Kambodschas Kinder sind Freiwild für Organhändler und Pädophile- und die Welt schweigt

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Kambodschas Kinder sind Freiwild für Organhändler und Pädophile- und die Welt schweigt
Datum: 02.09.2013, 09:35

Der Schriftsteller Holger Doetsch, Mitbegründer des Vereins PROtect KIDS Kambodscha E.V., berichtete von seinen Erfahrungen in Kambodscha, das er regelmäßig bereist, um Kindern zu helfen.

In Kambodscha verschwinden immer alltäglich spurlos Kinder. Niemand sucht sie. Es sind entweder Waisen, oder Kinder, die von ihren armen Eltern für ein paar hundert Dollar in den Westen verkauft werden, in der Hoffnung dass sie dort  eine bessere Zukunft haben. Statt Bildung und ein schönes Leben warten auf diese Kinder Organhändler, Pädophile und Drogendealer.

Kaum auszuhalten waren die Schilderungen Doetschs von Leichenfunden junger Kinder, die nach Organentnahmen getötet und dann in Mülltonnen „entsorgt“ wurden.

Das war schon so, als ich Kambodscha Mitte  der 90er Jahre nach dem Abzug der UN-Truppen besuchte, und ein unvorstellbar verheertes Land vorfand.

Seitdem scheint sich die Situation nicht grundlegend verbessert zu haben. Seit  der Zeit der Terrorherrschaft der Roten Khmer und dem anschließenden Bürgerkrieg leben immer noch  viele Familien  in bitterster Armut, sind teilweise Analphabeten und wissen kaum, wie sie sich und ihre Kinder durchbringen sollten. Deshalb glauben sie den Europäern und Amerikanern gern, die ihren Kindern angeblich eine bessere Zukunft im Ausland ermöglichen wollen. Für 150 bis 200 Dollar kann ein Junge seinen Eltern abgekauft werden, Mädchen kosten ab 250 Dollar. In Kambodscha sind dies mehrere Monatsgehälter. Waisen bekommt man fast umsonst. Seit das Pol-Pot – Regime körperlich und geistig Behinderte systematisch umgebracht hat, werden solche Kinder werden versteckt und haben keinerlei Rechte.

In Siem Reap, eine Kleinstadt mit etwa 140.000 Einwohnern, wird in jedem Jahr von mehr als einer Millionen Touristen ein, um die größte Tempelanlage der Welt, Angkor Wat, zu besichtigen. Den meisten ist nicht klar, dass sie in einem Pardies für Organhändler und Kinderschänder geraten sind, die Abends an der Hotelbar ihre erfolgreichen Geschäfte mit der Ware Kind begießen. Das läuft ungefär so ab:
Die kambodschanischen Kriminellen geben Kindern zunächst ein oder zweimal kostenlos Crystal Meth, eine Droge, die sie umgehend abhängig macht, um dann vom Verkauf der Drogen an die nun süchtigen Kinder zu profitieren. Die Sucht führt  viele der Kinder dazu, ihren Körper zu verkaufen. Zumeist enden sie dann in den Bordellen für Kinderschänder in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh oder in Sihanoukville.

Die ausländischen Kinderschänder und Organhändler sind geradezu mafiös organisiert und lassen sich Kinder zuführen. Sie arbeiten regelrecht auf Bestellung, vor allem aus den USA und Frankreich, von wo sogar gezielt   bestimmte Organe angefordert werden. Mittelsmänner und -frauen kaufen den Eltern ihre Kinder ab und skrupellose Ärzte entnehmen in Kambodscha oder Thailand die Organe, die dann anschließend zu den "Kunden" ausgeflogen werden.

Holger Doetsch versucht mit seinem Verein diesem verbrecherischen Treiben entgegenzuwirken und einigen Kindern eine gesicherte Zukunft zu ermöglichen. PROtectKids Kambodscha unterstützt durch das Einsammeln von Spenden sowie das Werben und Vermitteln um und von Patenschaften in der kambodschanischen Provinz Siem Reap die Freundinnen und Freunde der nicht staatlichen Organisation “Kidscare Cambodia”. Damit können in Kambodscha diesen Kindern Nahrung und Kleidung zukommen und ihnen Schulbildung, Hygiene und das Verhalten gegenüber westlichen Touristen und ihren Avancen beigebracht werden, um sie vor Kinderschändern und Organhändlern zu schützen. Derzeit hat der kleine Verein gemeinsam mit den Partnerverbänden aus Frankreich, der Schweiz und Neuseeland für 432 Kinder Patenschaften organisiert. Diese Zahl erscheint zunächst nicht groß, aber Doetsch erklärte, dass man so wenigstens gewährleisten könne, dass die Spenden auch tatsächlich bei den betroffenen Kindern ankämen und nicht in der Verwaltung von Großorganisationen und staatlichen Stellen verschwinden. 

Zur bitteren Erfahrung der Hilfe für die vergessenen kambodschanischen Kinder gehört leider auch, dass selbst die Patenkinder nicht zu hundert Prozent zu beschützen sind. Dieses traurige Schicksal ist auch dem Patenkind von Holger Doetsch selbst widerfahren. Der 12jährige Pan wurde gezielt von Crystal Meth abhängig gemacht und ist seit Dezember 2012 nicht mehr auffindbar. Doetsch hat konkrete Hinweise darauf, dass der arme Junge, den er noch ein halbes Jahr zuvor in Kambodscha besucht hatte, in ein Kinderbordell verschleppt wurde. Trotz der Bemühungen des Vereins und seiner Partnerverbände sind im Jahr 2012 insgesamt fünf ihrer Patenkinder verschwunden.

Wer eine Patenschaft übernehmen möchte, kann das hier tun:

protectkidskambodscha.com/launch/

 

Sven von Storch

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