Warum Ostdeutsche Russland verstehen wollen - Versuch einer Erklärung

Zu den seltsamen Begleiterscheinungen des Ukraine-Krieges gehört, dass viele Ostdeutsche um Verständnis bitten für Putin.

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Im November 1989 endeten für viele Ostdeutsche über vier Jahrzehnte Besatzung durch russische Truppen. Jahre, die geprägt waren durch willkürliche Gewalt in allen nur denkbaren Formen von der Enteignung zur Deportation, von der Massenvergewaltigung bis zur Erschießung. Es war eine Gewaltherrschaft, die mit 17. Juni und 13. August ihre traurigen politischen Höhepunkte erlebte. Panzer gegen aufständische Zivilisten, eine Gefängnismauer gegen ein widerspenstiges Volk - das waren die Verhältnisse unter den Russen im Osten Deutschlands.

Trotzdem reagieren ausgerechnet die Ostdeutschen auf den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine nicht mit einer klaren Positionierung gegen den perfiden Aggressor, sondern, ganz im Gegenteil, versuchen sie sich mit Erklärungen der Abläufe, die zum Einmarsch geführt haben sollen. Nicht dass sie Putin unterstützen, also den Einmarsch und das Morden für richtig ersehen. Die Position wird nur von wenigen eingenommen und über deren Motive geht es mir hier nicht.

Nein, die Frage nach dem Grundwiderspruch steht im Raum. Wie kann es sein, dass die vormals Drangsalierten jetzt um Verständnis für die Täter geradezu werben? 

Dieser zutiefst widersprüchliche Standpunkt wird ergänzt durch zum Teil harsche Kritik an den Reaktionen aus Kiew. Dass die Ukrainer sich gegen die Russen wehren, scheint der eigentliche Kriegsgrund zu sein. Gäben sie auf, wäre die Welt in den Augen vieler Ostdeutscher wieder in Ordnung. Und man muss befürchten, dass exakt dieser Standpunkt auch bezogen würde, überschritten russische Truppen die Grenze zu Polen oder marschierten in die baltischen Staaten. So dass schließlich gefragt werden muss: Wie reagierten sie auf einen Einmarsch russischer Truppen in Deutschland? Würden die Ostdeutschen die Russen mit offenen Armen empfangen?

Falls ja - es wäre nur in sofern verständlich, als der aktuellen, von vermeintlich christlichen Parteien flankierten Politik aus linker Idelogie und grünem Infantilismus eine Ende bereitet werden könnte. Genderunfug und kulturelle Auflösung hätten ein Ende. Doch allein die Drohung einer Dominanz russischer kultureller Elemente sollte die Freude über russische Panzer an Elbe und Rhein etwas dämpfen.

Zumal ja nicht nur in der Ukraine ein dritter Weg offen gezeigt wird: Für eine kulturelle Erneuerung Westeuropas braucht es keinen Machthaber Putin. Mitteleuropa ist in Warschau, Prag und Budapest längst wiedergeboren. Mit den baltischen Staaten und Rumänien entsteht vor dem Hintergrund einer umfassenden Unterstützung durch die USA ein wirkungsvolles Geflecht.

Und trotzdem bitten die Ostdeutschen um Verständnis für die Russen, dh. Führer im Kreml.

Dieser Widerspruch hat mich nicht erst seit dem 24. Februar, dem Beginn des Angriffskriegs Russland irritiert, sondern bereits sehr viel früher, gerade weil mir die Widerspenstigkeit der Ostdeutschen sympathisch war und ich bei Besuchen in Görlitz oder Jena dort mein altes Westdeutschland der 1970er Jahre wiederfand. Ein Land ohne allzu starke Kontrollen über Sprache und politisches Denken; ein Land mit verqualmten, streitbaren Talk-Shows und ohne penetrante Veganer. Und so suchte ich nach einer Erklärung, die mich überzeugte.

Bis ich sie fand, die Erklärung. Sie ist, wie könnte es anders sein, psychologisch. Anders lässt sich widersprüchliches Verhalten nun einmal nicht erklären. Sie muss ja etwa überbrücken können, was sich an der Oberfläche der sprachlichen oder auch politischen Logik nicht zeigt.

Des Rätsels Lösung liefert das Stockholm-Syndrom, also jenes seltsame Verhalten von Geiseln in Haft, die sich mit ihren Quälern identifizieren. Identifikation mit dem Aggressor wäre ein anderes Wort; die geschlagene Frau, die trotz aller Hilfe und Unterstützung wieder und wieder zu ihrem Mann zurückkehrt und schließlich sogar um Verständnis bittet für ihn den »armen Kerl«. Ein frühkindliches Trauma dient zur Erklärung brutaler Tätlichkeiten, erlebte Gewalt zur Entschuldigung ausgeübter Gewalt.

Das aber war genau die Rolle, in der sich viele Ostdeutsche lange Jahre gegenüber den Russen befanden. Sie wurden von den russischen Besatzern drangsaliert, erweitert um die Rechtfertigung, das alles diene dem Aufbau des Sozialismus. Wer möchte, kann hier die Familie einsetzen, für die der brutale Mann alles tut. 

