Dem Deutschlandfunk genügen die Toten in Israel nicht

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Dem Deutschlandfunk genügen die Toten in Israel nicht
Datum: 03.08.2014, 18:07

Immer, wenn man denkt, die Perfidie bei den Staatsfunkern bezüglich der Berichterstattung über Israel ist nicht mehr zu überbieten, beweist ein anderer Staatsfunker, dass es immer noch schlimmer geht.

Den vorläufigen Tiefpunkt setzt Herr Friedbert Meurer vom Deutschlandfunk in einem Interview mit dem israelischen Politologen Natan Sznaider, das am 2. August ausgestrahlt wurde.

Zu Beginn des Interviews wird Snaider von Meurer vorgehalten, dass Israel weltweit am Pranger stehe, mit jedem Bombenwurf auf zivile Opfer.

Kein Wort darüber, dass die Hamas Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht, damit sie mit Bildern von zivilen Opfern Propaganda machen kann.

Kein Wort, dass die Hamas seit Wochen Israel beschießt und Gelder, die sie für den Bau von Schulen gespendet bekam, für den Bau von militärischen Tunneln verwandte.

Nein, Herr Meurer vom DLF will von Sznaider wissen, warum 9 von 10 Israelis für die Fortsetzung des Kampfes gegen die Hamas sind und warum die Toten im Gaza- Streifen die Israelis so wenig berühren.

Die Antwort, dass man selbst unter Beschuss liege und so ein Mitgefühl eher in friedlichen Zeiten entwickeln könne, will Meurer nicht gelten lassen. Im Gegenteil.

Wie intensiv die Bilder von „verletzten Kindern, Blutlachen auf den Straßen u.s.w. im israelischen Fernsehen“ gezeigt werden, will der DLF- Mann weiter wissen.

 

Dass man sich im israelischen Fernsehen hauptsächlich mit dem Leid der eigenen Landsleute und den Verbrechen der Hamas befasst, findet der DLF- Mann offenbar unerhört.

Und dann kommt diese ungeheuerliche Passage:

„Also die Hamas wird ja hier auch kritisiert, Herr Sznaider, es fragen sich aber viele hier in Deutschland, auf israelischer Seite sind, ich glaube, bisher drei Zivilisten ums Leben gekommen. In Tel Aviv die Menschen heute Nacht bei dem Raketenalarm, viele drehen sich im Bett von links nach rechts um, umgekehrt haben wir über 1.000 Tote im Gazastreifen - ist es da wirklich unmöglich für jemanden, auch einmal daran zu denken, wie schlimm es im Gazastreifen ist, vielleicht sogar doppelt schlimmer als in Tel Aviv.“

Weil Herr Sznaider trotz dieser Unverschämtheit noch nicht auflegt, muss er sich auch noch die Frage gefallen lassen, ob er persönlich Mitleid mit den Menschen in Gaza habe.

Meine Frage an Herrn Meurer und den Deutschlandfunk, der sich nicht zu schade ist, solche Interviews zu senden:

„ Wie viele Tote in Israel hätten Sie den gern, bevor Sie sich zu einer fairen Berichterstattung über Israel aufraffen können?

 

Ich gehöre jedenfalls zu den hoffentlich vielen Menschen in Deutschland, die sich fragen, warum sie mit ihren Gebühren solche journalistischen Schurkenstücke finanzieren müssen.

Sven von Storch

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