Wenn der Strom ausfällt

Die unterdrückte Blackout-Gefahr – Der länderübergreifende Total-Ausfall von Strom wird immer realistischer – Die Kohle- und Kernkraftwerke sind unentbehrlich – Mit wetterwendischem Strom durch Sonne und Wind ist die Stromversorgung nicht mehr sicher genug – Ohne Strom ist alles tot

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Es ist nun schon etwas her, aber als drohende Gefahr doch weiterhin aktuell: Am 8. Januar ist das europäische Stromverbundnetz haarscharf an einem Zusammenbruch vorbeigeschrammt. Um 14:04 Uhr führte ein schwerwiegender Zwischenfall zu einer Netzabtrennung.  Das Auslöseereignis fand in Kroatien statt. Dadurch kam es in einer Kettenreaktion zu einer Überlastung von dreizehn weiteren Knotenpunkten in Südosteuropa. Diese haben sich zum Eigenschutz vom Netz getrennt. Das hat dazu geführt, dass sich  das europäische Stromverbundsystems in zwei Teile aufspaltete. Im nordwesteuropäischen Netzteil kam es zu einer Leistungsunterdeckung, wodurch die Frequenz extrem rasch bis auf 49,746 Hertz sank. Im südöstlichen Teil ergab sich dagegen ein Leistungsüberschuss, so dass dort die Frequenz kurzfristig stieg auf 50,6 Hertz.

Die Kohle- und Kernkraftwerke sind unentbehrlich

Retter in dieser Notlage waren in der nordwesteuropäischen Verbundzone die noch vorhandenen Dampfkraftwerke (Kohle, Kernkraft). Deren automatischen Regelungen vermochten in weniger als 20 Sekunden die Netzfrequenz in ihren Zonen zu stabilisieren. Glück spielte dabei allerdings auch eine Rolle, und deutsche Dampfkraftwerke haben dabei mitgeholfen. An jenem Januar-Freitag nämlich wehte in ganz Norddeutschland kein Wind. Auch die Sonne fiel aus. Im übrigen Deutschland war von beidem ebenfalls nicht genug vorhanden. Es gab also im Netz nur wenig Wind- und Solarstrom, sondern weit überwiegend Strom aus den Dampfkraftwerken. Diese herkömmlichen Kraftwerke deckten an diesem Tag ab, was Wind und Sonne nicht zustande brachten.   Bitte hier weiterlesen

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Sie schreiben:

"Was war denn jetzt die Rettung:
- das europoäische UTCR- smart grid (Netztrennung, Lastabwurf) oder
- die trägen deutschen Dampfturbinen, wie Sie und der Artikel es hier darstellen.
Gerne überlasse ich Ihnen wieder das letzte Wort."

Ja, genau, Herr Klein, Netztrennung und Lastabwurf, davon träumt Ihr Grünen. So wie vor drei Wochen in Texas. Das war dort für 30 Menschen das letzte Wort. Sie starben, weil bei - 20 Grad ihre Heizung eine Woche lang ohne Strom für die Regelung stillstand. Könnte unseren Heizungsregelungen im Winter auch passieren, wenn unser Strom nur noch aus Wind und Sonne kommt.

Über so etwas macht man keine Witze. Deshalb brauchte ich jetzt in der Tat ausnahmsweise das letzte Wort.

Gravatar: Hans-Peter Klein

Ach, der liebe Herr Behr,
dieses mal glaubt er, mir sogar eine "logisch falsche Argumentation" nachgewiesen zu haben.

Das ist ja echt 'n Ding, bzw. wäre ein eben solches.
Wenn's stimmte: Asche auf mein Haupt.
Wenn nicht: schaun wir mal.
Also:

Da habe ich doch tatsächlich geschrieben, das der Artikel durchgehend "suggeriert" , dass das ganze Dilemma der Netzstabilität von PC+Wind herrührt, "behauptet" hingegen habe ich tatsächlich, dass laut Artikel der "Retter in der Not" laut Artikel "fälschlicherweise" die deutschen Dampfturbinen waren.

Dann kommt als die technische Lösung dieses Problems (Ausfall des europäischen UTCR-Stromnetzes), die ingenieurwissenschaftliche Begründung indem verlinkten Artikel, nämlich: Aktive Netztrennun von Südosteuropa und aktiver Lastabwurf in Italien und Frankreich, nach ca. 1h wurde Südosteuropa wieder aufgeschaltet und alles lief wieder prima.