Damit wird deutlich, warum das Phänomen gerade unter ehemaligen Mitgliedern der SED sich nicht so oft findet. Sie profitierten vom Besatzungssystem, befanden sich nicht am leidenden Ende. Und nur dort setzte sich die unbewusste Identifikation mit dem Aggressor fest. Man war nicht für die Russen, nicht einmam vor sich selber. So verweigerte man hartnäckig und sehr erfolgreich, Russisch lernen. Dieser stärkste Beweis der Sympathie mit einer fremden Kultur. Aber die Angst vor dem Gewalttäter blieb.

Als nun Moskau am 24.Februar das unbotmäßige Kiew mit dem ersten großflächigen Angriffskrieg in Europa seit 70 Jahren überzog - vergleichbar allenfalls mit dem Krieg gegen Ungarn 1956 -, da setzte bei den vormals drangsalierten jener Reflex ein, wie man ihn von drangsalierten Geiseln und Frauen kennt.

Zuerst wurde die Regierung in Kiew aufgefordert, den Widerstand einfach zu lassen. Die Russen wären ohnehin weit überlegen. Ein Kampf um die Freiheit koste nur unnötig Leben. Als dann die ukrainischen Truppen die Russen vor Kiew zum Rückzug zwangen, schlug die Sorge über die Opfer der Ukrainer um in Aggression gegen die Ukrainer und ihre Führung.

Denn die erfolgreiche Abwehr hatte den Ostdeutschen etwas vorgeführt, was sie alles in der Welt nicht sehen wollten: Dass man sich der Russen erwehren kann und wie man es macht: Man schießt zurück. In diesem Moment wurde das Verhalten der Ukrainer gleich mehrfach zum Auspunkt einer inneren Wut gegen sich selber und das Verhalten bis zur Wende im November 1989. Sie hatten den nach Einschätzung der meisten Fachleute aussichtslosen Kampf aufgegriffen und die stets ja auch richtige und wirkungsvolle Ausrede für die eigene Passivität widerlegt. Gehorchen offenbarte sich im Nachhinein als Feigheit. Gegen eine solche Entwicklung halfen nur Spöttereien über die politische und militärische Führung in Kiew.

Wer vorsichtig war, beließ es bei der Bitte um Verständnis für die russische Seite. Die Bedeutung Russlands wurde betont und dass es ohne Russland nicht ginge. Dass sich auch dieses Reich einfach auflösen könne so wie Habsburg oder Spanien, kam den Ostdeutschen nicht in den Sinn. Eine Welt ohne Russisches Reich liegt für sie jenseits aller Vorstellung. Das würde den zweiten Tod der DDR bedeuten, ein zweites '89.

Doch diese Bitte um Verständnis für Putin ist keine Unterstützung des Despoten im Kreml. Das entspricht der Haltung in Teilen der Linken, die den Verlust des einstigen Großreichs bis heute nicht verwunden hat und die Propaganda des Kreml nachplappert wie in Zeiten von Mauerbau und Juni-Aufstand. Ostdeutsche mit einer Biographie, die fern der SED lag, bitten nur um Verständnis für die russische Position. Fast möchte man sagen, sie zeigen Mitleid mit der versinkenden Großmacht, die vor über 30 Jahren den Kalten Weltkrieg verlor.

Warum? - Weil Verständnis zeigen, insbesondere aber gegenüber den anderen um Verständnis für einen Dritten bitten, ein Ausdruck von Macht ist. Wie die geschlagene Frau, die noch vor Gericht händeringend nach ein paar guten Worten für ihren gewalttätige Mann sucht, legen jene Ostdeutschen Russland-Versteher ein gutes Wort ein für Russland. Sie ignorieren 120 Jahre und mehr russische Lügengeschichten und die dichte Folge von Terrorregimen, zu denen auch das gegen sie selber gehörte, und holen sich ein wenig Machtgefühl, weil sie dazu beitragen könnten, Russland vor der Rache der drangsalierten Länder bewahren.

Die Bitte um Verständnis entspricht einem Gnadengesuch, über das die Ostdeutschen entscheiden dürfen. Die US-Justiz kennt diese Konstellation, wenn sie den Angehörigen eines Mordopfers die Möglichkeit gibt, ein erfolgreiches Gnadengesuch zu blockieren. Väter und Mütter, Söhne und Töchter können über die Haftverschonung entscheiden, sind selber Richter, die den Mörder ihrer Liebsten für den Rest seiner Tage in den Bau bringen können, wieder und wieder.

Untergründige Angst und der ebenso tief verwurzelte Wunsch nach Rache treiben die Ostdeutschen an, wenn sie um Verständnis für Putin und Russland bitten. Verständnis, das ein Herrscher, der seine Nachbarn überfällt und den anderen Nachbarn mit dem Einsatz von Atomwaffen droht, nicht wirklich verdient. Doch gegen Gewalttäter hilft nur Gewalt. Das ist die ganze traurige Wahrheit. Oder man unterwirft sich.

