und Kolleginnen und Kollegen ...

https://www.youtube.com/watch?v=OG09rBAJMtc#t=1m23s

... ist doch das Problem, dass die nach relativ kurzer Zeit aus der Haft entlassen wurden, so weit sie überhaupt in den Strafvollzug kamen, und dass sie dann nicht nur GrundschullehrerInnen wurden, sondern auch im Stechschritt durch die Institutionen marschiert sind, um im Wesentlichen das deutsche politische Personal des 21sten Jahrhunderts zu stellen ...

http://www.spiegel.de/forum/panorama/gewalt-gegen-lehrer-wie-kann-man-paedagogen-besser-schuetzen-thread-12277-25.html#postbit_5052334

... und spätestens posthum zu "Heldinnen und Helden" verklärt zu werden ...

http://www.spiegel.de/forum/blog/exklusiver-text-von-ulrike-meinhof-diesem-deutschland-moechte-ich-alt-werden-thread-500235-1.html#postbit_47012036 ,

... ohne die die deutsche Demokratie und der deutsche Rechts - und Verfassungsstaat es ja niemals ins 21ste Jahrhundert geschafft hätte: Wir erinnern uns an die umfassenden Vorlesungen zum Strafrecht und zum Staatsrecht, die Frau Meinhof ihren Richtern im eigens in Stammheim errichteten Sitzungssaal hielt. Fällt einem irgendwie schwer, sich so etwas im Falle der im NSU - Prozess Angeklagten vorzustellen.

Was dagegen wirklich passiert, ließ sich beispielsweise bei der letzten Bundespressekonferenz ganz gut beobachten. Ein Journalist fragte die Frau Bundeskanzlerin, wie es dazu kommen konnte, dass die NSU - Akten in Hessen für 120 Jahre gesperrt sind. Frau Merkels Antwort auf diese Frage war das üblich eindeutige und unmissverständliche "aber nur vielleicht ein bisschen" ....

http://www.spiegel.de/forum/politik/merkels-moratorium-gabriel-wittert-geheimen-deal-mit-atomwirtschaft-thread-31537-27.html#postbit_7411519

... mit vorwurfsvollem Blick zum Narkolepsie - Regierungssprecher, weil sie den doch hatte wissen lassen, dass sie keine Fragen zum NSU - Prozess hören will.'

Gravatar: Blog rot forum rot memory rot link rot truth rot ...

... the whole world is rotten.


@ Der Fischer und seine Frau

Im zweiten Link in Ihrem Beitrag oben ist Herr Wal ...

https://i.pinimg.com/736x/ac/b9/fa/acb9fa2e62650da128360d0649366d13--gerhard-alternative.jpg

... zitiert, der an einen Link erinnert, der vor Jahren einmal bei Spiegel online eingestellt worden war, damals verbunden mit dem Hinweis, dass es einer Gesellschaft nicht zwingend und sofort anzumerken sein muss, wenn sie dabei ist, ganz fürchterlich zu entgleisen.

Der Link ist inzwischen tot, weil er, wie es bei YouTube heißt, in diesem Ihrem Lande nicht mehr erreichbar sei.

Das Video, das im Zitat des Herrn Wal verlinkt und aber nicht mehr erreichbar ist, das war dieses hier:

https://www.youtube.com/watch?v=LJWdi8bPR4Q

Gravatar: Eckharsd Kuhla

@Bernhard Lassahn
Natürlich ist Poetry Slam ein ganz anderes Genre als Birgit Kelles "Gender Gaga", warum wollen Sie mir denn meine Schlußpointe verderben......? Poetry Slam mit Statuten und Sprachwächtern, das kann schon sein, ist aber für mich eine contradictio in se . Es gibt auch ein kreatives Poetry Slam: "alles andere als politisch korrekt, aber dennoch irgendwie lustig.":
https://www.deutschlandfunk.de/der-geist-der-stets-verneint-die-oesterreichische.844.de.html?dram:article_id=388071

Gravatar: Thomas Rießler

PS: Leute, die organisiertes Mobben und Stalken lustig finden, sind auch nicht wesentlich besser als die eigentlichen Täter. Zuschauer- und Mitläuferrollen gehören zu dieser Inszenierung.

