Wer Grün will, wählt den Krieg

In diesen Tagen werden aus der Führungsspitze der Partei „Die Grünen“ prominente Stimmen laut, die sich einen Einsatz der Bundeswehr im Persischen Golf durchaus vorstellen können.

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In diesen Tagen werden aus der Führungsspitze der Partei „Die Grünen“ prominente Stimmen laut, die sich einen Einsatz der Bundeswehr im Persischen Golf durchaus vorstellen können. Das ist kein Wunder, wenn man sich über die Förderung des völkerrechtswidrigen Krieges gegen die Bundesrepublik Jugoslawien 1999 die Mutation der Partei „Die Grünen“ von der Kerntruppe der sogenannten „Friedensbewegung“ hin zur aktiven Förderung amerikanischer Globalaggression seit Petra Kellys Zeiten ansieht. Seit diesem „Geniestreich“ der politischen Manipulation, der auf Dauer mit dem Namen von Herrn Joschka Fischer verbunden ist, kann man sich in Deutschland auf eines verlassen: Wenn es um Krieg und seine Unterstützung aus Deutschland geht, sind die Grünen bei der Stange. Schlimm genug, vor allem deshalb, weil es die Grünen gewesen sind, die unter Herrn Fischer der einst machtvollen Friedensbewegung das Rückgrat gebrochen haben. Von der damaligen Umwidmung aller Werte hat sich die Friedensbewegung bis heute nicht erholt.

Dabei deuten die Einsatzphantasien aus der grünen Parteispitze auf einen anderen Umstand innen-und außenpolitisch hin. Damit wird in einem Kernbereich vor jeder deutschen Regierungsbildung die NATO-Kriegsgefolgschaft für eine künftige und neue Regierung sichergestellt. Das zu einem Zeitpunkt, wo unter der umsichtigen außenpolitischen Weichenstellung durch den Übergangs-Fraktionsvorsitzenden der SPD, Herrn Dr. Mützenich aus Köln, der Versuch unternommen wird, deutsche Politik in der Friedensfrage wieder auf das Grundgesetz, das Völkerrecht und die internationale Diplomatie zurückzuführen. Mit der SPD scheint hier nicht das machbar zu sein, was in den Personen Kramp-Karrenbauer und Harbeck wie ein künftiges schwarz-grünes Handlungskonzept daherkommt. Das könnte schneller der Fall sein, als den meisten Deutschen bewußt ist.

Bereits die September-Wahlen in Österreich versprechen Aufschluß über ein künftiges schwarz-grünes Regierungsmodell in Deutschland: Wien als Testlauf für Berlin. Anders kann. man die Wut und Verbissenheit nicht werten, mit der in Österreich der bisherige Koalitionspartner ÖVP gegen Führungspersonen des Koalitionspartners FPÖ schießt. In Österreich führt dieser Weg in eine andere Koalition, in Deutschland aller Wahrscheinlichkeit nach in einen Kriegseinsatz, der sich vorher die genehme Regierung gesucht hat.

Dabei wäre eine Kriegs-bestimmte deutsche Regierungskoalition zwischen „schwarz und grün“ nur Ausdruck einer parteiübergreifenden Entfernung eines bisherigen Partei-Markenkerns, die deutsche Parteien derzeit geradezu übergreifend auszeichnet. Die deutsche Öffentlichkeit hat es sich angewöhnt, mit der Agenda 2010 diesen Umstand bei der SPD festzumachen. Die SPD büßt dies bis heute und nähert sich der Dimension einer Splitterpartei. Die Linke verkörpert die Erinnerung an „den Sozialismus“, wie sie selbst auf Plakaten wieder deutlich macht. Die FDP steht für „shareholder value“ wie keine andere Partei und damit alles das, was den deutschen Sozialstaat in die Zange genommen hat. Die Grünen haben auf den Markenkern des „politischen Arms“ der Friedensbewegung verzichtet und damit der deutschen „Zivilgesellschaft“ eine existentielle Lücke beschert. Die CDU/CSU hat über die Entscheidung des Bundeskanzlerin in Sachen Migration vom 4./5. September 2019 sich für den „fortdauernden Verfassungsbruch“, wie es sinngemäß der ehemalige deutsche Verteidigungsminister, Herr Prof. Dr. Rupert Scholz in der Presse zum Ausdruck brachte, entschieden. Wen und was repräsentieren politische Parteien, die in Summe nicht mehr ihren „Marken-Kern“ zum Ausdruck bringen? In der Kriegsfrage und dabei nicht nur im Persischen Golf dürfte diese Frage für alle Deutschen von übergeordneter Bedeutung werden.