[Langfassung des Artikels]

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Merkelmussweg

Heborn, du solltest Ostbeauftragter der Ampel werden, denn du passt hervorragend zu den Lichtgestalten der letzten Jahre.

Gravatar: Tamara

Herr Hebold, es steht Ihnen frei, Ihre Gedanken zu dieser Frage zu äußern. Sie haben sich viel Mühe gegeben, das ist bemerkenswert. Aber wirklich begriffen haben Sie leider rein gar nichts. Nichts von unserer Geschichte, nichts von der aktuellen Politik und die Ostdeutschen werden Ihnen wohl ewig ein Mystherium bleiben. Am besten, Sie lassen weitere Erklärungsversuche bleiben, sie sind einfach nur peinlich.

Gravatar: Beobachter

Hallo Her Hebold
Sie schreiben da was vom Stockholm Syndrom. Sie scheinen aber an Cognitiver Dissoanaz zu leiden und daher ihre Einseitigkeit. Die Fakten wie sich der jetzige Krieg gegen die Ukraine erklären lässt dürften allegemein bekannt sein und dabei schneidet der aggresive Westen mit NATO, EU und US Betrüger Dems ganz schlecht ab.

Putin wollte keinen Krieg, man hat ihm den geradezu aufgezwungen und ich hoffe, dass die wahren Kriegstreiber noch die Quittung dafür bekommen werden ohne das es gleich zum Weltenbrand kommt.

Gravatar: werner S.

Noch etwas, den Versuch einer Erklärung hätte ich, wenn ich sie wäre, lieber bleiben lassen, denn es wird bei einem Versuch bleiben, so etwas absurdes versteht sowieso keiner.

Gravatar: werner S.

Ich bin Westdeutscher und dachte dass Ost und West vereinigt wurden. Sie haben das anscheinend in ihrer Ahnungslosigkeit immer noch nicht mitgekommen.
Ich bin kein Putinversteher, aber ich sehe die Tatsache, dass die USA die größten Kriegstreiber der Erde sind und auch diesen Bruderkrieg zwischen Russland und der Ukraine angezettelt haben. Ich sehe auch, dass sie ein Befürworter dieses verbrecherischen Expansions-Systems sind.

Gravatar: Tom aus+Sachsen

@tumb stone ( 19.04.2022 - 21:43 ) , immerhin hatten wir fortschrittliche Kernkraft zur Energiegewinnung wo Ihr da drüben noch zum Wahrsager gerannt seid und mit der Kirche den Teufel ausgetrieben habt.

( https://de.wikipedia.org/wiki/Anneliese_Michel )

Die PISA - Studien zeigen auch daß wir im Osten allgemein weitaus intelligenter sind. Das ärgert Euch natürlich aber nun hier mein Vorschlag: Wir schicken Euch alle dahergelaufenen Versager aus Wirtschaft , Medien und Politik wieder zurück . Dazu noch eine Handvoll Studenten der Theaterwissenschaft und Genderspezialisten. Die sind natürlich zu faul zum Arbeiten und haben auch sonst nichts in der Birne aber das fällt ja im Westen nicht sonderlich auf.

Gravatar: Hajo

@ Karlheinz Gampe

In einem Krieg kommt immer die ganze Niedertracht der Menschheit zum Vorschein, das geht schon seit tausenden von Jahren so und während in Friedenszeiten diese Unkultur noch kaschiert werden kann, tritt sie im Falle von körperlichen Auseinandersetzungen erst so richtig zu Tage.

Es ist das klassische Zeichen für das Tier im Menschen und das trotz aller geistigen Errungenschaften, die bislang nichts gebracht haben und ein Versagen gerade der führenden Gesellschaftsteile darstellt, obwohl diese eigentlich gehalten wären, solche barbarisichen Vorgänge zu vermeiden und dazu gehört eben doch mehr Verstand als man landläufig annimmt und ist der Beleg dafür, daß eben doch alle gleich sind und sich in keinster Weise unterscheiden, mit Ausnahme ihrer Stellung und ihrem Gehabe, was aber nicht über ihr Unvermögen hinweg täuschen soll.

Das merkwürdige daran ist auch noch die Tatsache, daß sich die Massen wie Schafe zur Schlachtbank führen lassen und wären sie den Anführern überlegen und hätten ein geeignetes Konzept, dann wäre außerhalb jedes Verteidigungskrieges im eigenen Land keine andere Unart mehr möglich und die ganze Kraft müßte sich dann auf die entartete Führungsschicht konzentrieren, bevor man sich daran macht, den Angreifer zu bezwingen, sollte es um das eigene Überleben gehen.

Wir erleben es immer wieder, von welchen Traumtänzern und Hassadeuren wir geführt werden und die kamen ja nicht von selbst an die Macht, die wurden gewählt ohne dabei gründlich zu prüfen und das Ergebnis ist das totale Versagen dieser Spezies, die sich in Grund und Boden schämen sollte, weil sie den neuesten Erkenntnissen einer humanen Führung nicht folgen und das Gegenteil machen und das noch mit Unterstützung der Kirchen und Gewerkschaften als Hauptvertreter empathischer Grundgedanken, die vielleicht für andere gelten, aber nicht für die eigenen Bürger, für die sie gewählt wurden und dabei kläglich wie immer versagen.

