Wie der Neid der Medien Annalena Baerbock das Genick bricht

Die Geschichte der Kanzlerkandidatur von Annalena Baerbock wird nie mehr werden als die Geschichte einer missglückten Kandidatur. Und der Mainstream selbst hat dafür gesorgt.

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Soviel ist sicher: Die Geschichte der Kanzlerkandidatur der Annalena Charlotte Alma Baerbock wird nie mehr werden als die Geschichte einer missglückten Kandidatur. Und der Mainstream selbst hat dafür gesorgt. Zwar war es das Netz, das, nachdem die Medien Baerbock praktisch schon zur Kanzlerin gekürt hatten – »Alle 11 Minuten verliebt sich ein Journalist in Annalena Baerbock« – Unstimmigkeiten in ihrem Lebenslauf hoch gespült hat. Nur! Das hätte niemals gereicht, sie zu stürzen.

Sicher, die Details, die Hadmut Danisch ans Licht gefördert hatte und die unprofessionelle Handhabung der Korrekturen durch jene Grünen, die Zugriff auf Baerbocks Home-Page hatten, hätten ein paar kleine Kratzer an der pausbäckigen, seifenblasenden Dame hinterlassen. Aber zum Desaster wurde alles erst, als die Journalisten des Mainstreams sich nicht mehr zurückhalten konnten. Sie begannen, zunächst knapp, zu schreiben.

Denn Hadmut Danisch hatte eine potentielle Nachricht auf den Markt in einer Kleinstadt getragen. Dort hatte sie sich zuerst gut und dann blendend verkauft. Mit Sicherheit ist die Zahl der Klicks auf seine Website in die Höhe geschossen. Der Erfolg sprach sich rum und erreichte irgendwann als Gerücht die Märkte der großen Städte. Das aber weckte Neid.

Die Journaille bei FAZ, taz und Spiegel mag bis unter die Halskrause politisch links-grün sein – aber etwas anderes ist ihnen noch wichtiger, als der Erfolg der Grünen bei einer Wahl und sei es auch die Bundestagswahl: Der eigene Erfolg als Schreiber auf dem Medienmarkt.

Da lag sie nun, die lecker riechende Nachricht, die von einem unbekannter Blogger im Zustand eines lizenzfreien Häppchens präsentiert worden war. Sie war noch nicht groß. Aber sie konnte groß werden. Und sie war aktuell, denn die Grünen sorgten mit ihren laienhaften Änderungen permanent dafür, dass sie duftend warum blieb. Das war zu verlockend.

Und als die Nachricht von den Änderungen am Lebenslauf im Grund gerade anfing, abzukühlen – hätten sie doch nur noch ein, zwei Tage gewartet –, da griffen sie zu und trugen die köstliche Speise als eigene Kreation selbst auf den Markt. Welt und FAZ wiederholten teilweise wortwörtlich, was Hadmut Danisch schon 14 Tage zuvor auf seinem Blog genüsslich berichtet hatte. Sie holten sich ihr Stück von dem Kuchen. Wer will als Journalist nicht später seinen Enkeln erzählen können: »Ich habe eine sichere Kanzlerin durch meine Meldung verhindert.«

Richtig! Da kann kein Schreiberling widerstehen. Ich könnte es auch nicht.

Allerdings stehe ich, anders als die Journaille, Annalena Baerbock auch politisch nicht nahe. Doch den grün-roten Redakteuren ist das Hemd näher als die Jacke. Sie nutzten die Gelegenheit, sich auf Kosten der Kandidatin zu profilieren. Teilweise gaben sie sich als die aus, die Baerbock enttarnt gehabt hätten. Schamlos verschwiegen sie den Urheber der Enthüllung. Ein Wettstreit unter Plagiatoren setzte ein.

Im Endeffekt rollte nun eine zweite Welle über die Kanzlerkandidatin der Grünen hinweg. Und diesmal beteiligte sich der versammelte Mainstream. Selbst die taz ließ es sich nicht nehmen, von »unprofessionellem« Vorgehen der Grünen zu schreiben. Die im April noch Gelobte stürzte ab und sie wird auch nicht wieder nach oben gebracht.

Denn nun lauert nicht nur Hadmut Danisch auf neue Fehler. Das gesamte Netz lässt keinen Stein auf dem anderen stehen, um am nächsten Morgen mit einer neuen Nachricht zu punkten. Recht so! Denn das ist die eigentliche Aufgabe von Redakteuren. Hat Frau Baerbock auch nur eine weitere Lüge oder Hochstapelei in ihrem Lebenslauf eingebaut, dann sollten die Grünen in den sauren Apfel beißen und Annalena Baerbock zum Rückzug bewegen. Weil, soviel ist sicher: Jetzt findet die Meute alles und jedes. Hadmut Danisch hat erst gestern und vorgestern die nächsten Unstimmigkeiten gefunden.