Stimmt alles, haargenau.

Die "logisch falsche Argumentation" kann ich immer noch nicht erblicken.

Aber erhellen Sie uns mit Ihrem aufklärerischen Blick, z.B. indem Sie mal auf die Sache selbst eingehen.

Was war denn jetzt die Rettung:
- das europoäische UTCR- smart grid (Netztrennung, Lastabwurf)

oder
- die trägen deutschen Dampfturbinen, wie Sie und der Artikel es hier darstellen

Gerne überlasse ich Ihnen wieder das letzte Wort.

Finito meinerseits.
MfG, HPK

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Sie schreiben heute um 07.04 Uhr:

"Es macht schon noch einen Unterschied ob man schreibt, der Artikel "suggeriert" dies und das, wie ich es getan habe, oder man dies und das tatsächlich behauptet,..."

Und am 04.03. um 11.34 Uhr schrieben Sie:

"Desweiteren steht im Link-Artikel, ganz anders als wie im hiesigen Artikel fälschlich behauptet, Stichwort: "Retter in der Not", es nicht die deutschen Dampkraftwerke angeblich waren, die das Netz stabilisierten, davon ist da nirgendwo die Rede."

Wenn ich das richtig lese, steht dort "wie im hiesigen Artikel fälschlich behauptet". Das Wort "suggeriert" steht dort nicht.

Diese Ihre Argumentation erhellt nun allerdings den Grund für Ihr breitflächiges Gelaber, das Sie uns hier immer wieder anbieten. Der zusammengeschusterte Worthülsenbrei eröffnet Ihnen mehr Ansatzpunkte, sich aus einer logisch falschen Argumentation wieder herauszuwinden.

Gravatar: Egon Dirks

Werter Dr. Klaus Peter Krause,...

...ich habe schon angedeutet, dass bei Darstellung von Blackouts bei Ihnen immer wieder Unregelmäßigkeiten passieren. Blackout, großflächiger Stromausfall ist mir nach, ein Havarie-Regime, das NUR als Folge einer Havarie im Netz passiert, die mit dem plötzlichen Ausfall von großen Mengen der Generierleistungen verbunden ist und zum Ausfall aus dem Synchronismus der restlichen Generatoren führt und das folgende wildes „Spiel“ der Frequenz kann zu großflächigen Abschaltungen und Stromverlusten führen , in einigen Staaten wird das Havarie-Regime als „Tanz der Frequenz“ genannt, wichtig ist, dass bei NORMALEM Betrieb des Netzes, kann es zu KEINEM Blackout kommen, da muss man Blackout nicht mit Störungen verwechseln, da war Hannover (nur die Stadt!) Mal mehr als 2 Stunden komplett ohne Strom, dasselbe war in Teilen Berlins, wenn die Reparatur und Inbetriebnahme auch tagelang dauern werden, mit Blackout hat das nichts zu tun! ABER, das kann Situationen geben, wieder die Störungen in Stationen oder schweren Verbindungsleitungen, wo in manchen Energieknoten der Verbrauch höher ist, als die Generierleistung, was zu rascher Senkung der Frequenz führt, wieder ABER in allen Industriell entwickelten Staaten EBEN um Blackout (Tanz der Frequenz) nicht zuzulassen gibt es die bis zu 3 Zeitstufen (in versch. Ländern versch. Normen auf Frequenz, Zeit und Zahl von Stufen) Sicherungen zur Frequenzentlastung mit automatischer stufenweise Abschaltung vom Verbrauch und vorgesehene folgende Trennung des gesundes Teil des Netzes von Havarie betroffenem Teil und diese Sicherung funktioniert weltweit wunderbar und deshalb ist für mich das FAST-Blackout soviel, wie Lauterbachs und-und... Schrecken von Corona -Wellen und so weiter, und so fort, da kann man viel Schreiben, aber nur eins noch... Immer mehr Wind- und Solarstrom im Netz sind FAST-Blackout gefährlich, aber zum beschriebenem Fall haben wir das nicht gesagt! Schön, nicht wahr? Hab geschrieben, lässt die GRÜNE EE Deppen noch zehntausende Windmühlen reinstecken und Millionen Dächer solar pflastern das ändert in unserer Stromversorgung nichts, BIS die vorhandene Dampfkraftwerke am Netz hängen, lesen sie doch das, was Manfred Hessel vorschlägt, also. schauen wir, was das nächste Jahr bringt und Killer des grünen Blödsinns wird die FREQUENZ, davon habe ich noch 2009. mit Inbetriebnahme von Alpha Ventus gewarnt...