Niemand ist gezwungen, Parteinahme zu ergreifen und wer es trotzdem macht befindet sich in den Fängen der anderen und die Gründe können vielfältig sein und sind finanzielle Abhängigkeiten mit im Spiel wäre es eine große Sauerei, denn davon müßte Geistesgrößen eigentlich davon befreit sein und deswegen sind sie keine, wenn sie sich auch noch so bemühen, sich entsprechend darzustellen.

Gravatar: Thomas Wendel

Oder Warum Westdeutsche Russland nicht verstehen können - Versuch einer Erklärung!!!

Gravatar: tumb stone

Ich hab den Käse gar nicht gelesen.. mir reicht schon das Geätze in den bisherigen Artikeln
Eigentlich bleibt da doch nur noch ein Fazit: verzieht euch wieder hinter die Elbe, genießt eure 2 Evolutionsstufen, die ihr uns voraus seid - und von der Position aus könnt ihr dann gerne den Sozialismus einführen!
Wir hier sollten uns das von außen ansehen - 2+4 ist eh in jeder Hinsicht gebrochen worden - also war nett..

Gravatar: eva

Herr Hebold,

sind Sie in der ehemaligen DDR geboren, haben Sie dort gelebt oder erklären Sie nur aus eingeschränkter aber schlauer Westsicht, wie das Leben dort war. Ich nehme letzteres an, denn sonst wüssten Sie, dass z.B. "Russisch" ab 5. Klasse Pflichtfach war. Na und, war eben so, letztendlich ist es eine Fremdsprache wie jede andere auch.

Ich denke vor 1989 hätte man in Ostdeutschland Ihren Artikel wohl noch interessant gefunden und Glauben geschenkt. Bis 2022 hatten Ostdeutsche, manche sogar schon vor 1989, genügend Zeit den Westen, wie er ist, kennenzulernen. Gestehen Sie also den "Ostdeutschen" zu, dass die Ihren Versuch einer Erklärung nicht brauchen, um sich eine Meinung zu bilden, egal ob über Russland/ Putin, Westen, EU, Nato-USA.

Ich wette, dass zig "Westler" vor der Ukraine-Krise nicht mal wussten, was Ukraine ist, wo sie die suchen müssen oder wie man die schreibt. Zum Glück gibts Google.

Es gab den Zerfall der "Sowjetunion", nicht von Russland.
Ihre Schilderungen bzgl. der sowjet. Besatzungzeit z.B. "Massenvergewaltigungen" ist übertrieben. Vorkommnisse gab es, aber deshalb muss man nicht so maßlos übertreiben. Wo Nato-Truppen sind, ist ganz sicher auch nicht nur heile Welt?

Bis ich sie fand, die Erklärung. Sie ist, wie könnte es anders sein, psychologisch. Anders lässt sich widersprüchliches Verhalten nun einmal nicht erklären."
Klar, Ihre Analyse kann ja nur richtig sein. Ist ganz schön anmaßend und Sie liegen falsch. Das ist nicht psychologisch, sondern beruht auf eigenständigem Denken, eine Sache hinterfragen und eine Sache nicht nur einseitig beurteilen. Freundschaft, Vertrauen und friedliches Miteinander sind wertvoll erhalten bleiben.

Wie stufen Sie denn die Forderer und Befürworter ein, die sich laut äußern und dafür stark machen, dass die Ukraine "schwere Waffen" bekommen und Deutschland dort auch noch eine Führungsrolle übernehmen soll, vllt. schizophren? Man muss sich doch fragen, ob solche aus der Geschichte gar nichts gelernt haben, wenn die Deutschland wissentlich zur Kriegspartei machen wollen. Aber nein, immer mehr und schwerere Waffenlieferung ist doch nicht schlimm. Die meinen, Putin darf das nicht als Einmischung in den Konflikt ansehen, sonst ist er eben noch böser. So einfach ist das.

"Für eine kulturelle Erneuerung Westeuropas braucht es keinen Machthaber Putin."
Dafür braucht es aber auch keinen Biden, Selensky, Melnyk usw. Wichtig allein sind die Menschen in den Ländern Westeuropas, dass sie ihre Werte, Kultur, Sprache und Religion wieder wichtiger nehmen, sich gegenseitig achten, schätzen, akzeptieren, respektvoll und freundschaftlich miteinander umgehen.

"Mitteleuropa ist in Warschau, Prag und Budapest längst wiedergeboren."
Mitteleuropa war nicht tot oder begraben. Das gab es die ganze Zeit, selbst zu Zeiten der Sowjetunion.

"Mit den baltischen Staaten und Rumänien entsteht vor dem Hintergrund einer umfassenden Unterstützung durch die USA ein wirkungsvolles Geflecht."
Ach so nennt man das jetzt. Komisch, die Baltenstaaten u. Rumänien waren froh, als sie die sowjet. Besatzung los waren. Seit Jahren sind die Länder von USA-Nato mit Stützpunkten besetzt, aber das ist ganz toll, so beruhigend und nur in friedlicher Absicht.