Gravatar: Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgesch*ssen

@ Thomas Rießler

Man sollte sich aber auch nicht irre machen lassen darüber, wer damit angefangen, mit Sch. um sich zu werfen, und wer nur mehr oder weniger verzweifelt zurückwirft.

Das deutsche Polit - Establishment hat die Kunst der Täter - Opfer - Perversion, des Machtmissbrauchs und der Denunziation in den vergangenen zwölf Jahren nämlich auf die absolute Spitze getrieben, und die / der Durchschnittsdeutsche bemerkt nicht, dass die Exekutive die eigentliche Täterin ist.

https://www.youtube.com/watch?v=heFH_knWTAw

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Zugriff! Oder: die Politische Korrektheit untergräbt die Redefreiheit“

Ist das nicht nur möglich, weil sich eine deutsche
Göttin(?) aufführt wie eine Feudalfürstin?
http://www.zuwanderung.net/2015/11/01/die-welt-merkel-regiert-im-stile-eines-feudalfuersten/

War folgende ´neuzeitliche` Geschichte nicht ´nur` unter dem Regime einer Merkel möglich???

„Deutsche Regionalpolitiker verbieten eine Veranstaltung mit einer jüdischen Referentin — wegen Verdachts auf Antisemitismus! Solche Absurditäten sind keine Seltenheit in einem Deutschland, das die Errungenschaften der Meinungs- und Versammlungsfreiheit Schritt für Schritt aufgibt.“ https://www.rubikon.news/artikel/das-ende-der-redefreiheit

Gravatar: Dirk S

Zitat:"die Politische Korrektheit untergräbt die Redefreiheit“

Dann haben wir in DE ja kein Problem, denn wir haben hier keine Redefreiheit, wir haben nur eine Meinungsfreiheit. Der Unterschied ist leicht erklärt:

Redefreiheit bedeutet, dass man seine Meinung frei sagen kann. Meinungsfreiheit bedeutet, dass man eine beliebige Meinung haben kann, aber nicht, dass man sie frei sagen kann.

Erscheint etwas spitzfindig, aber der Unterschied ist gewaltig.

Meinungsfreie Grüße,

Dirk S

Gravatar: harald44

Bekannt in meinem persönlichen Umfeld wurde mir kürzlich ein Fall, wonach jemand für das Schreiben eines Leserbriefes (mit einer einzigen Auschwitz-Frage) bei einem ONLINE-Medium zu einem Strafbefehl mit Geldbuße verurteilt wurde - es zu einem Prozeß kommen zu lassen, wäre vermutlich zwecklos gewesen - , obwohl der zuständige Redakteur den Blog zur Veröffentlichung freigegeben hatte. Nun ist in Zeiten der tagtäglich ausgeübten Zensur in den Redaktionsstuben der Zensor für eine Veröffentlichung sicherlich ebenso "schuldig" wie der Leserbriefschreiber "schuldiggesprochen" wurde, jedoch hat man von einer Verurteilung des zum System gehörenden Redakteurs nie etwas gehört.

Gravatar: Unmensch

Das Problem ist die Wertegemeinschaft! Denn eine Wertegemeinschaft ist zwar räumlich offen, aber nicht inhaltlich. Die linke Politik, die linken Medien, haben die Wertegemeinschaft als höchstes was sich denken lässt.
Deswegen wollen sie begrenzte Nationen abschaffen, deswegen wollen sie eine globale Gesinnungsdiktatur aufbauen.
Eine politische Partei ist eine Wertegemeinschaft, in einem Rechtsstaat könnte es viele davon geben. Aber dazu müsste man Unterschiede, Grenzen respektieren, ohne dem geht es nicht.
Dazu fehlt den linken Menschen die Fähigkeit. Die können das nicht, deshalb wollen sie alles zerstören was Grenzen hat, denn davon werden sie überfordert.

Gravatar: caesar

@ Dirk S.
Na ,ob man eine Meinungsfreiheit haben darf ,da bin ich mir nicht so sicher.

Gravatar: Karl Napp

Die Politische Korrektheit, mit der heute grün-rot eingefärbte Politiker, Leitmedien und Intellektuelle die Freiheit der Rede und Schreibe (und letztlich auch des Denkens) bevormunden und einschränken wollen ist von rufmörderischer Intoleranz geprägt.

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