Eine Regierung der Wahlverlierer ...

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Eine Regierung der Wahlverlierer ...
Datum: 08.05.2012, 09:26

Schaut man sich die absoluten Zahlen an, sieht man die ganze Misere der etablierten Parteien: die CDU verlor gegenüber der Wahl 2009 ganze 97 039 Stimmen. Die SPD immerhin 3.860,trotz gestiegener Prozente. Die FDP mit ihrem „Wahlsieger“ Kubicki hat mit 130.436 Stimmen sogar die höchsten Verluste zu verzeichnen. Den Grünen kamen 24.615 Wähler abhanden, der kleinen SSW, die nun mit Macht an die Regierung will, 8.679 Stimmen.

Die Linke flog glücklicherweise aus dem Landtag, nachdem ihr 65.896 Wähler verlustig gegangen sind. Die hoch gelobten Piraten konnten nicht den Wählerverlust bei den linken Parteien ausgleichen. Sie kamen auf 79.903 Stimmen.

Verdeckt wird das Desaster nur, weil die Wahlbeteiligung auf einem historischen Tiefststand sank. Leider werden von allen „Wahlanalytikern“ die absoluten Stimmen vernachlässigt. Das erspart, der Realität ins Auge schauen zu müssen.

Die mit Anstand stärkste Partei sind wieder mal die Nichtwähler. Mit 39.9 Prozent würden die Nichtwähler den Regierungschef stellen, wenn ihre Stimmen nicht einfach unter den Tisch fallen würden.
Zeit für eine Nichtwähler- Initiative. Wenn die Parteien nur noch 60.1 Prozent der Wähler überzeugen können, an die Urnen zu gehen, sollten sie nur 60.1 Prozent der Mandate zum verteilen erhalten. Nur wenn sich der Stimmenverlust für die Parteien materiell auswirkt, werden sie wieder wirklich um Wählerstimmen kämpfen.

Beitrag erschien zuerst auf achgut.com

Sven von Storch

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