Und als "Drangsaliert" fühlen sich Menschen immer mal aufgrund negativer Situationen, Zeiten oder Personen.

Gravatar: Nordmann

Brav brav Hebold. Immer schön im derzeitgen (us-finanzierten) Mainstream mitschwimmen.
Sie sollten sich mit dem Verhalten der ukrainischen Politiker ab dem vom Westen finanzierten EURO-Maidan beschäftigen...... Auch im Westen der Bundesrepublik gibt es Leute, die Putins Entscheidungen nachvollziehen können.

Gravatar: Hajo

Hätten sie einfacher schreiben und sich nun manchen Konterpart ersparen können.

Natürlich gibt es immer unterschiedliche Gruppen in der Betrachtung von Vorgängen, da sind zum einen die Befürworter und Unterstützer der Russen und zum anderen die gute Seite des Westen, die mit den gleichen blutigen Händen wie derzeit bei den Russen, was aber nicht der Grundtenor sein sollte, was ein ganz anderes Thema wäre.

Es gibt noch eine weitere Seite, die das alles betrachtet und das die Low and Order-Fraktion, die bei allen Emotionen auch die Ursache und die daraus resultierende Wirkung mit in ihr Denken einbeziehen und dann sieht die Welt schon anders aus in der eigenen Betrachtung und hat nichts mit Symphatien für die eine oder andere Seite zu tun, sondern deren Überlegungen beziehen sich auf Recht und Ordnung und Gefühle haben dabei zunächst wenig Platz um das ganze zu ergründen.

Die Gefühsduselei ist ein denkbar schlechter Ratgeber, denn sie verführt dazu, daß darüber Stimmung erzeugt wird und das ist aber nicht die Realität sondern reine Bauchsache und im übrigen auch leicht zu mißbrauchen und in dieser Situation befinden wir uns derzeit und der Krieg ist nicht nur eine körperliche Auseinandersetzung sondern auch eine geistige und das sollte man in seiner weiteren Gefahr nicht unterschätzen

Wer wenig Überblick hat, weil ihm das politische Interesse fehlt oder sich gefühlsmäßig leiten läßt wird Opfer und kann die Realität nicht mehr auseinander halten und das feuert den Krieg noch mehr an, als logische Denkweise, mit dem Ziel erst garnicht darüber hinaus zu treten und mit Verhandlungen zu beginnen, alles andere ist kontraproduktiv.

Gravatar: Wolfgang Hebold

Werte Leser,

das "Stockholm-Syndrom" ist keine Krankheit, sondern lediglich das Symbol für ein paradoxes Verhalten. Das sollte man wissen, bevor man mir Ossi-Hetze oder ähnlichen Unsinn unterstellt.

Und jeder, aber auch wirklich jeder, der nur ein wenig soziologisch denken kann, weiß, dass wenn ich "Ostdeutsche" schreibe, nicht alle Ostdeutschen gemeint sind. Soziologische Aussagen sind keine Allaussagen.

Nichts für ungut.

Grüße,

Wolfgang Hebold

Gravatar: Walter

Leider muss ich dem Autor dieses Artikels bescheinigen, dass er von geschichtlichen und historischen Ereignissen und Wahrheiten wenig Substanz vorzuweisen hat, sonst würde er nicht so einen geistigen Unsinn über die Ostdeutschen schreiben.

Es sind nicht die Völker, sondern die jeweils REGIERENDEN, welche diese in Konflikte und Kriege treiben, um ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen durchzusetzen. Die Völker dienen ihnen nur als Kanonenfutter um ihre Ziele zu erreichen.

Die Schuldigen sind immer das politische Establishment. Diese Erkenntnis, welche der Autor vermutlich selbst nicht vorzuweisen hat, versucht er den Ostdeutschen als negative Erscheinung zu unterstellen, welche in ihrer politischen Denkweise die Substanz besitzen, welche ich beim Autor und einem GROßTEIL des politischen Establishments auf der westlichen Seite unseres Landes vermisse.
Trotz der Berieselung durch die Medien haben sich die Ostdeutschen ihre Denkweise nicht manipulieren lassen!

Der Konflikt in der Ukraine wurde 2014 auf dem Maidan mit Milliarden US - Dollar der USA ausgelöst.
Das die Europäer damals nicht mitgewirkt haben, dafür wurden sie von der US -Strippenzieherin "Victoria Nuland" mit FUCK THE EU beschimpft. Auch die Äußerung der ehemaligen ukrainischen Ministerpräsidentin "Julia Timoschenko",gegen die 8 Millionen in der Ukraine lebenden Russen könne man nur mit Atomwaffen vorgehen zeigt doch, die Ursache des seit Jahren währenden Konflikts in den Donbass - Republiken.

Die Ukraine führt den Stellvertreter - Krieg der USA gegen Russland. Und alle europäischen Nato - Staaten die diesen Krieg nicht unterstützen werden von den USA sanktioniert.

