Der alltägliche Horror in Nordkorea
Der alltägliche Horror in Nordkorea
Datum: 12.02.2015, 22:11
Nordkorea ist ein unvorstellbares Land. Es gibt nur einen Fernsehsender und kein Internet. Wir sind nicht frei zu singen, sagen, tragen und denken, was wir wollen. Nordkorea ist das einzige Land in der Welt, in dem Menschen hingerichtet werden, wenn sie unerlaubte Ferngespräche am Telefon führen. Nordkoreaner werden terrorisiert.
Als ich in Nordkorea aufwuchs, sah ich niemals etwas über Liebesgeschichten zwischen Männern und Frauen, keine Bücher, keine Lieder, keine Presse, keine Filme über Liebesgeschichten. Es gibt dort kein Romeo und Julia. Jede Geschichte ist nur Propaganda der Diktatorenfamilie Kim.
Ich wurde im Jahr 1993 geboren und schon bei meiner Geburt verschleppt, um nie die Worte Freiheit und Menschenrechte kennenzulernen. Nordkoreaner streben verzweifelt nach Freiheit und sie sterben dafür, auch in diesem Augenblick.
Als ich neun Jahre alt war, sah ich die öffentliche Hinrichtung der Mutter von Freunden. Ihr Verbrechen war: Sie hatte einen Hollywoodfilm geschaut. Die Äußerung von Zweifel an die Größe des Regimes kann drei ganze Generationen einer Familie ins Gefängnis bringen oder den Tod bedeuten.
Ich war in Korea, habe mit nordkoreanischen Flüchtlingen gesprochen und kann bezeugen, dass jedes Wort des Berichts von Yeonmi Park stimmt.Deshalb folge ich der Bitte von Gerd Buurmann gern, diesen Text möglichst weit zu verbreiten.
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