Was steht wirklich im sogenannten ›Corona-Papier‹ ?

Seit einer Woche geistert der Bericht eines Mitarbeiters des Bundesministeriums des Innern durch die Medienlandschaft. Doch was sage ich eins. Ein einzelnes Papier existiert überhaupt nicht; es sind eigentlich zwei

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Nicht ein, sondern zwei Papiere

 

Seit einer Woche geistert der Bericht eines Mitarbeiters des Bundesministeriums des Innern durch die Medienlandschaft. Ich sage geistern, denn von einer klaren Auseinandersetzung mit dem Papier kann keine Rede sein. Zwar stürzten sich sofort alle darauf, nach bei Tichy ein erster Hinweis erfolgte; aber bei einigen Kommentatoren gewinnt man den Eindruck, sie hätten sämtliche Zeilen bei Kollegen zusammengesammelt. Denn ein einzelnes Papier existiert überhaupt nicht; es sind eigentlich zwei.

Bevor geklärt wird, was in den Papieren eigentlich steht, gilt es, ihren Werdegang zu erläutern. Ein Mitarbeiter des Ministeriums des Inneren hatte, heißt es bei Tichy, sich um den 29. oder 30.April Gunter Frank gewendet, mit der Bitte, ihn bei einem Anliegen fachlich zu unterstützen. Es ging, wie könnte es sein, um Corona. Offenbar saß der Mann zumindest in der Nähe der Macht – also stieß er auf offene Ohren.

Das Anliegen ist in wenigen Worten erklärt: Der Mitarbeiter, ich nenne ihn K., hatte seinen Vorgesetzten ein von ihm erstelltes Papier vorgelegt, dass die Vorgehensweise der Regierung deutlich kritisierte. Dieser ›Auswertungsbericht des Referats KM 4 (BMI)‹ ist auf den 25. April datiert und umfasst 83 Seiten mit einer Anlage.

Der Inhalt des ›Auswertungsberichts‹ kreist um ein einziges Thema: Die Schadensanalyse der Bundesregierung und ihrer Behörden. Diese Schadensanalyse sei defizitär, weil sie einen Aspekt komplett unterschlage: Die Schäden der Maßnahmen gegen das Virus. Indirekt aber deutlich forderte K. eine solche Analyse umgehend zu beginnen.

Als die angeschriebenen Behörden nicht reagieren, wendete sich K. an Gunter Frank. Offenbar verfügte K. nicht über die Mittel, diese Analyse, die seine vorgesetzte Behörde nicht durchführen will, selbst durchzuführen. Also bat er Gunter Frank um Unterstützung – die der Gefragte auch sofort zusagen konnte. Er wendete sich an mehrere ihm bekannte Kollegen. Diese ließen eine Schadenanalyse der Maßnahmen gegen Corona erstellen. Ob mit Frank oder K. zusammen wird nicht deutlich. In jedem Fall entstand ein zweites Papier. Auch dieses ging, muss man vermuten, in die Behörde.

Dieses zweite Papier enthält eine Auflistung aller möglichen schädlichen Folgen des Lock-Down. Allerdings befindet es sich in dem pdf-Dokument, das momentan im Internet kreist, am Beginn der Datei; die 83 Seiten der eigentlichen Kritik von K. bilden den zweiten, deutlich umfangreicheren Teil.

Doch Medien, Politiker und Kritiker der Regierungsmaßnahmen stürzten sich, nachdem das ›Corona-Papier‹ öffentlich wurde, auf den ersten, zeitlich und logisch aber nachgeordneten Teil. Ja, es entstand der Eindruck, als handele es sich bei um eine Analyse aus der Feder von K. Die Überschrift ›Analyse des Krisenmanagements (Kurzfassung)‹ legte das nahe. Nur handelt es sich keineswegs um eine Kurzfassung des weiter unten folgenden ›Auswertungsberichts‹; es handelte sich um das Resultat der Analyse. Was hier zusammengefasst worden ist, darüber lässt sich nur spekulieren. Eventuell ist dem Ministerium durch K. eine sehr viel umfangreichere Analyse zugeschickt worden. Bei mehreren beteiligten Fachleuten liegt das nahe.

Die Reaktion der Regierung auf das zweite Papier, im Folgenden ›Analyse‹ folgte prompt. Der Mitarbeiter wurde fürs erste suspendiert. Auch auf den ›Auswertungsbericht‹ hatten die Behörden laut Tichy schon nicht freundlich reagiert. Anders als im Preußischen Generalstab, in dem jeder Offizier verpflichtet war, Kritik an einer geplanten Operation umgehend zu äußern, hielten es diese Regierungsvertreter mit Duckmäusern in ihren Ämtern. Mit anderen Worten: Sie macht das, was man dem Preußischen Generalstab immer wieder gern und fälschlicherweise unterstellt.

Kurz gesagt: In der Öffentlichkeit wird ein Papier diskutiert, das wahrscheinlich nur zu einem geringen Teil von dem Mitarbeiter des Ministeriums stammt. Doch genau für dieses Papier wird er attackiert. Ein Beispiel: Die Welt wirft K. vor, den Lock-Down fälschlich als ›Fehlalarm‹ zu bezeichnen, titelt sogar ›Fehlalarm-Papier‹. In ihrem Artikel bezieht sich das Blatt dann allerdings auf den ›Auswertungsbericht‹ - in dem das Wort ›Fehlalarm‹ zwar vorkommt. Allerdings nicht in der von der Welt dargestellten Weise. K. spricht nicht von einem ›Fehlalarm‹, sondern warnt davor, dass ein solcher entstünde, wenn eine Analyse des Schadens der Gegenmaßnahmen weiterhin unterbliebe. Von einem ›Fehlalarm‹ wird allein in der ›Analyse‹ gesprochen.

