Wie Deutschland mit Tieren und Tierschutz umgeht

Es ist eklatant widersprüchlich, unverhältnismäßig, nicht hinnehmbar und bedarf der Korrektur – Ein Urteil des Bundesverwaltungsgericht verfügt Weiterbau-Stopp der Autobahn A20, weil Auswirkungen auf Fische, Schleiereulen-Brutplätze und Fledermäuse nicht ermittelt sind – Aber wo bleiben die Proteste und Urteile gegen Windkraftanlagen, die massenweise Vögel töten? – Umweltverbände kämpfen um einen einzelnen Vogelhorst, aber nicht gegen Massenmord an Vögeln – Ihre Haltung ist an Widersprüchlichkeit schwer zu überbieten

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Abermals ein Weiterbau-Stopp für die Autobahn A20. Es geht um das rund 20 Kilometer lange Teilstück zwischen Wittenborn (bei Bad Segeberg) und der Autobahn 7 (A7) in Schleswig-Holstein. Den vorläufigen Stopp verfügt hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. Es folgt damit den vorgetragenen wasser- und artenschutzrechtlichen Bedenken der Kläger. Nun müssen die staatlichen Bauplaner zusätzlich noch ermitteln, welche Auswirkungen das Streusalz, das im Winter von der Fahrbahn geschwemmt wird, auf die Fische in den Gewässern der Umgebung haben wird. Zuvor hatten sie in dem Gebiet schon Haselmäuse umsiedeln müssen. Ferner müssen sie einem Hinweis auf Brutplätze der Schleiereule nachgehen und darlegen, wie die rund 30 000 Fledermäuse geschützt werden sollen, die die Kalkberghöhlen in Segeberg anfliegen. Diese Höhlen gelten als das in Europa größte  Winterquartier für diese Tiere. Geklagt hatten die Umweltschutzverbände BUND und NABU. Aber warum klagen sie nicht auch dann, wenn Windkraftanlagen Vögel zerschreddern?  Bitte hier weiterlesen

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Th. Nehrenheim

Der Bürger nimmt wahr, was ihm gezeigt wird, was er sehen möchte und was ihm wiederholend vorgehalten wird. Er nimmt nicht wahr, was er nicht gezeigt bekommt, was ihm schweres Unbehagen bereitet. Zwischen Wahrnehmung und Handlung als Konsequenz liegen weitere Schritte ...

Wir kümmern uns nicht darum, dass täglich Nutztiere geschächtet werden, ihnen bei vollem "Bewusstsein" die Kehle durchgeschnitten wird, weil ein Bundesgericht in Leipzig das Schächten als "religiöse Handlung" über den Tierschutz gestellt hat!
Wir kümmern und nicht darum, dass überall wo Bauplätze freigegeben werden, selbst wo nur Gartenanlagen umgestaltet werden, Pflanzenbewuchs mit Boden mit großen Maschinen auf LKWs geladen und abgefahren wird, inklusive der winterschlafenden Tiere dort drin, die sich nicht rühren können und ersticken oder zerdrückt werden.
Viele von und kümmern sich nicht darum, was ihnen beim Autofahren vor die Räder läuft. Schnell weiterfahren.
Aber formell hat alles seine Richtigkeit, denn für den Bauplatz ist ein Umweltgutachten von Biologinnen erstellt worden, in dem auch aufgeführt wird, welche biologische Insel das Grundstück in der Stadt darstellt usw. Und ein Gericht hat schon längst entschieden, dass einer, der für ein Tier auf der Straße bremst Schuld am Auffahrunfall haben wird.

Alles i.O., alles gut für den Schlafwandler.

Gravatar: Hans-Peter Klein

Ja und wo bleiben mal wieder die Zahlen und Belege?

Was heisst denn "Massenmord" , "massenweises Töten", "zerschreddern", etc.
denn nun konkret?
Zumindest ein paar Quellenangaben wären nicht schlecht.

Dass die Bienen und Insekten rein mengenmäßig deutlich abgenommen haben, naja, das bezweifelt wohl niemand. Das in Folge weniger Vögel Nahrung finden, wohl auch nicht.
Lag's an der Bio-Landwirtschaft?
Wohl auch nicht.

Und wie immer am Schluss, wie lautet denn Ihre Alternative,
denn nun konkret?
Etwa:
Mehr AKW, mehr Kohlekraft, mehr Verbrennungsmotoren, mehr Billigfleischproduktion, mehr Massenkonsum?
Old-school-Business as usual?

Dann wäre zumindest geklärt, in welche Richtung Ihre Stimmungsmache mal wieder geht.
EIKE lässt grüßen.
MfG, HPK

Gravatar: Hannes

Und das Muselpack darf sich auf die Religionsfreiheit berufen wenn sie Tiere auf wiederwärtigste Art und Weise zu Tode foltern, nur dass das Fleisch ihrem Irrglauben nach Rein sei...

Kranke Welt! Halal gehört ganz dringend verboten, ohne wenn und aber!

Gravatar: Markus

Ehrlich, ich glaube, die relative geringe Anzahl von Vögeln, die durch Windräder getötet wird, kann man vernachlässigen, wenn man in Gegensatz dazu die Tiere zählt, die in Zuchtanlagen unwürdig dahinvegetieren, bis der Tod sie erlöst. Oder, auch im Vergleich zu den bei Jadgen erlegten Tieren dürften die Windrad-Opfer gering ausfallen.

Gravatar: woku

Wenn es doch nur ums Geld geht ?!?!

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