Und wenn man sich fragt warum?
Die atomare Großmacht Russland ist für die USA ein Hindernis um deren Weltherrschafts - Ambitionen gegenüber China durchzusetzen. Wirtschaftlich sind ihnen die Chinesen schon voraus und militärisch in Verbindung mit Russland haben die USA nun auch das NACHSEHEN.

Der Autor sollte sich lieber wieder mit Mathematik beschäftigen - wo er die fachlichen Fähigkeiten dazu hat - als hier politische Agitation zu betreiben.

Gravatar: karlheinz gampe

@ Wolfgang Hebold

Analyse ist nicht sein Ding!

Den Krieg hätte es gar nicht geben müssen, denn Putin hat seine Karten auf den Tisch gelegt und der Westen hat mit gezinkten gespielt. Mit mir an Stelle von Scholz hätte es den Krieg nicht gegeben, denn eine Einigung war nicht schwer. Man wollte keine Einigung. War schon beim 2.ten Weltkrieg so. Werfe er nur einen Blick auf die kriminellen Lügner und Betrüger in der Bundesregierung. Was sprach gegen eine neutrale Ukraine? Man hätte nur wie einst versprochen sagen müssen, dass die Ukraine nicht in EU und Nato kommt! Will er das abstreiten? Er hat auch immer noch nicht auf mein Beispiel von Schoppenhauer mit den Stachelschweinen immer Winter geantwortet. Was passiert, wenn diese Stachelschweine mit ihren Stacheln im Winter den russischen Bären piesacken? Waffenmaffia, Pharmamafia, Umweltmafia und alle verdienen herrlich an kriminellen Politikern.

Gravatar: Ostdeutscher

Werter herr hebold,
ich soll also das Stockholm Syndrom haben. Sieh einer an.
ich bin 72 und in Ostdeutschland aufgewachsen, habe 12 Jahre in Neuruppin verbracht, einer Stadt mit rund 10000 sowjetischen Soldaten, die zur Bevölkerung nicht anders gewesen sind, wie eben Soldaten in einer Garnison unter eben den Bedingungen, wie sie die Sowjetarmee hatte, gelebt haben. Kein Ausgang, keine Privatsphäre, Drangsalierung durch die Älteren. Heimweh und aus solchen Gründen sind eben diese Soldaten mitunter fahnenflüchtig geworden.
Sie waren lästig, die Sowjetsoldaten, Offiziere, wie Mannschaften, jedoch kam man auch mit ihnen aus.
Sie dagegen, haben nach meiner Meinung jedoch keine Ahnung und was Sie da vom Erlernen der Russischen Sprache behaupten - sicher, sie war unbeliebt, weil nicht einfach zu erlernen, man konnte sie auch nicht recht anwenden, dass dieses Erlernen abgelehnt wurde, wer hat Ihnen nur solchen Quatsch erzählt.
Überhaupt, waren Sie schon mal privat in Russland, nicht in einer Gruppe und geführt? Dann wird Ihnen aufgefallen sein, dass die Menschen dort warmherzig, sehr gastfreundlich und nicht kriegerisch sind. Die wollen auch keinen Krieg. Aber sie wollen, wie auch Sie, ihr leben leben und ihre Sprache sprechen und ihre Kultur pflegen, auch wenn sie das Schicksal nach dem Zerfall der Sowjetunion nun in die Ukraine geweht hat.
Und nun sage ich Ihnen, den Ostdeutschen geht es auch um die Bewahrung ihrer Traditionen, ihrer Sprache und eine gewisse Wertschätzung der Lebensleistung und wenn hier plötzlich der Genderwahn einsetzt, das Klima Vorrang vor dem Menschen bekommt, Ideologie von links / grün das Sagen bekommt, dann ist es beinahe so, als ob die Ukraine die Russische Sprache verbieten will, die Minderheitenpolitik so ausrichtet, dass die Minderheiten immer unterdrückt werden. Aus diesem Grund kommt das Verständnis für russische Menschen, welches der Westdeutsche weniger hat, denn von dort kommt doch der ganze Genderunsinn, die Regenbogenfahne, Fleischverzicht, unbedingte Amerikafreundlichkeit und , und und.

Gravatar: Ganimed

Hebold, was soll man noch zu dir sagen?
Ich finde, du bist ein "Nullchecker" und Dummschwätzer.
Von NICHTS eine Ahnung aber großartig rumschwurbeln über Themen, die dir der Mainstream eingetrichtert hat.
Zu den "seltsamen Begleiterscheinungen" in dieser Zeit gehören übrigens Typen wie du es bist.

Gravatar: Freya

Mit Verlaub, der Autor glaubt die Antwort bzw. Lösung gefunden zu haben? Mitnichten. Das Stockholmsyndrom soll verantwortlich sein? Zitat:
"Des Rätsels Lösung liefert das Stockholm-Syndrom, also jenes seltsame Verhalten von Geiseln in Haft, die sich mit ihren Quälern identifizieren. Identifikation mit dem Aggressor wäre ein anderes Wort; die geschlagene Frau, die trotz aller Hilfe und Unterstützung wieder und wieder zu ihrem Mann zurückkehrt und schließlich sogar um Verständnis bittet für ihn den »armen Kerl«. Ein frühkindliches Trauma dient zur Erklärung brutaler Tätlichkeiten, erlebte Gewalt zur Entschuldigung ausgeübter Gewalt."