Diese Details des Papiers kümmern die Medien jedoch nicht. Mit den Machthabern drängen sie K. in eine Ecke, in die er ganz sicher nicht gehört: Zu den Verschwörungstheoretikern. K. ist ein fachlich versierter, besorgter Beamter, der seine Vorgesetzten mehrfach gewarnt hat und sich dann an die Öffentlichkeit wendet. Das macht der ›Auswertungsbericht‹ mehr als deutlich, wie wir gleich sehen.

Der ›Auswertungsbericht‹

 

Tatsächlich ist der ›Auswertungsbericht des Referats KM 4 (BMI)‹ alles mögliche – aber sicherlich kein Verschwörungspamphlet. Im Gegenteil, es ist eine sachliche Analyse des fehlerhaften Managements der Bundesregierung. Dabei steht die »Abwägungsprozesse« [2] im Zentrum der Analyse. Sie sollte »so professionell wie möglich erfolgen« [2] – erfolgte aber nach Einschätzung von K. aber schon im März »unprofessionell und unsolide« [61].

Hinter dieser Arbeitsweise könnte man Absicht vermuten – ein typisches Merkmal von Verschwörungstheorien, vielleicht das Merkmal überhaupt. Das aber macht der Bericht eben nicht. Statt dessen heißt es gleich zu Beginn: »Die Krisenstäbe, und das Krisenmanagement als Ganzes, leisten mit hohem persönlichem Einsatz eine extrem wichtige und zugleich die schwierigste Arbeit, die man sich vorstellen kann.« [2]

Der Bericht zielte zunächst auch nicht auf die Öffentlichkeit. »Es handelt sich ausdrücklich nicht um ein Produkt für die Öffentlichkeitsarbeit, sondern um einen internen Bericht, der keinen anderen Zweck verfolgt, als einen fachlich fundierten Impuls zur Optimierung des Krisenmanagements und zur Maßnahmenplanung zu leisten.« [] Ja, hier schrieb ein Mitarbeiter auch im Zustand der Verzweiflung angesichts der falschen Strategie leitender Leute. Daher mag der ein oder andere Satz aus dem ›Auswertungsbericht‹ überzogen erscheinen und dem geläufigen Beamtendeutsch nicht entsprechen – aber K. ist bleibt immer Fachmann, ein Fachmann, der verständlicherweise am Übermut der Ämter verzweifelt.

Und was steht nun im ›Auswertungsbericht‹ ? – Das ›Auswertungsbericht‹will ich hier nur skizzieren, denn der volle Text ist im Internet leicht verfügbar. Wie gesagt, es geht um den zweiten Teil des Dokuments.

Nach einer Vorstellung seines Amtes, beschreibt K., wie die Verantwortlichen auf die Krise vorbereitet waren. Dabei geht er theoretische Warnungen durch und beschreibt eine Übung von 2007 und die Risikoanalyse aus dem Jahr 2012. Alle Punkte werden im Hinblick auf das durchleuchtet, was K. Kritische Infrastruktur nennt. Dazu zählt K. unter anderem die Gesundheitssysteme, aber auch IT-Sicherheit und Trinkwasserversorgung [74] – Aspekte, die in der aktuellen Situation bestenfalls am Rande erwähnt werden.

Dabei kann K. zeigen, dass schon bei der Auswertung der Übung von 2007 darauf verwiesen wurde, dass die einseitige Risikoanalyse ein Problem werden könne. Zitat: »Im Ergebnis wurde genau das beschrieben, was heute eines der großen Probleme der Krisenbewältigung ist. Die ressortübergreifende Risikobetrachtung war mangelhaft.« [14] K. arbeitet redlich und liefert den Verweis in die Analyse der Übung von 2007. Dann resümiert K.: »Ein extrem schwerwiegendes Defizit und zugleich massiver handwerklicher Mangel eines Krisenmanagements besteht in der unzureichenden Risikoermittlung durch das Krisenmanagement.« [14] Sprich: Es wurden nur die Folgen der Epidemie, nicht aber die Folgen ihrer Abwehr beachtet.

Äußerst kritisch geht er mit den Lageeinschätzungen der Verantwortlichen während der schon laufenden Corona-Krise ins Gericht; ab Seite 41. Auch hier lautet der Tenor: Die Regierung betrachtete allein die möglichen Schäden durch die Epidemie und ließ die schädlichen Folgen der Maßnahmen komplett außer Acht. Diese werden von K. als »Kollateralschäden« bezeichnet – ein treffender Begriff aus der militärischen Welt. Man kann K. nur zustimmen, wenn er schreibt: »es wurde aus der Übung nichts gelernt« [14].

Im Ergebnis, schreibt K. weiter, droht Krisenmanagement »in einer derartigen Krise zu etwas zu werden, was es nicht sein sollte: ein überwiegend spekulatives Geschäft mit dem Schicksal unseres Gemeinwesens und unserer Bevölkerung.« [15]

Deutlich muss gesagt werden, dass es K. zunächst um die Analyse geht – und keineswegs um die Verbreitung von Schreckensszenarien. Doch seine Vorgesetzten reagieren auf seine Vorschläge offenbar nicht, die er in mehreren Anlagen dem ›Auswertungsbericht‹ beigefügt hat [44], bei Tichy aber nicht einsehbar sind.

›Analyse‹

 

Die ›Analyse‹, also der erste, gerade einmal acht Seiten umfassende Teil des Dokuments, verfolgt einen ganz anderen Zweck, als der ›Auswertungsbericht‹. Und auch das haben die meisten Medien nicht registriert und die Regierung hat es entweder aus Unfähigkeit oder absichtlich unterlassen, auf diesen Punkt zu verweisen.

