Ein Anschlag auf die Gesundheit der Thüringer!
Ein Anschlag auf die Gesundheit der Thüringer!
Datum: 29.11.2014, 20:03
Im hundertseitigen Koalitionsvertrag der angestrebten Linke- Regierung in Thüringen steht, dass sich die Koalition für einen „diskriminierungsfreien Zugang Homo- und Bisexueller zur Blutspende einsetzen wird.
Tatsächlich werden im Transfusionsgesetz, das Anfang der neunziger Jahre beschlossen wurde, potentielle Spender aus bestimmten Risikogruppen abgelehnt. Das Gesetz entstand nachdem in den achtziger Jahren über 1000 Menschen Transfusionen von HIV- oder hepatitisverseuchtem Blut infiziert worden sind.
Die Blutspendedienste haben Ausschlusskriterien aufgrund anamnestischer Angaben zum Teil wesentlich früher eingeführt, als von amtlicher Seite vorgeschrieben. Der Erfolg, der mit anamnestischen Ausschlusskriterien erzielt wurde, belegt das Verantwortungsbewusstsein und die Kooperationsbereitschaft freiwilliger Blutspender. Diese anamnestischen Ausschlusskriterien wurden im Laufe der Jahre mehrfach verbessert. Inzwischen wurden auch von der Weltgesundheitsorganisation und der Europäischen Gemeinschaft Standards für den Ausschluss von Risikogruppen aufgestellt.
All das will die Rot-rot-grüne Koalition in Thüringen aus ideologischen Gründen rückgängig machen.
Die Folgen werden die Empfänger von Blutkonserven zu tragen haben, wenn sie durch Bluttransfusionen infiziert werden.
Wenigstens durch die Ärzteschaft müsste ein Aufschrei gehen, denn die Ärzte und Kliniken werden angeprangert, wenn sie infiziertes Blut übertragen.
Die 171 Parteitagsdelegierten der SPD Thüringen werden den Koalitionsvertrag, dem sie heute zugestimmt haben, kaum gelesen haben. Anders ist ihr zustimmendes Votum nicht zu erklären.
Unfassbar, in Deutschland, wo hunderttausende Rinder „gekeult“ wurden, weil es einige wenige Fälle der Kreuzfeld- Jacob Krankheit in England gegeben hat, die möglicherweise auf BSE- verseuchtes Rindfleisch zurückzuführen waren, sollen Risikogruppen „diskriminierungsfreien Zugang“ zum Blutspenden erhalten!
Noch unfassbarer ist, dass ein solches Stück aus dem Tollhaus seit über einer Woche auf dem Markt ist und es niemand bemerkt hat.
Übrigens ist ein vertraulicher Spenderselbstausschluss längst gewährleistet. Blutspender können ihre Blutspenden von der Transfusion am Patienten ausschließen. Diese Entscheidung muss nach jeder Blutspende abgegeben werden. Sie dient dazu, die Gefahr einer Infektionsübertragung zu vermeiden, falls ein Blutspender zum Beispiel aus persönlichen oder sozialen Gründen an einer Blutspendeaktion teilnehmen will, obwohl er bei sich ein mögliches Infektionsrisiko vermutet.
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