Sag mir, wo die Lieder sind...

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Sag mir, wo die Lieder sind...
Datum: 23.12.2014, 14:32

 

Der Zentralrat der Muslime tut derzeit etwas, worauf wir im Sommer, als der islamistische Mob durch viele deutsche Städte zog , antisemitische Sprüche skandierte, Juden ins Gas schicken wollte und christliche Flüchtlinge in den Wohnheimen schikanierte, vergeblich gewartet haben: er ist auf allen Kanälen präsent, mit Verurteilungen, Schuldzuweisungen und Forderungen.

Die Bundeskanzlerin solle gegen Pediga einschreiten, Politiker würden sich nicht schützend vor die Muslime stellen, Islamkritik nicht wirkungsvoll verhindern.

Er fordert nicht weniger als die Aussetzung des verfassungsrechtlich garantierten Demonstrationsrechts für Pediga. Man muss Pediga nicht mögen, um festzustellen, dass die überwiegend schweigenden, gewaltfreien Demonstranten nicht vom Verfassungsschutz beobachtet werden, anders als manche der islamistischen Gruppierungen, die im Sommer auf unseren Straßen ihren Hass ausgetobt haben.

 

Erinnern wir uns: erst  als das Schweigen der Islamverbände zu den Gewaltexzessen damals zum Skandal zu werden drohte, gab es eine lauwarme Distanzierung, verbunden mit der üblichen Formel, all dies hätte nichts mit dem Islam zu tun.

Wir vermissen die entschiedene Verurteilung des IS- Terrorismus, der sich auf den Koran beruft, wenn er Andersgläubige köpft oder abschlachtet, Frauen vergewaltigt, steinigt, versklavt, tausende Menschen aus ihren angestammten Wohnorten vertreibt.

Die Islamverbände schweigen, wenn Islamisten islamische und andere religiöse Heiligtümer in Mali oder Afghanistan zerstören, wenn Schulmädchen entführt und den Sklavenmärkten zugeführt, oder Schüler ermordet werden, wie in Pakistan. Sie schweigen, wenn in Madrid, London, Sydney oder jüngst in Frankreich es zu islamistischen Terrorattacken kommt. Kein Wort zu den Vorkommnissen in  Asylbewerberheimen in Chemnitz und Berlin, wo islamische Asylsuchende christliche Flüchtlinge traktierten und zum Teil aus dem Heim vertrieben.

Oder nehmen wir den Brandanschlag auf die Mevlana- Moschee in Berlin- Kreuzberg im August dieses Jahres. Die Moschee, nach Ansicht des ehemaligen Leiters des Berliner Verfassungsschutzes Eduard Vermander, Sitz der vom Verfassungsschutz beobachteten Mili Görös, wurde von einem Brandstifter heimgesucht, der in einem noch nicht fertig gestellten Anbau, der nur durch den Hauptraum der Moschee erreichbar war, mittels Brandbeschleuniger Feuer gelegt hatte.

Zum Protest gegen diesen Frevel, der von zahlreichen Politikern begleitet wurde, die sofort zur Moschee eilten, um den „Anschlag“( S. Gabriel) zu verurteilen, kam es zu einem öffentlichen Gebet auf der Skalitzer Straße, das von den Medien eifrigst beschrieben und abgelichtet wurde.

Als sich später herausstellte, dass der vermutliche Attentäter ein Jordanier war, wurde da nur ganz am Rande mitgeteilt. Eine Entschuldigung für die ungerechtfertigte Verdächtigung der angeblich latent islamfeindlichen Deutschen? Fehlanzeige!

Einmal nur gab es einen bundesweiten Aktionstag gegen die IS, der vor allem erklärte, dass die IS nichts mit dem Islam zu tun habe.

Nun soll nach der Vorstellung des Vorsitzenden des Zentralrates der Muslime als Zeichen gegen die Pediga an Weihnachten ein muslimisches Lied in christlichen Kirchen gesungen werden. Weil es mit muslimischen Liedern so seine Schwierigkeiten hat, macht er auch gleich den Vorschlag, eins von Yusuf Islam, alias Cat Stevens zu nehmen.

Allerdings hat es der Vorschlag in sich, denn leider hat sich der zum Islam konvertierte Friedenssänger zum Hasser entwickelt, worauf die Achse schon hingewiesen hat.

Obwohl das Ansinnen ebenso absurd ist, wie das einer öffentlichkeitssüchtigen Australierin, als Reaktion auf die islamistische Geiselnahme in Sydney Muslime zur Arbeit und zum Strand zu chauffieren, damit sie sich nicht ausgegrenzt fühlen, stürzten sich unsere „Qualitätsmedien“, „Bild“ an der Spitze, sogleich darauf.

Bisher konnten sie nur bei einem SPD- Hinterbänkler, der begeistert zustimmte, fündig werden. Der deutsch-iranische Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour (Grüne) brachte eine interessante Variante ins Spiel: »Es wäre ein tolles Zeichen des friedlichen Zusammenlebens der Religionen, wenn in der Kirche ein islamisches Lied gesungen würde und in der Moschee ein Weihnachtslied«.

Hallelujah, sobald in den Moscheen dieses Landes am Heiligabend „Stille Nacht, heilige Nacht“ erklingt, wäre ein wirkliches Zeichen für Verständigung und gegen die IS gesetzt, denn Lieder sind für die Gotteskrieger Sünde.

Sven von Storch

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