Ja, die Analyse beschreibt ein Schreckensszenario. Aber genau das ist der Zweck einer Risikobeschreibung, die sich einer von zwei Seiten widmet. Die Befürworter der maximalen Corona-Abwehrmaßnahmen machen es nicht anders. Sie schrauben die möglichen Todeszahlen so weit wie möglich nach oben. Vergleiche mit der Situation im Zweiten Weltkrieg sprechen Bände.

Die ›Analyse‹ hat einige deutliche Schwächen. Vermutungen werden als Fakten verkauft – so wird ohne Nachweis von »Einschränkungen der Klinikverfügbarkeiten« gesprochen, obwohl bekannt ist, dass viele Kliniken Überkapazitäten vermelden; und dass Operationen trotz leerer Operationssäle nicht durchgeführt werden, darf man wohl ausschließen; der Ton ist durchgehend polemisch, was einer Analyse praktisch immer schadet; und die Rede vom »Fehlalarm« ist angesichts der Sterblichkeitsraten in Ländern wie Italien und Spanien schwerlich überzeugend. Aber sind die Fachleute vom RKI soviel besser ? – Hier wie dort wäre eine sachliche Kritik angemessen und hier und dort auch mal das Eingeständnis, etwas schlichtweg nicht zu wissen.

Statt dessen wird die ›Analyse‹ geradezu bösartig attackiert. Das Ministerium hat K., dem die sie Analyse offenbar zuschreibt, geraten, sich einen Rechtsbeistand zu suchen. Sachliche Reaktion auf Kritik sieht anders aus, insbesondere, nachdem die Ministerien auf den ›Auswertungsbericht‹ nicht reagierten.

Fazit

 

Die Reaktionen auf das sogenannte ›Corona-Papier‹ zeigen ein Land im Zustand einer tiefen Verstörung. Da, anders als 2015, wohl kaum Absicht hinter dem desaströsen Vorgehen steckt, erweist die Regierung sich in Zeiten der Krise als den Fragen nicht gewachsen. Zuerst wird überhaupt nicht reagiert, dann keine ausgewogene Risikoanalyse durchgeführt, danach Panik verbreitet. Jetzt, wo vieles darauf hindeutet, dass das Schlimmste vorbei ist, dümpelt Merkel entscheidungslos vor sich hin und gibt den Bürgern peinliche Ratschläge, wie sie sich am besten nach dem Essen die Finger waschen.

Zum Risiko verhalten sich die Verantwortlichen im höchsten Maße irrational. In Berlin etwa, gehen die Bürger dicht an dicht gedrängt durch Parks und an Seen spazieren; zugleich wird in den Schulen ein Betrieb durchgeführt, der Sicherheit suggeriert, in Wirklichkeit aber wahrscheinlich ebenso riskant ist wie der Regelbetrieb.

Typisch ist die heiße Diskussion, ob man die Bundesliga wieder eröffnet. Im Ernst: In einem Staat, in dem ein tödliches Virus grassierte, gälte diese Frage als obszön. Da schleicht sich der Eindruck ein, die Corona-Krise ist genauso künstlich erzeugt, wie das andre Modell, mit dem eine satte Gesellschaft sich Spannung verschafft: Die Klimakrise.

Wäre das Corona-Virus in Deutschland tatsächlich das, was die Regierung den Bürgern suggeriert, »wäre es nicht mehr nötig, eine Ausgehsperre zu verhängen. Die Menschen würden von sich aus nicht mehr aus ihrem Haus gehen, wenn um sie herum gestorben wird und jeder falsche Kontakt den Tod innerhalb weniger Tage bedeuten kann.« – »Und der Staat wäre gar nicht mehr in der Lage, Ausgangssperren flächendeckend durchzusetzen« – »u.a. durch höfliche Politessen, die mit erhobenem Zeigefinger Knöllchen verteilen und versuchen, dabei einen ernsthaften Eindruck zu machen. Der Staat hätte in einer gefährlichen Virus-Pandemie mit den verbliebenen Kräften wichtigeres zu tun.« – »Auch von der Arbeit müsste man niemanden abhalten, es würde keiner mehr hingehen, wenn dort möglicherweise der sichere Tod auf ihn wartete. Wer gebraucht wird, etwa weil er für den Betrieb einer Kritischen Infrastruktur benötigt wird, müsste von der Polizei abgeholt werden, weil er sich von seinen Lieben nicht entfernen will.« – »Die Polizei und Militär wären ebenso ausgedünnt, die Sicherheit und Ordnung könnte nicht mehr gewährleistet werden, Kriminalität würde überhandnehmen und, und, und.« – »In einer echten Krise käme wohl auch niemand auf die Idee, beim Bundesverfassungsgericht einklagen zu wollen, dass er in dieser Lage eine politische Demonstration durchführen darf. Eine Meldung in der Zeitung wäre das jedenfalls nicht wert.«

Diese Einschätzung stammt aus dem ›Auswertungsbericht‹. Und sie trifft den Nagel auf den Kopf. Deshalb wird es Zeit, dass die Regierenden sich endlich an die Arbeit machen und eine sachliche Analyse der Schäden ihrer Maßnahmen liefern.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Sebastian K 21.05.2020 - 17:07
Vielen Dank, erst mal.

Das zuwenig getestet wurde, kann man immer sagen, wir stehen trotzdem an Nr. 3. weltweit und auch in allen anderen Zahlen steht DE herausragend gut da.
Faröer, Island, usw. alles soweit richtig aber nicht 1:1 übertragbar auf DE.

Entweder alle anderensind grottenschlecht und unser Gesundheitssystem sehr gut, oder unsere offiziellen RKI Zahlen stimmen nicht.

In beiden Fällen tun Sie sich schwer mit der Beweislast, vor allem wenn die ganze Welt mal wieder auf uns schaut und sich fragt:
Wie haben die Deutschen das schon wieder hingekriegt?