Ich bin in diese ostdeutschen Verhältnisse hineingeboren und in ihnen aufgewachsen. Es gab ausdrückliche Russenfreunde und es gab Menschen, denen die von oben propagierte Freundschaft zur "ruhmreichen Sowjetunion" auf die Nerven ging. Es gab also die Wahl, sich in dieser Richtung besonders zu engagieren oder sich davon weitgehend fernzuhalten. Man musste die Parolen von "Freundesland" und "Brudervolk" irgendwie zur Kenntnis nehmen, so wie man sich heute den corona-Regeln fügen muss, ganz unabhängig davon, wie man das alles empfindet.

Es war also jedem selbst überlassen, oft auch abhängig von der familiären Herkunft, wieviel dieser Russisch-Deutschen-Sozialismus-Ideologie man an sich heranließ, und ob man da aktiv mitmachte oder das nur an sich abperlen ließ. Die Unterstellung, dass Russen uns Ostdeutsche ständig massakriert hätten, Frauen allerorten vergewaltigt hätten und uns auch sonst in ständiger Angst und Schrecken hielten, ist falsch. Als Kinder lernten wir in der Schule russische Lieder, pflegten aber auch das deutsche Liedgut. Wir lasen russische Weltliteratur (Turgeniev, Tolstoi, Leskov, Puschkin uvm.) und wir gewannen dabei, auch wider Willen, einen Einblick in eine große Kultur, die man nicht zwangsläufig hassen muss. Zu den russischen Besatzern hatten wir überhaupt keinen Kontakt. Russen gehörten nicht zum Straßenbild, sondern wurden höchstens mal mit einigen wenigen Vertretern zu "Freundschaftstreffen" in Schulklassen oder Betrieben eingeladen. Und sollte, was äußerst selten vorkam, einmal eine Straftat verübt von Russen gegen deutsche Zivilbevölkerung gegeben haben, wurden die Täter zwar nicht vor deutsche Gerichte gebracht sondern intern äußerst streng bestraft. Ich rede hier nicht von den großen Auseinandersetzungen im "Prager Frühling" und beim 17.Juni, sondern vom ganz normalen Leben eines Kindes in der DDR.
Es schmerzt mich, zu lesen, dass alle Ostdeutschen, die heute Verständnis für das Vorgehen der Russen in der Ukraine aufbringen, psychisch krank sein müssen, denn nichts anderes ist das Stockholm-Syndrom als eine psychische Erkrankung. Ist es nicht eher so, dass Ostdeutsche aufgrund ihrer Sozialisierung innerhalb einer ständigen Ideologie-Verbreitung heute sehr sensibel auf Narrative und Parolen aller Art reagieren und diese viel dringlicher hinterfragen?
Ich hatte zum Beispiel vor dem Ukraine-Krieg nie etwas in den deutschen Medien davon gehört, dass es da ständige Aggressionen bis hin zu massenhaften Tötungen durch ukrainische Kräfte an der russisch-stämmigen Zivilbevölkerung im Donbass gegeben hat. Das musste ich mir erst einmal selbst erlesen, weil ich mich fragte, was der wahre Grund für diesen "Angriffskrieg" ist. So stellte sich für mich heraus, dass es zwar ein russischer Angriff ist, aber man ihn ebenso als Verteidigungskrieg bezeichnen kann. Also bitte Vorsicht damit, Menschen, die anderer Ansicht sind als der mainstream, zu infantilisieren und zu pathologisieren.

Gravatar: Ede Wachsam

Die Ostdeutschen sind auch viel besser informiert als viele von uns Wessis. Ja und die halten sich an die Fakten, die den Krieg erst provoziert haben. Sie aber Mr. Hebold habe sich selbst Blind gemacht, wahrscheinlich wegen der
"€" Zeichen in ihren Augen.

Gravatar: Fritz der Witz

Was soll diese einfältige Ossi-Hetze ? Fällt ihnen sonst nix ein ?

Gravatar: Tom aus+Sachsen

Sehr interessanter und vielschichtiger Artikel aber wenn der Verfasser einen Weg aufzeigen könnte wie man die linksgrüne Genderbagage von jetzt auf gleich loskriegt ( BEVOR sie unserem Land den Rest geben ) dann brauchen wir die Russen nicht. Ansonsten - seid willkommen !

Und komme mir bitte keiner mit " freie Wahlen " und " Demokratie " Die Behandlung der AfD bei Wahlveranstaltungen und besonders im Bundestag zeigt sehr deutlich was Fakt ist.

Gravatar: Exbiedermann

Werter Herr Herold!