Beste Grüße.

Gravatar: Hans Diehl

Manfred Hessel sagt am 04.03. um 12.57 Uhr.

... bin ganz Ihrer Meinung ! Sie haben es genau erfaßt , aber bei @HPK ist es schon immer üblich gewesen, Daten und Fakten zu widersprechen. Aber den Begriff " fundiert" würde ich mal weglassen. Das ist nichts als dummgrünes Geschwafel.


@ Manfred Hessel.
Dann schauen Sie sich mal den Beitrag des H.P. Klein vom 05.03. um 7.04 Uhr an.
Wo er dem E.F. Behr wie folgt schreibt.

Zitat:...Wie stehen Sie denn dann zur aktiven Netztrennung und zum aktiven Lastabwurf, wie im Link-Artikel ausführlich dargelegt?... Zitat Ende.

Das ist doch Daten und Fakten fundiert, wie H.P. Klein deutlich macht, dass es nicht die Dampfturbinen waren, die den Blackout verhindert haben, wie E.F. Behr in den Raum stellt, sondern – von Experten bestätigt – Lastabwurf und Netztrennung.

Gravatar: Werner

Dr. Klaus Peter Krause
„Am 8. Januar ist das europäische Stromverbundnetz haarscharf an einem Zusammenbruch vorbeigeschrammt. Um 14:04 Uhr führte ein schwerwiegender Zwischenfall zu einer Netzabtrennung.“

.............

Nur hatten wir in Deutschland am 8. Januar 2021 zwischen 14:00 bis 15:00 Uhr genügend Strom.

Wir haben sogar ca. 820MW um 14:00 Uhr Exportiert in das Ausland und um 14:15Uhr auch 840MW.

Deutschland hatte einen Strom Überschuss am 8. Januar 2021 und das durchgehend den gesamten Tag.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Ernst-Friedrich Behr 04.03.2021 - 16:17

Es macht schon noch einen Unterschied ob man schreibt, der Artikel "suggeriert" dies und das, wie ich es getan habe, oder man dies und das tatsächlich behauptet, wie Sie es mir wiederum unterstellen, ich es aber faktisch nicht getan habe.

Sie bleiben also dabei, dass die deutschen Dampfturbinen den Netzzusammenbruch am 08. Januar verhindert haben.

Wie stehen Sie denn dann zur aktiven Netztrennung und zum aktiven Lastabwurf, wie im Link-Artikel ausführlich dargelegt?

Wie stehen Sie denn zu den aktiv geschalteten Großspeichern des Artikel-Autors, die speziell konstruiert und ausgelegt sind, minimale Frequenzabweichunge an bestimmten Netzknoten zu kompensieren?

Das sind zugegebenermaßen ganz neue Denk- und Lösungsansätze, typisch für die Macher der Energiewende.
Mal was ganz anderes, wie das was Sie kennen und hier immer wieder propagieren.
MfG, HPK

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Egon Dirks 04.03.2021 - 14:41

Der gute, alte Herr Dirks weiß also nach Jahren der Diskussion immer noch nicht wie Solar -und Windstrom ins Netz kommen, das ist schade.

Ich könnte Ihnen nun erklären, wie Kuhscheiße aufs Dach kommt.
Zu Ihrer eigentlichen Frage verweise ich Sie besser auf die Fachleute der 4 großen Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50Hz, Tennet und Transnet BW.
Die können Ihnen das mit garantierter Sicherheit bis aufs letzte Volt und Ampére genau verklickern. Ob Sie es annehmen weiß ich nicht.

Ach ja,
immer wenn ich Ihre Beiträge lese, geht mir eine Stelle der Bibel durch den Kopf. Ich glaube es war die Stelle mit dem Petrus, den heiligen Egon gabs da noch nicht.

Und abermals krähte der Hahn: Kikeriki.
MfG, HPK

Gravatar: Hans Diehl

Egon Dirks sagt.