Der Ländervergleich ist einer der ganz großen Boni für Frau BKin,
da werden sich ihre Kritiker noch die Zähne dran ausbeißen.
Damit habe ich mit keinem Wort die Maßnahmen an sich befürwortet oder verteidigt.
Ich konstatiere lediglich.
Um Ihren Kommentar zu verstehen muß man tiefer in der Materie drin stecken. Ich habe immer noch nicht verstanden wie sich die Zahl der Genesenen ergibt, ob aus individuell ermittelten Einzelwerten oder statistisch, aber gerade diese Zahl ist doch so enorm wichtig. An ihr entscheidet sich, ob wir diesen enormen medizinischen Aufwand überhaupt brauchen oder ob Mutter Natur völlig ausreichend ist.

MfG, HPK

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Sie schreiben:

"Die Vorlage zum Thema kam von Ihnen, 
20.05.2020 - 09:30, letzter Absatz."

Was hat die Erzeugung von Ängsten als Grundlage für die Rechtfertigung der Entrechtung der Bürger mit der Netzeinspeisung in das Stromnetz zu tun? Wo ist der Zusammenhang? Bitte klären Sie es auf.

Gravatar: Sebastian K

zu HPK: Zahl der Gesundeten

Eigentlich ist diese Zahl wenig aussagekräftig, da algorithmisch erstellt. ZB wird in DE, anders als bei Bestätigt-Positiven oder Todesfällen die Zahl der Gesundeten nur in 100-er Schritten gezählt. Betrachtet man die eigentlichen Zahlen - also die Tageszunahmen der Gesundeten im Vergleich zu Gesamt-Zahl der Infizierten Minus Toten, kann man in DE eine Abflussrate von 6,7% pro Tag berechnen.

Diese Abflussrate von ca 6-7% nach einer 4-tägigen Verzögerung taucht auch in den Daten für Österreich, Schweiz, Dänemark und Spanien auf. Zuerst wurde sie aus China berichtet. Beziehungsweise: aus chinesischen Daten ließ sich eine Abflussrate von 6,7% zuerst berechnen.

Viele andere Länder wie Italien, Frankreich, USA und Russland arbeiten offiziell mit Abflussraten von ca 2%. Deswegen sind diese Zahlen zwischen diesen zwei Blöcken im Bezug auf die Genesung nicht vergleichbar. Sie reflektieren eher, wie hoch oder wie niedrig man die Bedrohung durch den Aktiv-Infizierten-Pool an die Wand malen will.

Viele Länder geben überhaupt keine Zahl der Genesenden an, wie zB UK. Das bedeutet natürlich nicht, dass dort keine Genesenden zu finden sind: siehe PM Boris Johnson und seine Verlobte.

Ist die Abfluss-Rate von 6,7% pro Tag nun tatsächlich reell? Für den Genesungsprozess wahrscheinlich schon. Die chinesischen Ärzte die die Patienten mehrmals nachtesteten um zu sehen wann Coronavirus-RNA nicht mehr nachweisbar war, wollten diese Frage wirklich beantworten.

Für das Infektionsgeschehen an sich ist 6,7% pro Tag nach einer 4-tägigen Verzögerung zu niedrig - die Zahl impliziert ca 19 voll-infektiöse Tage. Also knapp 3 Wochen - und das ist viel zu lang. In DE prognostiziert sie zudem R0-Werte die deutlich geringer sind als die zur Zeit offiziellen.

Gravatar: Sebastian K

Zu HPK: Dass genau richtig, oder zu wenig getestet wurde sieht man am einfachsten an der präsumptiven Dunkelziffer an Infizierten. Siehe zum Beispiel die Antikörper-Studie aus Heinsberg. Siehe auch ähnliche Studien aus Österreich und US (NY). Für Deutschland, Frankreich, Österreich, USA, Israel usw bewegt sich die Dunkelziffer um 4-10. https://www.worldometers.info/coronavirus/coronavirus-death-rate/

Island, Faerö Inseln, Südkorea haben ein anderes Test-Regime, durch repetitive Testung ist die Dunkelziffer da nahe 1. Danach hat Island eine Durchseuchung von ungefähr 0,5%; Deutschland ca 1-2%. Berücksichtigt man dies und vergleicht man die Zahl der Wuhan Coronavirus-Toten pro Mio, ist der relative Unterschied bei 1-1,5, je nachdem welche Dunkelziffer man bevorzugt.

Israel hat ein ähnliches Problem mit der Dunkelziffer wie DE. Pro Coronavirus-positiv-Getesteten ist die Letalität nur 1,5%. Aber die Bevölkerung ist wesentlich jünger (3,2 Kinder pro Frau in der jüdischen Bevölkerung in Israel). Vergleicht man Altersklassen gegeneinander erhält man bei den positiv-getesteten eine ähnliche Letalität wie in Deutschland oder Österreich.

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, ja, ja, die Schreibfehler. Nachdem mir die Rechtschreibkorrektur-Software mein "wurde" zum dritten Mal in "würde" verwandelt hatte, habe ich dies mit Würde so stehen lassen. Aus meinem "rigid" wollte sie immer "rege" machen, bis ich es in "regid" geändert hatte. Das wurde dann unveändert gelassen (dieses "wurde" sollte übrigens wieder zwei Mal in "würde" geändert werden).

Bei Ihnen, kann ich mich erinnern, hatte ich weniger Rechtschreibfehler, als vielmehr Zeichensetzungsfehler erkannt. Die findet und verändert die Software gar nicht. Sie waren folglich nicht durch den Kampf mit der modernen Technik verursacht.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Ernst-Friedrich Behr 20.05.2020 - 14:45

Die Vorlage zum Thema kam von Ihnen,
20.05.2020 - 09:30, letzter Absatz.
MfG, HPK

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Sie fragen:

"Was soll daran falsch sein?"