Am Ende haben Neid und mediale Konkurrenz die Kandidatur der Annalena Baerbock fürs Kanzleramt zunichte gemacht. Die Macht der Medien mag also, anders als die der politischen Institutionen, unkontrollierbar sein. Sie können einen inkompetente, weder besonders attraktive noch besonders intelligente Frau zur Kanzlerkandidatin erheben – aber trotzdem unterliegen auch sie den niederen Instinkten wie Geltungs- und Profilierungssucht. Denn auch das sollte klar: Keiner der Redakteure der Journaille schrieb auch nur einen Artikel gegen Frau Baerbock, weil er aufklären wollte. Sie alle waren vom Neid auf den Blogger vom Lande getrieben.

Die Freude über diesen vom Mainstream angerichtet Schaden darf insbesondere Hadmut Danisch genießen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Karl Napp

Die grün-rot verseuchten dt. Staatssender ARD/ZDF stellen die Grünen als oberkluge Politgiganten dar. Die viel größere Franktion der AfD hingegen wird totgeschwiegen. Verlogene Info durch Verschweigen nennt man das. Sieht man sich die Ausbildung und die Berufswege der AfD - Abgeordneten an und vergleicht sie mit denen der Grünen (in der Regel kaum vorhanden oder abgebrochen), dann sieht man, wo Fleiß, Geist und Können sitzen: Jedenfalls nicht bei den Grünen. Die sind i.d.R. gelernte und geübte Schwaller und Schwätzer.

Gravatar: Causa

...bin gespannt, ob es genügend mitdenkende deutsche Wähler gibt, die die Grünen und LINKEN dort hin schicken, wo sie hingehören: in den Keller!

Gravatar: Demnächst in diesem Theater: Wollt Iiiihrrr die totaaale Glotze?!

Ach ja, der Neid der Medien, der Mainstream. Vielleicht geht's beim Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda demnächst ja mit Himmler weiter ...

https://www.spiegel.de/kultur/tv/zdf-intendantenwahl-so-wollen-tina-hassel-und-norbert-himmler-den-sender-veraendern-a-504dcf4b-ca83-41f6-8918-4bda8cc300db .

Schönere Musik in deren Ohren wäre nur Göbbels, aber der steht derzeit leider nicht zur Verfügung. Eine Hunnin und vereinte ProletArierIn ist aber wahrscheinlich ähnlich gut.

Gravatar: Oskar

@ Alexa

Hallo Alexa, danke für die freundlichen Worte. Das tut gut.

LG
Oskar

Gravatar: Alexa

Oskar, guten Morgen,

Ihr Kommentar - einfach wunderbar. Ich schließe mich uneingeschränkt an. Danke!

Nun kann der Tag kommen.

LG
Alexa

Gravatar: Hajo

Was bedeuted schon der Mainstream? Der ist nur so stark wie seine Leser und Zuschauer doof sind und das hat sogar schon mal ein Schwarzer Sozialist von sich gegeben mit der Bemerkung, die meisten würden ehedem nur von der Dummheit ihrer Bewunderer leben und das hat sich fortgesetzt bis zum heutigen Tag und was muß denn noch alles kommen bis die mal aufwachen und die Akteure realistisch betrachten.

Das ist gar keine Politik, sondern nur Schauspiel in schlechter Qualität im Auftrag jener die nicht gewählt wurden und ihre Marijonetten für sich agieren lassen und die Mehrheit geht immer noch von der Annahme aus, daß hier regiert wird, reagiert auf Anordnungen wäre die richtige Bezeichnung , dann hätte man den Nagel auf den Kopf getroffen.

Gravatar: karlheinz gampe

Pfusch am Bau und auch im grünen Lebenslauf fliegt oft auf. Besser früh als spät!

Denn es grünt so grün, wenn Baerbock grüne Blüten(Stilblüten) blühen.

Gravatar: Achmed

Na, gottseidank hat sich das für die du**e K** erledigt. Jetzt bekommt endlich Goofy seine Chance!

Gravatar: Oskar

Neid auf DIE?
Ich bin glücklich, wenn wir davor bewahrt werden diese
schreckliche Schratelstimme nicht vier Jahre lang hören müssen.
Und überhaupt.

Neid war vorhanden gegen Präsident Donald Trump.
Neid auf seinen großen Reichtum. Kein Präsident war je
so reich. Neid weil er im Alter noch relativ gut aussieht.
Neid von einigen Kerlen auf seine Ehefrau.
Neid auf seine wohlgeratenen Kinder die fest zu ihm
halten.
Neid auf seine Millionen Anhänger, Fans, Supporter die
ihn lieben.
Neid auf das was er geschaffen hat.
Bücher geschrieben. Unternehmen aufgebaut, Hotels,
Golfplätze, Wohnhäuser und anderes .Neid auf seine erfolgreiche Karriere als Showmaster,
mehr als 10 Jahre.
Neid auf seinen hohen IQ von 149, das ist Genie.
n

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