Ihre Frage hätten Sie sich samt Artikel in vorliegender Form sparen können, wenn Sie rechtzeitig in der Freien Welt unter dem Artikel "Ist Ostern auch ein Fest für Konservative" den von mir unter "Audetur et altera pars"
am 16.04.2022 zur allgemeinen Lektüre gesendeten Aufsatz unter dem Titel:

Die Wahrheit über die Ukraine

Ein Artikel von Wolfgang Bittner vom 05. April 2022 um 9:05 gelesen hätten!
Zu Ihrer Information:
Der Schriftsteller und Publizist Dr. jur. Wolfgang Bittner lebt in Göttingen. Von ihm erschienen 2014 „Die Eroberung Europas durch die USA“, 2019 „Die Heimat, der Krieg und der Goldene Westen“ sowie „Der neue West-Ost-Konflikt“ und 2021 „Deutschland – verraten und verkauft. Hintergründe und Analysen

Viel Spaß beim Nachlesen!

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Zu den seltsamen Begleiterscheinungen des Ukraine-Krieges gehört, dass viele Ostdeutsche um Verständnis bitten für Putin.“ ...

Könnte das auch daran liegen, dass das von De Maiziere verkündete göttliche(?) Diktat
https://think-beyondtheobvious.com/stelters-lektuere/wegen-fluechtlingskindern-de-maiziere-kuendigt-senkung-von-bildungsstandards-an/
im Osten Deutschlands längst noch nicht wie gewünscht fruchtete???
https://www.n-tv.de/leben/Die-Ostdeutschen-lachen-sich-scheckig-article20682707.html

Gravatar: Marcel Arndt

Sehr geehrter Herr Hebold, das ist also Ihre Sichtweise. Akzeptiert. Tauschen Sie einmal "Russen"/"Russland" gegen "Amerikaner"/"Amerika" - vielleicht noch etwas von Care-Paketen erzählen, Rock'n'Roll, Hollywood, Nasenring.... Und schon haben Sie das schöne Bild unserer Brüder uns Schwestern, die immer auf der richtigen Seite standen und bis heute stehen. Am Ende des Weges merken Sie vielleicht, dass das "Amerika" von dem Sie fantasierten, doch auch nur ein schöner bunter Traum war und das kalte, realpolitische "Amerika" ihren Untergang genauso in Kauf nahm, wie den Russlands (und davor schon Spanien-1898 | Habsburg-1918 | Deutschland-1918 ... – eine lange demokratische Tradition, dieses Zerstören von Stabilität) ...

Gravatar: Hans-Peter Klein

Hallo Herr Hebold.
Es ist schon auffallend, wenn Sie wieder und wieder von "den Russen" und "den Ostdeutschen" reden.
Genau so auffallend ist es, dass Ihnen kein Wort der Kritik an der US-amerikanischen Außenpolitik einfällt, eine aggressive Politik die weltweit permanent in Kriege verstrickt ist und übelste Gewaltherrschaften unterstützt, wenn diese sich ihrem Machthunger und Hegemonialstreben beugen.

Man könnte Ihre Haltung sogar als "anti-russisch", "anti-ostdeutsch" aber "pro-amerikanisch" interpretieren.
Sie diagnostizieren diese Haltung rein psychologisch als so eine Art Stockholm-Syndrom, bei dem sich das Opfer mit dem Täter solidarisiert.

Dem würde ich entgegen setzen, dass Ihre Haltung der politisch gewünschten Polarisierung im Denken zuarbeitet. Wir sollen nicht mehr differenziert denken, das wäre viel zu schwierig, wir sollen rein dualistisch uns für ein entweder-oder, gut-böse, ja-nein, für-gegen, usw. entscheiden, im Kopf soll es ein Kampf des "guten Westens" gegen die "bösen Russen" sein, angeführt von Putin dem brachialen Schlächter, von dem man sich dann guten Gewissens distanzieren kann, wie von Stalin oder Hitler.

Da hat die westliche Kriegspropaganda wohl ihre volle Wirkung entfaltet, indem alles wunderschön einseitig ausgemalt wird. Nicht mit einem einzigen Wort gehen Sie darauf ein, welcher tiefere Konflikt den ostukrainischen Donbas und Donazk Regionen zugrunde liegt.
Aber genau diese Differenzierung macht einen ja schon zum Putin-Versteher und somit zum Feind der (angeblich) freien Welt, angeführt durch die USA.

Nein, ich muß Ihnen widersprechen. Freies, differenziertes Denken verlangt von uns Deutschen, dass wir auf die Ursachen dieses Konfliktes schauen und auf die langfristigen Absichten beider Kriegsparteien.
Da kann man durchaus zu einer ganz anderen Sichtweise gelangen, wie die Ihrige.

MfG, HPK
P.S.: Merkwürdig diese Parallele zur Energiewende, nur umgekehrt. Man soll nicht differenziert über Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit, Ökologie usw. nachdenken und diskutieren, sondern pauschal die Energiewende ablehnen, weil sie von den vermeintlich Falschen durchgesetzt wird.
Gegen diese gewollte Verwirrung und Orientierungslosigkeit helfen vor allem: geprüfte Fakten, am besten anhand von Zahlen.

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