Ihr Thema. Es geht hier um das Corona-Papier eines Regierungsbeamten im Innenministerium, nicht um die Einspeisungen ins Stromnetz. Dafür ist das Wirtschaftministerium zuständig.

Gravatar: Hans-Peter Klein

Sorry;
Quelle: worldometers.info; energy-charts.de

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Ernst-Friedrich Behr 20.05.2020 - 09:30

DE hat die 3.-höchste Anzahl an Tests weltweit, nach USA, Russland,
heute, 20.05.2020:
3.147.771 Tests,
davon 177.827 Infizierte, 156.900 Genesene, 8.193 Tote.

Zum Vergleich: FR mit 1.384.633Tests.

Wie kommen Sie zu der Behauptung, das hier zu wenig getestet würde?
Was genau ist an der Zahl der Infizierten und Genesenen falsch?

Bei der Anzahl der Toten kann man streiten (Zählweise).
Wir liegen bei 98 Toten / Million,
UK (521), IT (532), FR(429) usw.

Was ist an den Zahlen aller anderen Länder denn genauer als bei uns in DE? Was machen die anders, besser, zuverlässiger?

Bei Momentaufnahmen, die sich täglich ändern, könnte man so manche Kritik ja noch gelten lassen.

Aber seit Anfang März 2020 sieht man eine konstante, sich täglich abzeichnende klare Tendenz, wonach DE im Vergleich sehr gut abschneidet, Tendenz: täglich besser.

Solange Sie Ihrerseits keine klaren Belege liefern, ist das alles was Sie behaupten erstmal reine Mutmaßung, Küchen-Coronitis.

Genau deswegen zitiere ich bei meinen Fakten und Checks zur Energiewende ja auch immer die Quellen.

Neuester Rekordwert:

Am 17.05.2020 - 13:15
lag die bundesweite Netto-Einspeisung der Erneuerbaren ins Stromnetz:

- PV = 52,6 %, - Wind = 23,4 %, - Pumpspeicher = 0,3 %,
- Biomasse = 8,6 %, - Wasser = 3,1 %

Summe = 88%, bisher unerreichter Spitzenwert.
Was soll daran falsch sein?

MfG, HPK

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, zu Ihren 30%:

Die Zahl der Todesfälle in Island liegt bei zehn (Stand heute morgen), in Deutschland nach RKI bei 8100. Ich halte die RKI-Zahl für zehn Prozent zu gering. Bei meinen für Deutschland vermuteten 9000 Todesfällen ergibt sich, umgerechnet auf die Bevölkerungszahlen (Island 340.000, Deutschland 81,2 Mio.) für Island etwa ein Viertel der deutschen Todesfallrate.

Dem RKI ist nicht zu trauen. Erinnert sei an die Schweinegrippe. Es ist dort seit dem Debakel mit der Schweinegrippe nicht ein Verantwortlicher ausgetauscht worden, sie sind alle noch in Amt und Würden.

In Deutschland wird nicht statistisch sauber getestet (repräsentative Bevölkerungsstichprobe), also stimmen die Infiziertenzahlen nicht. Es wird manchmal obduziert, manchmal nicht. Grenzgänger werden in Island zu 100% getestet, in Deutschland gar nicht.

Gestestet wird in Deutschland nicht, um die Infiziertenzahlen niedrig zu halten, bei den Todesfällen wird spekuliert und, so gut es eben geht, die Todesursache auf andere Krankheiten verschoben. Ziel ist dabei die Darstellung einer hohen Erfolgsquote zur Rechtfertigung der Politik der Aussetzung bürgerlicher Freiheiten und letztlich der Abschaffung der verfassungsmäßigen Rechte des Volkes.

Diese Ziele wurden schon mit der Erzeugung von Klima-Weltuntergangsangst verfolgt, aber nicht richtig erreicht. Mit der Corona-Angst läuft es jetzt ausgezeichnet für die Politik der grün-rot-schwarzen Sozialisten.

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Sie schreiben:

"Was wollen Sie uns damit sagen?"

Das hatte ich in meinem ersten Kommentar bereits klar hingeschrieben (bitte nachlesen): Den amtlichen Statistiken über SARS-CoV2 ist in den meisten Ländern nicht zu trauen.

Der Statistik in Island übrigens mehr als der in Deutschland, denn in Island ist die Gesamtbevölkerung nach einem zuverlässigen Stichprobenverfahren komplett durchgetestet. Die bisher zehn Todesfälle in Island sind durch Obduktion sauber nachgewiesen. In Deutschland kann davon keine Rede sein. Die angeblich 8100 deutschen Todesfälle sind aus dem medizinischen Kaffeesatz gelesen.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Ernst-Friedrich Behr 18.05.2020 - 18:57

Info:
Sie weisen doch öfters und gerne auf Schreibfehler hin:

- "... Schulunterricht wurde " ... nicht würde
- " ... die rigiden Beschränkungen" nicht regiden

Sie schreiben:
"...Island, das nur etwa ein Viertel der deutschen Todesfallrate erreicht."
Quelle?

Bei meiner Quelle worldometers.info kann damit bestenfalls die Todesrate pro Million EW gemeint sein, da liegt das Verhältnis Isl / DE bei ca. 30%.

Nur:
Island hat eine Gesamtbevölkerung von 341.000 EW.

Und jetzt schließen Sie von einer kleinen Insel im Nordatlantik mit 341.000 EW auf DE mit 83 Mio. EW?

Was wollen Sie uns damit sagen?

MfG, HPK

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Sehr geehrter Herr Hebold,

hinzuweisen ist auch auf Island, das nur etwa ein Viertel der deutschen Todesfallrate erreicht.

Die Regierung Islands hat sehr früh (Anfang Februar) die Grenzen geschlossen und für alle Grenzgänger eine vierzehntägige Quarantäne angeordnet. Innerhalb des Landes blieben die Beschränkungen moderat, lediglich der Schulunterricht würde im Februar für drei Wochen ausgesetzt, wobei einfach die Zeugnisferien um zehn Tage verlängert wurden.