Alle dieselbe „überschüssige und überflüssige“ EE Fachleute sind, vom Strom kein A, kein B und kein Kikeriki im Schädel! Seit Jahren sind Sie mir ein Paar Elektrosätzen schuldig, in denen die Wörter Ampere (A) und Volt (V) dabei sind und was größer ist – 1 Kilowatt (kW) oder 1 Kilovoltampere (kVA)!? Eins, was ich den Lesern klar machen will, dass hinter der „Energiewende“ solch EE Fachleute, wie Sie und Hans Diehl stecken-

Egon Dirks.
Ich dachte Sie sind hier der Elektriker, und der sollte wissen was Volt und Ampere ist. Da brauchen Sie doch keinen EE Deppen der Ihnen das erklärt. Oder haben Sie schon mal im Dunkeln gesessen?? Wenn ja muss das an Ihrem Sicherungskasten gelegen haben, die EE waren da nicht dran schuld.

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Sie schreiben:

"Ach, der gute alte Herr Behr,
wie immer redlich bemüht unsereins zum schweigen zu bringen.
Warum wohl?"

Weil ich Sie davor bewahren will, sich hier immer wieder mit "grünem Geschwafel" (wie Herr Hessel richtig festgestellt hat) zu blamieren.

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Sie schreiben:

"Und nochmal: Die Ursache war irgendwo ein "schwerwiegender Zwischenfall", nicht der leiseste Hinweis auf PV+Wind."

Sie unterstellen mit dieser Einlassung sowohl mir, als auch Herrn Dr. Krause eine Aussage, die wir beide nicht gemacht haben.

Sie hatten ja selbst in Ihrem Kommentar am 03.03. um 10.46 Uhr geschrieben, welche Leistungen zur Zeit der Netzstörung von den konventionellen Pumpspeicher-Kraftwerken sowie von Wind, Sonne und Bio-Anlagen erbracht wurden. Alle zusammen hatten dann (nach Ihrer Aussage) einen Anteil von 19% der momentanen Leistungsanforderung.

Der Artikel von Herrn Dr. Krause (wie übrigens auch ich) behauptet nun ausschließlich, dass dieser geringe Anteil von Wind Sonne und Bio unser Glück war. Denn dadurch konnte der Frequenzeinbruch von über 200 mHz im nordwesteuropäischen Teil des Verbundnetzes innerhalb von weniger als 2 Sekunden durch die momentan verfügbare hohe Leistung konventioneller Kraftwerke wieder ausgeregelt werden.

Ich behaupte nun (in Übereinstimmung mit Herrn Dr. Krause), dass dies bei einem höheren Lastdeckungsanteil von Wind und Sonne nicht möglich gewesen wäre. Vielmehr wäre dann das Netz unkontrolliert zusammengebrochen.

Das ist alles. Von einer Verursachung der Störung durch Wind und Sonne ist weder in dem Artikel noch bei mir die Rede. Sie haben also mal wieder alles in den falschen Hals bekommen, wie so oft schon.

Gravatar: Egon Dirks

@ HPK,...

„Herr Dr. Krause, nennen Sie mir einen Fachmann aus der Fachbranche, der bereit ist öffentlich Ihnen diesen Satz zu unterschreiben.“

Herr HPK, nennen Sie einen EE Fachmann aus der EE Fachbranche, der bereit ist öffentlich einen Satz zu unterschreiben, warum es bei Starkwind mehr Windstrom im Netz sein soll; wie die Teelöffel von Dachsolarstrom zur Industrie und ins Ausland kommen; wenn eine Windmühle ans Netz gegangen ist, dann WIE und in WELCHES Netz und-und... und merken Sie es sich, nicht NUR Sie, ABER auch solch EE Deppen, wie Baakes, Krischers, Baerbocks usw., auch unsere lieben EE Doktoren-Professoren haben da keine Antwort und WARUM?! Ja, weil Alle dieselbe „überschüssige und überflüssige“ EE Fachleute sind, vom Strom kein A, kein B und kein Kikeriki im Schädel! Seit Jahren sind Sie mir ein Paar Elektrosätzen schuldig, in denen die Wörter Ampere (A) und Volt (V) dabei sind und was größer ist – 1 Kilowatt (kW) oder 1 Kilovoltampere (kVA)!? Eins, was ich den Lesern klar machen will, dass hinter der „Energiewende“ solch EE Fachleute, wie Sie und Hans Diehl stecken und das sind noch die „Klügsten!“, selbst die Idee – möglichst mehr Strom aus EE Quellen ist goldrichtig, der UMSTIEG aber auf Strom aus EE Quellen, wie es die EE Depperei haben will, ist zum Kotzen DUMM und im kommenden Jahr kommen die blöde Ökostromprozente auf den Tisch, also!, rette Dich, wer kann...

