Das ZDF verbreitet salafistische Parolen

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Das ZDF verbreitet salafistische Parolen
Datum: 19.10.2013, 18:57

 

 

Gestern im heute- journal: Unter dem Titel „Ein deutscher  Salafist packt aus“, wird ein Fanatiker präsentiert, mit der sensationellen Mitteilung, es handle sich um das erste Interview eines aus dem Syrienkrieg zurück gekehrten Salafisten.

Schon die Anmoderation trieft vor Verständnis. Zwar wird darauf hingewiesen, dass sich in Syrien inzwischen ein regelrechter Kriegstourismus entwickelt hat, auf dessen Schauplatz sich ausländische Söldner, auch aus Deutschland, tummeln, aber sie täten es auf der „Suche nach Sinnstiftung und Selbstbestätigung“ oder „Abenteuerlust“.

Darf man jungen Männern solch elementare Bedürfnisse verübeln?

Der ZDF- Journalist scheint jedenfalls schwer beeindruckt zu sein. Er stellt „Mustafa“ vor als jemand, „dessen Leben dem Islam gehört“ und der auch „dafür sterben würde“.

Offenbar ist das Grund genug, Mustafas Ideale des „reinen Islam“ den Fernsehzuschauern näher zu bringen.

Der Salafist  darf seinem Millionenpublikum klar machen, dass es ein „klarer Faktor im Islam“ ist, dass „man den bewaffneten Kampf führt“ und seinen „Körper einsetzen muss“.

Mustafa, erklärt uns die sonore Stimme im Hintergrund, werbe dafür, die „Kämpfer in Syrien zu unterstützen“. Er sei wütend auf die deutschen Behörden, die diese Hilfe unterbänden.

Das ZDF versteht diese Wut offenbar so gut, dass es sich beeilt, folgende Drohung Mustafas zu senden: Er empfände „großen Hass, ganz klar“ und „da sollte man sich nicht wundern, wenn irgend etwas passiert, in Deutschland“.

Während der gut aussehende junge Mann abgelichtet wird, wie er versonnen von einer Brücke ins Wasser schaut, wird ein Einspieler angekündigt, in dem  gesagt wird, dass Männer wie Mustafa beobachtet werden müssen, weil sie aus Syrien „mit konkreten Aufträgen“ zurück gekehrt sein könnten.

Dann erklärt die sonore Stimme zu Bildern von einer Veranstaltung des salafistischen Hasspredigers Pierre Vogel, die verniedlichend „eine Aktion in Frankfurt im September“ genannt wird, dass junge Männer besonders anfällig für Salafismus seien. Sie wollten sich „nur engagieren für Unterdrückte in Syrien“, aber genau das nutzten „Prediger“ aus, um „Emotionen anzustacheln“. Ein Dutzend derart „emotionalisierter“ junger Männer, darunter fünf Minderjährige“, seien  ZDF – Informationen zufolge nach besagter Veranstaltung nach Syrien abgereist, wo sie salafistische Terrorgruppen verstärkten, die auch Kindersoldaten einsetzten. Dort, das wird wenigstens gezeigt, töten sie und werden getötet.

Mustafa darf kommentieren: Der Märtyrertod sei „die beste Art zu sterben. Diesen Tod wünsche ich mir und jedem Glaubensbruder und jeder Glaubensschwester.“

Am Schluss wird der  junge Mann im romantischen Profil gezeigt, während die sonore Stimme säuselt, für die „Ermittler“(sic!) sei das Terrorismus, für Mustafa sei es „die Erfüllung seines Glaubens ohne Kompromiss.“

Wer kein Ermittler ist, aber trotzdem findet, dass der junge Terrorist Hass und Tod verbreitet, ist aus der Sicht dieser zdf- Macher wahrscheinlich islamophob.

 

Sven von Storch

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