Das war alles. Es ist das Gesundheitssystem! Es sind nicht die regiden Beschränkungen der bürgerlichen Freiheit.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Wolfgang Hebold 18.05.2020 - 15:22

Werter Herr Hebold,

FR hat etwa die gleiche Anzahl an Inifizierten wie bei uns, momentan. Aber nur 61.000 Genesene gegenüber etwa 155.000 in DE, das ergibt eben diese Genesungsquote von 34% gegenüber 88% bei uns. Zufall?

Das mit Israel, Südkorea und Taiwan stimmt, aber können und wollen wir uns mit diesen Staaten und ihren Gesellschaftssystemen vergleichen?

Mir ging es darum, klar heraus zu stellen das DE sich sowohl im globalen erst recht im europäischen Vergleich von Anfang an sehr gut sehen lassen kann. Selbst Schweden hat uns bei den aktiven Fällen mit ca. 22.000 überholt (Platz18), bei uns momentan 14.000 (Platz 24), global.

Ihre Vermutung, das es an unserem Gesundheitssystem liegt, teile ich, hinzu kommt unsere Mentalität (Disziplin).

Damit verteidige und rechtfertige ich nicht diese rigorosen Maßnahmen.
Ich suche nach plausiblen Erklärungen, Ungereimtheiten und Merkwürdigkeiten, an den reinen Zufall glaube ich jedenfalls nicht, logische Beweisketten gibt es bei Riskoabwägungen sowieso nicht.

Ich habe eher die Befürchtung, das das Sicherheitsargument als Totschlagargument missbraucht wird, um oberhalb des Grundgesetzes ganz andere Dinge jetzt gesetzlich nach vorne zu bringen (Bargeldabschaffung, Impfpflicht, ÜberwachungsApp), schön am Bundestag vorbei, zu unser aller Sicherheit!

Die einmalig gute Position DEs im globalen Corona-Vergleich hebelt so ziemlich alles aus, und das weiß auch unsere BKin.
MfG, HPK

Gravatar: Wolfgang Hebold

Werter Herr Klein,

so unglaublich gut steht Deutschland nun auch wieder nicht da. Es steht gut da, aber Israel, Südkorea und Taiwan stehen besser da. Frankreich im Grunde ebensogut.

Der Grund: Wahrscheinlich ganz simpel: Das Gesundheitssystem.

Mit freundlichen Grüßen,

Wolfgang Hebold

Gravatar: Wolfgang Hebold

Werter germanix,

das pdf-Dokument hat 91 Seiten! Davon sind 83 Seiten plus Anhang der 'Auswertungsbericht' beginnend ab Seite 10 des pdf-Dokuments. Die Analyse, aus der Sie zitieren, gehört nicht zu den 83 Seiten. Vielleicht werfen Sie mal einen Blick in das gesamte pdf-Dokument und nicht nur auf die ersten Seiten, wie die meisten Journalisten.

Mit freundlichen Grüßen,

Wolfgang Hebold

Gravatar: Oliver Hilgendorff

@HPK, wenn Sie in jedem aber auch wirklich jeden ihrer kommentare Ihre EE - Religion anbringen dann müssen Sie sich gar nicht wundern warum Sie nicht wirklich beliebt sind. Eine sachliche Diskussion mit Ihnen ist wirklich nicht möglich. egal was ist , Sie schwafeln von EE. Mit Ihrer Aufdringlichkeit schaffen Sie sich nur immer mehr Gegner.

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Ihre Argumentation ist unverständlich.

Wo wird denn getestet und wo nicht?

Ich könnte Ihnen dazu mehrere haarsträubende Beispiele von Risikopersonen aus meiner engsten Verwandtschaft aufzählen, bei denen es in einem Fall sogar um Leben und Tod ging, die aber trotzdem nicht getestet wurden mit dem Argument, die Herrschaften seien zu alt (sic!) für den teuren Test.

Und ein weiteres Beispiel aus meinem Bekanntenkreis beleuchtet noch besser die völlig unbekannte Dunkelziffer: Mitarbeiter im Gesundheitswesen, Mitte dreißig, nie getestet, nie Krankheitssymptome festgestellt, jetzt bei einem aus dienstlichen Gründen veranlassten Anitkörpertest weist er eine hohe Zahl von CoV-2-Anitkörpern im Blut auf.

Das heißt: Er muss unbemerkt erkrankt gewesen sein, hat womöglich viele andere Patienten, mit denen er dienstlich zu tun hatte, angesteckt, ist gesundet, aber weder er noch seine Patienten tauchen in irgendeiner Statisitk des RKI oder anderer mit SARS-CoV2 befasster Institutionen auf.

Und ich garantiere Ihnen: Dieser mein Bekannter ist kein Einzelfall.

Die ganzen Zahlen, über die Sie sich hier so locker auslassen, stimmen deshalb also nicht. Und nun?

Sie fordern, wenn man mit Ihnen argumentiert, doch immer Beweise. Na dann mal los, jetzt ist Ihre Gelegenheit, den Beweis zu führen, dass die von Ihnen hier genannten Erkrankungs-, Genesungs- und Sterberaten richtig sind. Erst danach können Sie Schlüsse ziehen, die glaubwürdig sind.

Gravatar: Hans-Peter Klein

@ Ernst-Friedrich Behr 17.05.2020 - 14:08

Es wird nicht getestet?
Bei der Anzahl der Tests steht DE weltweit auf Platz 3 hinter USA und Russland, Stand heute, mit knapp 3.2 Mill. Test hier.

Todesursache:
Selbst wenn man die Anzahl der MIT Corona Gestorbenen dazu zählt ist die Anzahl der Todesfälle in DE auf Platz 8 weltweit, d.h. die Anzahl ser AN Corona gestorbenen wäre noch mal deutlich geringer.