Beste Grüße.

Gravatar: Manfred Hessel

@Hans Diehl ... " Gut dass es den H.P. Klein noch gibt der in der Lage ist Daten und Fakten fundiert zu widersprechen. "

... bin ganz Ihrer Meinung ! Sie haben es genau erfaßt , aber bei @HPK ist es schon immer üblich gewesen, Daten und Fakten zu widersprechen. Aber den Begriff " fundiert" würde ich mal weglassen. Das ist nichts als dummgrünes Geschwafel.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Ernst-Friedrich Behr 03.03.2021 - 20:24

Ach, der gute alte Herr Behr,
wie immer redlich bemüht unsereins zum schweigen zu bringen.
Warum wohl?

Mein geschätzter Mitstreiter Herr H. Diehl hat doch diesen sehr nützlichen Link ins Netz gestellt. Mit solchen Artikeln lohnt es sich, sich damit kritisch auseinander zu setzen, ihre destruktive Kritik ist da wenig zielführend.

In diesem Link-Artikel wird sogar bestätigt, dass in Italien und Frankreich eine vertraglich vereinbarte Lastabschaltung von 1,7 GW aktiv durchgeführt wurde, also genau das, was ich ebenfalls anfangs geschildert habe.

Desweiteren steht im Link-Artikel, ganz anders als wie im hiesigen Artikel fälschlich behauptet, Stichwort: "Retter in der Not", es nicht die deutschen Dampkraftwerke angeblich waren, die das Netz stabilisierten, davon ist da nirgendwo die Rede.

Stattdessen wurde innerhalb des europäischen UCTE-Stromnetzes eine aktive Netztrennung vorgenommen, indem das südosteuropoäische Netz kurzfristig abgetrennt und ca. 1 h später wieder zugeschaltet wurde.

Aber das ist doch ein Paradebeispiel für die intelligente Netzsteuerung eines smart grid, genau das, was von der Energiewende gefordert und propagiert wird.

Also genau das, was tatsächlich die Lösung des Problems war am 08. Januar, nämlich die aktive Netztrennung mit aktivem Lastabwurf, wird im Gegensatz zum im Artikel falsch dargestellten Beitrag deutscher Dampfturbinen, dann nochmal zusätzlich als einen "Rückfall auf das Niveau unterentwickelter Länder" diskreditiert.

Verquere Logik.

Und nochmal: Die Ursache war irgendwo ein "schwerwiegender Zwischenfall", nicht der leiseste Hinweis auf PV+Wind.

Und genau deswegen Herr Behr, halte ich es für dringend erforderlich, das hier auf FW auch die Sichtweise der Energiewende dargestellt wird, umfassend, nach bestem Wissen und Gewissen, aufklärerisch.

Wir haben Wahljahr und Wahlkampf.
Genau jetzt ist ständiger Appell an diesen kritischen Geist erforderlich.

Was wir nicht brauchen ist meckern, mosern, mies machen und demotivieren,
aus Motiven, die in Westdeutschland noch aus einem Ur-Konflikt seit den '70ern her rühren.

Mahlzeit.
MfG, HPK

Gravatar: Hans Diehl

Hier der Kernpunkt aus meinem Link im vorigen Beitrag

Zitat:….Zum Zeitpunkt der Netztrennung waren nicht alle von Smart Power errichteten PRL-fähigen Speicher im Einsatz, da nur ein Teil der Anlagen im betreffenden Zeitabschnitt einen Zuschlag bei der Ausschreibung erhalten hatten. Daraus ist ersichtlich, dass bereits heute das technische Potenzial an vorhandener Regelleistung größer ist, als die jeweils ausgeschriebene PRL-Leistung. Zitat Ende.

Fazit: War also ein logistisches Problem, weil nicht genügend Regelenergie ausgeschrieben war und deshalb nicht am Netz.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Gerhard 03.03.2021 - 19:41

Ich habe überhaupt nichts gegen Warnungen vor einem Blackout.
Daran wird, unter dem Stichwort "smart grid", seit Beginn der Energiewende, also seit Mitte der 80'er, gearbeitet um eine sichere, ausreichende und zuverlässige Stromversorgung zu gewährleisten unter den Randbedingungen der Energiewende.
Dieses Gebot wurde und wird von Beginn an nicht in Frage gestellt.