Willy Wimmer, 6. August 2019

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Wolfgang Brugger 08.08.2019 - 21:55

Ich stimme Ihnen in Ihrer Analyse und den Gleichnissen in vielem zu, aber nicht in allem.
Egal, sie machen sich jedenfals tiefere Gedanken, gute Voraussetzungen für konstruktives ringen nach besseren Lösungen.

MfG, HPK
urgrüner Ex-Grüner

Gravatar: Vision-ost

Zum Thema "Grün"-
man muss schon blau sein um grüne zu wählen

Wer Grün wählt muss bestraft werden. Wer mit "Grün"
koaliert, der stets verliert. Ja noch mehr, denn sie sind wie angegeben, eine Kriegspartei. Passt, in ihr Klimaprogramm weil das Klima ja Menschen gemacht ist. Je mehr Menschen getötet werden umso mehr können wieder frei aufatmen. Da wird ja auch automatisch weniger Auto gefahren weniger Rindviecher geschlachtet, danach werden auch Brauereien geschlossen. Konzentrierter Alkohol wird Null gefahren, die entstehenden Dämpfe könnten ja die Köpfe benebeln.
Vergleichen wir vor 300 Jahren gab es ca. 1Mrd Menschen - heute sind es fast 8 x so viele. Damals waren noch die Regenwälder intakt, es fuhren auch keine Autos, keine Flieger und auf dem Wasser wurde noch gesegelt. Gefeuert wurde fast ausschließlich mit Holz (kanten damals schon das Wort regenerative Energievorkommen) ha,ha!!
Kriege gab es auch, weil, es waren zu viele Gegner da. Gegner die den Frieden in der Bevölkerung störte, eigentlich wie heute bei den "Grünen".
Bleibt nur, lieber eine weiße - Maus Partei wählen als die "Grünen". Die sollen möglichst weit unter 5% unverbesserliche bei den Wahlen bleiben.
Warum sprechen wir von Angst vor der künstlichen Intelligenz, die natürliche Intelligenz wird ja in den Schulen nicht mehr gefördert. Gefordert auch nicht mehr, weil, dann ist man ja gleich ein Nazi oder Dumpfbacke oder einfach nur ein "Blauer"
Das sind nicht nur Visionen - ost, dass ist leider schon fast Wirklichkeit. Oh Zukunft, mir grault vor dir!

Gravatar: Wolfgang Brugger

Die Grünen haben alle ihre Ideale verraten. Sie tarnten sich anfangs als Friedensaktivisten, Kämpfer gegen Atomenergie und Gegner des Monopolkapitalismus, befürworteten aber später alle grundgesetzwidrigen Kriege der BRD als humanitäre Interventionen, setzen sich vorbehaltlos für die EU der Banken und globalen Konzerne ein und vertreten nun den von der Atomlobby lancierten CO2 Schwindel.
Inzwischen haben sie sich zu einer Sekte entwickelt. Schon Jesus gingen Personen auf die Nerven, die auf penetrante Weise beanspruchten, bessere Menschen zu sein. Heutzutage würde der Text Lukas 18.9ff wohl so lauten. “Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten; der eine war ein Grüner, der andere ein AfD Sympathisant. Der Grüne stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet. Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Dieselfahrer, CO2 Leugner, Fossilenergieverschwender, Fleischfresser, Zuckerschlecker, Drogengegner, Schulnotenfetischisten, Sicherheitsfanatiker, Trump-, Orban-, Polen-, Russland-, Italien- und Deutschlandversteher, EU-Feinde, Verteufler humanitärer Friedenskriege, Schwulen- und Frauenhasser, Rassisten, Rechtsradikale, Volksverhetzer und Spalter und dieser AfD-Nazi dort.” Lukas prophezeit “Wer sich erhöht wird erniedrigt”
Wird sich die Grün-Sekte durchsetzen? Pharisäer und Gutmenschen gibt es zwar genug, aber sie wollen auch bedient werden. Nur so gewinnt man Wahlen. Die Grünen bedienen Eigenheimbesitzer mit der Einspeisevergütung für Solarstrom, zivilisationsmüde Romantiker, Drogenabhängige, Asketen, Anarchisten aller Art, Antisoziale, Kriegstreiber und Paranoiker die sich durch das Treiben der Normalmenschen in Lebensgefahr wähnen und sich als weltrettende Superhelden fühlen. Derartiges Gedankengut ist wahnsinnig gefährlich.