Die Gesundeten:
Eine der interessantesten Zahlen überhaupt, denn
- sie ist eine Teilmenge der insgesamt Infizierten
- es sind Menschen, die nach Infektion als wieder gesund erklärt wurden, keine Symptome, Antikörper.
Auch hier liegt DE weltweit auf Platz 3 mit knapp 155.000, Stand heute.

Gesundungsquote:
Das Verhältnis der Gesundeten zu den Infizierten, die Gesundungsquote, ist äußerst interesant, wird aber so gut wie nicht diskutiert in den Medien. In DE knapp 88%, Stand heute, ein international fantastischer Wert. Zum Vergleich: USA (23%), FR (34 %).
Warum darüber so gut wie gar nicht öffentlich-medial diskutiert wird, ist mir ein Rätsel.

Aktive Fälle:
Bei der Anzahl der (Infizierten-Todesfälle-Gesundete), die eigentlich relevante Zahl, liegt DE weltweit mittlerweile auf Platz 24. Noch Fragen?

Warum will man hier die Impfpflicht einführen, wenn bisher ohne spezifische Corona-Medikamente bereits 88 % wieder gesunden, jedenfalls in DE?

Selbst wenn man all die öffentlich zugänglichen Zahlen nicht auf die Goldwaage legt, so erkennt man im Laufe der Zeit trotzdem klare Tendenzen.
In der Tendenz steht DE unglaulich gut da, bei BBC und CNN ist das übrigens auch schon mehrfach erwähnt worden.

Bei den Ursachen wäre ich vorsichtig mit meiner vereinfachenden Küchen-Logik á la "We are the Greatest!". Aber spekulieren ist ja nicht verboten. Ich vermute das es mit der Qualität unseres Gesundheitssystems insgesamt zu tun hat, das international immer noch keinen Vergleich zu scheuen brauch.

Wenn dem so ist (?), dann wird DE zu den ersten Ländern gehören, die sich wirtschaftlich langsam wieder berappeln, wo wieder Normalität einkehrt, sorry , es muß heute "Neue-Normalität" heißen.

Und wer steht dann am Ende als der große Sieger da?
Wenn in Krisenzeiten, besonders dann wenn sie nicht selbst verursacht sind, eine Regierung vernünftig gehandelt hat, streicht sie am Ende den Regierungs-Bonus ein. Jedenfalls war das noch immer so.

Das ich hier in die Zukunft hinein spekuliere, das ist mir schon selbst klar, Sie brauchen mich darauf nicht besonders hinzuweisen.
Aber der Blick über den Tellerrand hinaus in die weite Welt hat noch nie geschadet, deshalb stehen wir bei der Energiewende ja auch so gut da:
Am 17.05.2020 erreichten die EE deutschlandweit 71,1 % der Nettostromerzeugung,
das kommt vom Furor Teutonicus,
der uns im Blut liegt.

MfG, HPK
Quelle: worldometers.info, energy-charts.de

Gravatar: germanix

Zitat:

"Was steht wirklich im sogenannten ›Corona-Papier‹ ?"

Einfach lesen - dann weiß man, was drin steht!

Der Beginn ist folgender - Zitat:

"KM 4 – 51000/29#2

Interne Analyse KM 4 ergibt:

gravierende Fehlleistungen des Krisenmanagements

Defizite im Regelungsrahmen für Pandemien

Coronakrise erweist sich wohl als Fehlalarm

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
hiermit übermittle ich Ihnen die Ergebnisse der Analyse des Corona-Krisenmanagements des
Referats KM 4.

Kurzfassung + Aufstellung von gesundheitlichen Kollateralschäden siehe unten,
Langfassung und Anlagenband in Anlagen 1 und 2

Im Vorgriff auf eine nach der Krise zu unternehmende..."

Insgesamt sind das 83 Seiten - so einfach ist das...!

Gravatar: Tom der Erste

@Hans Peter Klein , ganz ohne Hatz und Häme, aber so verschaukelt fühlen wir uns schon lange, gerade bei Klimawandel , CO² - Märchen und EE - Abzocke. Alles nur zu unserem Besten und wer zu fragen wagt bekommt es mit der schlagkräftigen Merkeljugend zu tun. Im milderen Falle verliert man nur seine Arbeit oder es werden die Konten gekündigt. Und wie Meister Hessel schon schrieb, als unbequemer und kritischer Zeitgenosse landen auch Sie ganz schnell im gesellschaftlichen Abseits. Verdienste , Beziehungen und Parteibuch nützen dann auch nichts mehr , nicht mal eine kulturelle Eigenschaft ( die ja sonst immer und überall als das Salz der Erde bezeichnet wird ) - auch Bürger aus dem Ausland werden gemobt wenn deren Äußerungen unserer Herrscherelite nicht in den Kram passen , siehe Akif Pirinçci als Paradebeispiel. Momentan knöpft man sich den Boris Palmer vor. Und so ist jeder dran, der die weisen Entscheidungen der Großen Staatsratsvorsitzenden und ihrer linientreuen Genossen in Frage stellt.

Vielleicht hilft Ihnen aber der Herr Wagner ein wenig

https://www.youtube.com/watch?v=4i0TnNI6U-w

Läuft bei mir auch gerade , anderthalb Stunden Klassic.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Die ›Analyse‹, also der erste, gerade einmal acht Seiten umfassende Teil des Dokuments, verfolgt einen ganz anderen Zweck, als der ›Auswertungsbericht‹.
Und auch das haben die meisten Medien nicht
registriert und die Regierung hat es entweder aus Unfähigkeit oder absichtlich unterlassen, auf diesen Punkt zu verweisen.“ ...