Ich habe sehr wohl was dagegen, wenn hier unter EIKE'scher Federführung ständig diese Horrorszenarien herauf beschworen werden mit dem einzigen Ziel, die Energiewende an sich zu torpedieren und wenn hier so getan wird, als würden nur sie, die verbockten Energiewendegegener, sich um diesen Aspekt der Stromversorgung ernsthafte Gedanken machen.

Ich versuche hier klar zu machen, dass die Fachwelt viel weiter ist wie hier stets von EIKE Seite versucht wird zu suggerieren.

Genau wie mit dem Klimawandel, EIKE hängt bei allem gnadenlos dem Stand von Wissenschaft, Forschung, Technik , Industrie hinterher.
Deswegen findet sein Auftritt auch lediglich, wie hier, im Feuilleton statt.
In der Fachwelt wird EIKE weder wahr geschweige ernst genommen.

MfG, HPK

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Sie schreiben:

"Als "Retter in dieser Notlage", die Rede ist von der Momenanreserve im 20 s Bereich, fallen Ihnen nur Dampfkraftwerke ein. Bisher lag der maximale Beitrag von Laufwasser aber bereits bei 4,04 GW, Pumpspeicher 9,81 GW und Bio KWs 8,55 GW."

Pumpspeicherkraftwerke sind für die Vorhaltung von Regelleistung ungeeignet, weil sie nur für eine sehr kurze Zeit tagsüber verfügbar sind, maximal zwei bis drei Stunden. Dann sind die Speicherbecken leergelaufen.

Bio-BHKW sind wegen ihrer geringen Leistung und der Schaltung ihrer Generatoren (Asynchronmaschinen) für die Bereitstellung von Regelleistung prinzipiell ungeeignet. Außerdem reicht die Massenträgheit von Wasserturbosätzen und kleinen Biogas-Kolbenmotorkraftwerken nicht aus, um nennenswerte Momentanregelleistung zur Frequenzstabilisierung im Mllisekundenbereich für das Netz erbringen zu können.

Da haben Sie hier ja schon wieder viel Unfug zusammengelabert. Lassen Sie es doch, Herr Klein. Sie haben von diesen Dingen keine Ahnung und blamieren sich nur.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Die unterdrückte Blackout-Gefahr – Der länderübergreifende Total-Ausfall von Strom wird immer realistischer – Die Kohle- und Kernkraftwerke sind unentbehrlich – Mit wetterwendischem Strom durch Sonne und Wind ist die Stromversorgung nicht mehr sicher genug – Ohne Strom ist alles tot.“ ...

Ist das nicht schon darum halb so wild(?), weil in Deutschland bereits im Jahre 2033 die meisten Leute nur noch halbtags arbeiten, ihre freie Zeit genießen(?) und sie für die Menschen, die ihnen wichtig sind sowie gesellschaftliches Engagement nutzen(?) – wobei „Selbstdenken“, auch durch der „Kanzlerins Rückkehr zum Matriarchat“
http://docplayer.org/123998588-Kanzlerins-rueckkehr-zum-matriarchat.html
längst nicht mehr nötig ist?
https://www.zweite-aufklaerung.de/selbst-denken-harald-welzer-sagt-wie-und-was/

Gravatar: Gerhard

@HPK,

Eike ist nicht allein mit dem warnen vor dem Blackout durch Zappelstrom.

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/509432/Der-grosse-Blackout-kommt-und-die-Politik-beschaeftigt-sich-mit-Taschenspieler-Tricks.

Dies ist nur ein Beispiel von mehreren Artikel die ich in letzer Zeit gelesen habe die auf einen drohenden Blackout hinweisen.

Das kann man natürlich ignorieren, relativieren oder als Hirngespinst abtun, oder man setzt sich mal vernünftig damit auseinander und sucht nach Lösungen.

Letzteres wird leider eher nicht passieren.......
weder bei Ihnen noch bei unseren Politikern.

MfG
Gerhard

Gravatar: Hans-Peter Klein

"Wenn der Strom ausfällt", dann. Ja was dann?

Dann haben wir Stromausfall, das kann ein Problem sein, muß aber nicht. Alles ist möglich zwischen einem harmlosen Netzflacker und den in aller Ausführlichkeit geschilderten und prognostizierten Horrorszenarien.

