Rettungsschirme auf der Titanic

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Rettungsschirme auf der Titanic
Datum: 22.05.2010, 15:20

versorgt werden, auch stabil bleibt . Diese Volksvertreter scheinen zu glauben , dass die Demokratie in Deutschland nur erfolgreich war, weil immer größere Bevölkerungsgruppen an den Transfertropf gehängt wurden. Ein Schelm, wer denkt, es könnte auch Eigeninteresse mit Blick auf die Wahlen dabei sein. Leider erweisen sich die Wähler von mal zu mal undankbarer. Sie werden schon sehen, was sie davon haben. Was sich vor unseren Augen auf der politischen Bühne abspielt, ist Stoff für mehrere Albträume. Der Steuerzahler muss demnächst nicht nur den Gürtel enger schnallen, sondern sollte sich beizeiten an den Gedanken gewöhnen, dass seine „sicheren“ Bundesschatzbriefe, Riesterrenten und ja, auch die bisher mit einem ununterbrochenen Strom von Steuergeld gespeisten Umweltfonds , die zur Zeit noch mit 8% Rendite werben, um neue Anleger zu gewinnen, nichts mehr wert sind. Unser Oma ihr klein Häuschen ist bereits versoffen, auch wenn dieser Fakt bisher erfolgreich vor der breiten Öffentlichkeit geheim gehalten wurde. Denn unsere Politiker haben unter der Führung von Merkel eine neue Aktivität entdeckt. Sie spannen, koste was es wolle, „Rettungsschirme“. Es kostet einiges, um nicht zu sagen alles. Mit dem heutigen Tag sind die Bürger unseres Landes von den Mitgliedern einer bürgerlichen Koalition unter Führung einer Ostdeutschen, die als Oppositionsführerin einst verkündete, dass sie den Bankrott eines Staates miterlebt hat und alles tun will, um einen zweiten zu verhindern, kalt enteignet worden. Nach den „Rettungsschirmen“ für Banken, Autoindustrie und Griechenland hat eine von Angela Merkel geführte Regierung nun einen „Rettungsschirm“ für den Euro gespannt, weil angeblich unser aller Schicksal am Euro hänge. Es genügte eine leere Drohung des französischen Staatspräsidenten, um Frau Merkel vergessen zu lassen, dass sie gewählt wurde, um die Interessen ihrer Mitbürger zu vertreten. Sie wolle die Kanzlerin aller Deutschen sein, hatte sie gerufen, als sie der ungeliebten schwarz-gelben Koalition nicht mehr ausweichen konnte. Nun nimmt sie alle Deutschen für ihre Fehlentscheidungen in Haftung. Hätte Sarkozy Frankreich aus dem Euroverband austreten lassen? Kaum. Und wenn, wäre es Frankreichs Problem gewesen, wie es eigentlich Frankreichs Problem ist, dass hauptsächlich französische Banken von einem griechischen Staatsbankrott betroffen wären. Warum es „alternativlos“ sein soll, dass deutsche Steuerzahler z.B. die Banken-, und Firmenholdung EFG -Group des Griechen Spiros Latsis, ein enger Freund des Portugiesen Manuel Barroso, der nicht müde wurde, als EU-Kommissionspräsident „Solidarität“ einzufordern, vor den Folgen ihrer insgesamt 66 –Milliarden- Spekulation mit griechischen Staatsanleihen zu bewahren, wird uns nicht verraten. Welche Folgen das heute beschlossene „Eurostabilisierungsgesetz“ für die deutschen Sparer und Anleger hat, wird ebenso verschwiegen. Klar ist, dass Europa nicht mehr ein Europa der Freiheit und der Rechtsstaatlichkeit ist, sondern ein Europa, das sich im Laufschritt auf die monetäre Planwirtschaft zu bewegt, in der es keine Rechtssicherheit und Schutz des Eigentums mehr geben wird. Wer dieses Menetekel nicht sieht, ist blind.

Dieser Beitrag erschien ursprünglich am 22.05.2010 auf der "Achse des Guten"

Sven von Storch

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