Weil unsere(?) göttlich(?) geführte Regierung bei der Abschaffung der indigen Deutschen scheinbar nicht nur unfähig - sondern auch noch korrupt ist https://www.weser-kurier.de/deutschland-welt/deutschland-welt-fotos_galerie,-Angela-Merkel-empfaengt-Bill-Gates-im-Kanzleramt-_mediagalid,31652.html,
wobei unsere(?) Heißgeliebte(?) Deutschland hasst?
https://taz.de/!467092/

Möglicherweise etwa auch deshalb, weil die indigen Deutschen gar keine Arier sind
https://de.wikipedia.org/wiki/Arier,
und der Iran etwa auch darum ständig in den Schlagzeilen ist???
https://www.youtube.com/watch?v=XkCgeI9r5as&list=PUZHpIFMfoJJ_1QxNGLJTzyA&index=80

Gravatar: karlheinz gampe

Kritik ist bei roten DDR Stasi Politikern unerwünscht, das war doch im untergegangenem DDR Stasi Mörderstaat schon so. Die gleichen roten DDR Betonköppe sitzen heute wieder in der Regierung und in Ämtern. Es muss viele geistig dumpfe hohle Idioten in der BRD geben, welche solche Leute, rote Knallköppe wählen !

Gravatar: Ernst-Friedrich Behr

Herr Klein, Sie schreiben:

"Kann mir mal einer, möglichst aus dem seriösen Journalismus, erklären, warum genau diese Diskussion hier in DE in den Medien gar nicht detalliert geführt wird?"

Ja, ganz einfache Erklärung. Es wird einfach nicht getestet, weil die Teste angeblich zu teuer und deshalb nur für gefährdete Personen vorzuhalten sind. Und Verstorbene werden nicht obduziert, um die wahre Todesursache zu bestimmen. Es wird viel spekuliert und wenig verifiziert, nicht nur in Deutschland, sondern in der gesamten EU und in beiden Teilen Amerikas. Es ist schlicht und einfach unseriöse, weil falsche Statistik.

Also gibt es keinen Grund für irgendwelche regierungstreuen Siegesmeldungen, und erst recht nicht wieder für "wir Deutschen sind doch die Besten auf der Erde" oder so ähnlich, weder bei der Energiewende noch bei Corona.

Gravatar: Manfred Hessel

@HPK, das wird Ihnen wohl keiner auf Anhieb wirklich richtig erklären können ( oder wollen ) . Denn sonst käme das laienhafte Versagen dieser sogenannten " Regierung" sofort an´s Tageslicht. Sie werden schon selbst bemerkt haben daß Fehler nicht eingesehen werden statt dessen erklärt man fragende und besorgte Bürger umgehend zu Verschwörungstheoretikern und zieht gleich mal eine Spur nach " rääächzzz" . Das würde Sie auch treffen sofern Sie eigene Gedanken haben , nachfragen und sich nicht alles vorkauen lassen wollen. Natürlich sind Sie dann auch bei ihren eigenen Parteigenossen unten durch und schlimmstenfalls ergeht es Ihnen so wie den Leuten in Stuttgart.

http://www.pi-news.net/2020/05/stuttgart-zwei-schwerverletzte-nach-antifa-ueberfall/

Bei aller Haderei über EE und dergleichen, aber das wünsche ich Ihnen garantiert NICHT !

Gravatar: Hans-Peter Klein

Die Maßnahmen der Regierung beruhen ja wesentlich auf den Zahlen des RKI, es sind die umgesetzten Empfehlungen seitens der Wissenschaft an die Politik, eine Analogie zum IPCC bei der Klimadiskussion tut sich auf.

Kann mir mal einer, möglichst mit fachlich kompetentem Hintergrund, erklären, warum DE bei den Zahlen zu den aktiv infizierten Fällen, den Todesfällen, der Anzahl der Genesenen, den spezifischen Zahlen pro Kopf,

- im internationalen Vergleich so unglaublich gut dasteht?

Kann mir mal einer, möglichst aus dem seriösen Journalismus, erklären, warum genau diese Diskussion hier in DE in den Medien gar nicht detalliert geführt wird?

Ich halte es für realistisch, das DE
- als einer der ganz großen Gewinner aus dieser Corona-Krise hervor gehen wird

- noch einmal in die internationalen Schlagzeilen gerät, vergleichbar mit damals 1989

Ausdrücklich betonen möchte ich, das mir die ganze Zweckhaftigkeit, die Verhältnismäßigkeit all dieser Maßnahmen, die Widersprüchlichkeit (Mundmasken), die Grundgesetzwidrigkeit, usw. genau so wenig einleuchten, wie bei der zunehmenden Anzahl der Regierungs-Kritiker.

Was mich am meißten innerlich zerreißt, ist, warum wir uns mit den falschen Fragen in der ganzen Diskussion beschäftigen. Reiner Zahlensalat seitens RKI und das Gefühl, das nur noch eine handvoll Leute dieses Land regieren, die uns täglich mitteilen: "So wirds gemacht. Punkt",

ist eben auch keine Informationspolitik in einer lebendigen Demoktratie, kein Wunder, wenn die Leute dagegen protestieren, (übrigens keine Analogie zur Energiewende-Debatte, die seit Beginn der '80er intensiv diskutiert wird).

Und trotzdem, reine Vermutung, wird dann wenn die globale Rechnung aufgemacht wird, der globale Gewinner bei der kommenden BTW den großen Stimmenzuwachs erfahren, wieder eine Parallele zu 1989, damals hieß der Gewinner Helmut Kohl.

Hoffentlich täusche ich mich, in meiner laienhaft inkompetenten, verschwörungsschwangeren, unentschiedenen, Corona-Wahrnehmung, wonach all diese Maßnahmen von Anfang an falsch waren, Gründe genug, diese Regierung abzuwählen.

MfG, HPK

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