Das gute am Artikel: Endlich mal mit zitierfähigen Quellenangaben, die sehen erst mal ganz seriös aus.
Also eher kein ausgemaltes Phantasieprodukt in irgendwelchen EIKE-Hinterkellern aus irgendwelchen EIKE-Hinterköpfen erdacht und zusammen geschustert.

Das Schlechte: All das was fehlt, allem voran nämlich die Ursachen der bisherigen Pannen und natürlich die rein subjektive Bewertung einzelner Ereignisse. Suggeriert wird durchgehend im Artikel, das die "Schuld" wie immer an PV+Wind gelegen habe.
Das ist schon mal FALSCH.
Desweiteren suggerieren Sie, dass wohl nur Sie (EIKE) alleine sich Gedanken machen über das was wäre wenn, während im Parlament RotGrün unter Merkel einfach alles so weiterlaufen lässt, getreu nach dem Motto "Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen".
Auch das ist FALSCH.
Es ist die gesamte Strombranche die hier forscht, entwickelt und Lösungen bereit stellt, und die unterstützt mehrheitlich die Energiewende, verfolgt man deren Beiträge in den Fachjournalen.

Der Reihe nach.
Sie gehen auf die Momentanreserve ein, die Regelenergie, die Reservekapazitäten und auf mögliche Stromsperren.

Was waren denn die Ursachen für die Beinahe-Blackouts damals 2006 und am 08. Januar 2021 um 14:00? Es war ein "schwerwiegender Zwischenfall", was immer das sei, an PV + Wind lags jedenfalls nicht.

Sie schreiben "Es gab also im Netz nur wenig Wind- und Solarstrom, sondern weit überwiegend Strom aus den Dampfkraftwerken."

Nach meinen Quellen (energy charts) lieferten zu diesem Zeitpunkt aber deutschlandweit Wind 4,19 GW und PV 1,71 GW, Wasser 1,38 GW, Bio 4,91 GW, in Summe 12,19 GW, bei einer Momentanlast von 64,33 GW, macht ca. 19% EE-Strom, das widerspricht Ihrer Aussage.

Als "Retter in dieser Notlage", die Rede ist von der Momenanreserve im 20 s Bereich, fallen Ihnen nur Dampfkraftwerke ein. Bisher lag der maximale Beitrag von Laufwasser aber bereits bei 4,04 GW, Pumpspeicher 9,81 GW und Bio KWs 8,55 GW.
Das widerspricht sich ebenfalls, denn auch die liefern gesicherte Momentanleistung.

Folgende Behauptung Ihrerseits ist definitiv FALSCH:

"weil es (DE) seine Dampfkraftwerke abschalten will und glaubt, nur noch mit Wind und Sonnenschein den Strombedarf decken zu können."
Wie an obigen Beispielen gezeigt, qed.

Das PV+Wind ebenfalls einen gesicherten Beitrag leisten können ist ebenfalls in der Fachwelt unbestritten, die Meinungen gehen über die Höhe noch auseinander, er ist aber definitiv > NULL und steigt ebenfalls.

Jetzt fangen auch Sie hier mit dem deutschen Schuldkult an, wenn Sie schreiben:
" Schuld daran ist der deutsche Wahn. ... Je mehr Strom mittels Sonnenschein und Wind, desto größer die Blackout-Gefahr."

Herr Dr. Krause, nennen Sie mir einen Fachmann aus der Fachbranche, der bereit ist öffentlich Ihnen diesen Satz zu unterschreiben. Möglichst keine Pensionäre und Früh-Pensionäre, denen die Felle auf und davon geschwommen sind. Wenn Sie einen finden, ich nenne bzw. zitiere Ihnen mehrere, die dem widersprechen, ich rede nicht von Politikern, von Fachleuten.

Sie schreiben was von "bedarfsweise Stromsperren...
Damit bewegt sich Deutschland zurück in die Stromzustände eines unterentwickelten Landes."
Ja? Auch wenn das alles vorab auf freiwilliger Basis vertraglich genau gereglt ist, ?

Sie schreiben weiterhin:
"Es kommt vor, dass Wind und Sonne zur gleichen Zeit keinen Strom liefern."
Ja? Wann war das denn zum letzten mal?

Das letzte mal wo ich mich dran erinnere war das vor 1990, da war das sogar normal, wegen der (viel zu) vielen AKWs.

Aber diese Zeite haben sich ja:
Gott sei Dank geändert.
Dank der Energiewende, die es global auf diesem Planeten ohne den Beitrag von Deutschland nicht gegeben hätte.

MfG, HPK

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