Gravatar: Aspasia

Josef Martin Fischer von den Grünen äußerte sinngemäß, daß man den Deutschen das Geld wegnehmen müsse, egal wofür und für wen, man könne es auch verschleudern, "Hauptsache, die Deutschen haben es nicht mehr." Dann paßt den Grünen eine deutsche Kriegsbeteiligung genau in ihr Konzept. Die Grünen haben die Doktrin eines Walter Lippman und Selfton Delmer eins zu eins umgesetzt und zwar mit deutscher fanatischer Gründlichkeit - die sie ja sonst angeblich verteufeln - um sich und uns abzuschaffen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

@ Max Moritz 07.08.2019 - 14:56

... „UN-Mandat hin oder her, der unmittelbare Krieg, das nicht aufhörende Morden waren danach erstmal vorbei, die Karadcics, Mladics, usw. waren erstmal weg vom Fenster.“ ...

Dabei war es zum Erhalt des Friedens in der Welt auch völlig rechtsstaatlich(?) und selbstverständlich(?), dass es zu „Kollateralschäden“(?) wie der Bombardierung von Zivilisten in Varvarin, zu durch Splitterbomben durchsiebten Körpern in Nis und zu vom Bombenhagel auf das Gebäude von Radio-TV Serbien getötete Journalisten etc. kam!?

Ließ sich das linke Spektrum nicht auch deshalb von den Argumenten über Humanität und Menschenrechte vereinnahmen und unterstütze - wenn auch nicht einstimmig - den militärischen Kampf gegen das „Belgrader Regime“???
http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/jugoslawien/schuetz.html

Gravatar: Max Moritz

Der Jugoslawien - Krieg begann 1991, was hätte die Bundesregierung denn machen sollen 1999?

Nach 7 Jahren Bürgerkrieg, Srebrenica, Bilder von Massengräbern, usw. konnte die damalige Bundesregierung doch nicht weiter zuschauen, wie in unserer unmittelbaren Nachbarschaft ein brutaler Bürgerkrieg tobt.

UN-Mandat hin oder her, der unmittelbare Krieg, das nicht aufhörende morden waren danach erstmal vorbei, die Karadcics, Mladics, usw. waren erstmal weg vom Fenster.
MM

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „In diesen Tagen werden aus der Führungsspitze der Partei „Die Grünen“ prominente Stimmen laut, die sich einen Einsatz der Bundeswehr im Persischen Golf durchaus vorstellen können.“ ...

Ja Himmel, Sackl Zerment und zugeflickt – dass sollte man doch schon deshalb verstehen, weil die Grünen „für Frieden und Menschenrechte“ einstehen https://www.gruene.de/themen/frieden-und-menschenrechte
und sicherlich deshalb die „kriegsfreudigste Partei im Bundestag“ darstellen!!!
https://www.youtube.com/watch?v=E9suk9wTCok

Gravatar: Manni

Baut den Flugzeugträger den diese Politstatisten haben wollen, aber nicht um Kriegsspiele zu spielen sondern das alle Politkasper der Altparteien dort einziehen und auf nimmer wiedersehen die weite Welt kennenlernen. Sollten dieser unfähige Haufen Russisches Gebiet übertreten was natürlich passieren könnte aus reiner Dusseligkeit wäre ein Torpedo für dieses Land ein Glücksfall.(Vorrausgesetzt die haben von der Seefahrt die Schnauze voll und wollen dieses Land wieder in Besitz nehmen)

Gravatar: GFC

Ganz abgesehen von dem, was die Grünen an Kriegspläne möglicherweise vorbereiten, stellt sich die einfache Frage: mit welchen militärischen Mitteln wollen die Grünen Krieg führen? Deutschland hat praktisch kein Militär mehr. Keine einsatzfähige U-boote, ganze vier einsatzbereite Eurofighters, usw. usf. Vielleicht wollen sie die paar A400M, die die Luftwaffe fliegen, mit Antifa-schlägertrupps aufladen und die losschicken, haha.

Gravatar: Hans Schlenstedt

Bravo, recht so Herr Wimmer. Wieder einmal einen Treffer gelandet.

Gravatar: germanix

Exakt beschrieben! Die Grünen mit ihrer Friedensmantel-Tarnung müssen als Aggressor aufgebracht und plakativ als Kriegsstifter entlarvt und angeprangert werden.

Wenn die Klima-Aktivisten zumindest noch dabei eine Friedensstiftende Rolle spielen würden, dann dürfte keiner dieser "Weltverbesserer" die Grünen wählen!

Gravatar: Karl Biehler

Herr Wimmer bringt es wie immer, auf den Punkt!

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