US-Wahl 2020: Für die Börse ist der Wahlausgang belanglos

Am 3. November finden in den USA die Präsidentschaftswahlen statt. In der Börsenberichterstattung wird viel darüber spekuliert, welche Auswirkungen der Wahlausgang auf die Finanzmärkte haben wird. Ganz kurzfristig mag es tatsächlich ein paar Kursausschläge geben.

Veröffentlicht:
von

Am 3. November finden in den USA die Präsidentschaftswahlen statt. In der Börsenberichterstattung wird viel darüber spekuliert, welche Auswirkungen der Wahlausgang auf die Finanzmärkte haben wird. Ganz kurzfristig mag es tatsächlich ein paar Kursausschläge geben.

Höchstens ein paar kurzfristige Kapriolen

Die Geschichte zeigt jedoch, dass es letztlich belanglos ist, welche Partei den US-Präsidenten stellt oder im Kongress die Mehrheit hat. Konkrete Zahlen hierzu lesen Sie in der am Montagabend, den 26. Oktober erschienenen Monatsausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.

Schlecht für die Aktienmärkte

Dass die Wahlen für den mittel- und langfristigen Verlauf der Aktienmärkte bedeutungslos sind, ist eine schlechte Nachricht für Börsianer, die auf weiter steigende Kurse setzen. Der amerikanische Weltleitindex S&P 500 zeigt nämlich alle Zeichen einer wichtigen Topformation. Momentum, Sentiment, fundamentale Bewertung und Charttechnik ergeben zusammengenommen ein Bild, das eine gerade vollzogene Trendwende nach unten signalisiert. Daran kann weder der alte noch ein neuer US-Präsident etwas ändern.

S&P 500, Momentum-Oszillator, 2019 bis 2020

Der S&P 500 zeigt eine sehr bedenkliche Topformation, die durch die negative Divergenz des Preis- Momentum-Oszillators (blaue Pfeile) zusätzlich an Bedeutung gewinnt. Quelle: StockCharts.com

Und die fundamentale Überbewertung, die der S&P 500 und mehr noch der NASDAQ 100 in den vergangenen Monaten erreicht hat, stellt alles in den Schatten, was es zuvor gegeben hat. Das heißt, es wurden sogar die Rekorde der Jahre 1929 und 2000 übertroffen. Deshalb erwarte ich in der nun folgenden Baisse mindestens eine Kursdrittelung des S&P 500 – ganz gleich, wer im Weißen Haus regiert.

Gut für Gold und ausgewählte Minenaktien

Im Unterschied zu den Aktienmärkten befindet sich der Edelmetallsektor in der Frühphase einer langfristigen Hausse. Hier sind keinerlei Anzeichen einer Topformation oder einer Überbewertung erkennbar. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Das habe ich anhand einer Vielzahl bewährter Indikatoren in der Oktober-Ausgabe von Krisensicher Investieren ausführlich dargelegt.

Es gibt also keinen Grund, an der Fortsetzung der Goldhausse zu zweifeln. Und mein Preisbänder-Indikator, der auch auf die im August begonnene Korrektur hingewiesen hat, steht jetzt kurz vor einem wichtigen Kaufsignal.

Nehmen Sie die großen Chancen wahr, die damit bei ausgewählten Gold- und Silberminenaktien angekündigt werden. Welche Minenaktien ich Ihnen jetzt schon zum Kauf empfehle, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Zum Autor:

Claus Vogt ist zusammen mit Roland Leuschel Autor des gerade erschienenen Buchs „Die Wohlstandsvernichter - Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“ (261 Seiten, 19,99 €, ISBN 978-3-89879-896-9, FinanzBuch Verlag ein Imprint der Münchner Verlagsgruppe GmbH ) und Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs „Krisensicher Investieren“ (www.krisensicherinvestieren.com). Dieser Wegweiser schützt und vermehrt das Kapital seiner Leser mit konkreten Investments und wertvollem Hintergrundwissen abseits des Mainstreams.



Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte
unterstützen Sie mit einer Spende unsere
unabhängige Berichterstattung.

Abonnieren Sie jetzt hier unseren Newsletter: Newsletter

Kommentare zum Artikel

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars die Regeln höflicher Kommunikation.

Gravatar: Alfred

Trump wird ja allgemein als Versager dargestellt, obwohl er eine hervorragende Wirtschaftspolitik für Amerika abgeliefert hat.
Die Kurse müssen folglich nun steigen, weil sonst der Mainstream die ganze Zeit gelogen hätte.
Biden macht zunächst auf Klima, um die Insel von seinem Geldgeber Gates zu retten.
Deutschland: Fracking-Gas oder Gas aus Nord Stream2 ? Wie wird sich die amerikanische Kolonie, Deutschland, entscheiden? Gerät Merkel mit Biden nun in politische Ekstase? Haben wir nun täglich in den Medien mit Lobhudeleien zu rechnen?

Gravatar: Peter Lüdin

Fürs Stammbuch aller "Experten": auch J. Biden und seine Vizepräsidentin K. Harris wird keine Politik zum Wohle Europas machen. J. Biden ist zwar nicht so naiv jeden Tag "Amerika First" zu rufen, aber genau so wird auch seine Politik sein.

Gravatar: karlheinz gampe

Hab mir gerade den Chart S&P 500 angeschaut. Es sollte weiter nach Süden gehen. Bei ca. 3100 ist ein Kreuzwiderstand, wo es stoppen könnte. Bis zum Tief vom Frühjahr ist allerdings noch viel Fallhöhe beim S&P 500.

Gravatar: Hajo

Das Kapital ist doch völlig losgelöst von der Politik und folgt eigenen Regeln, der US-Dollar erst recht, denn der gehört nicht dem Staat, sondern Privatbanken und über allem wacht die FED als Feigenblatt, wobei die Strippenzieher das eigentliche Sagen haben.

Solange das Geld in Aktien angelegt wird ist der Sinn des Geldes entwertet, denn eigentlich war er mal als Zahlungsmittel und Gegenwert für ein Produkt gedacht und nun ist er selbst zum Produkt geworden und dadurch zum Spielball für Zocker rund um den Globus und allein die Gewinnler oder Verlierer beim steigen oder fallen des Kurses beweisen diese These und das ist völlig losgelöst von der Politik und beeinflußt sogar noch in Unverhältnismäßigkeit die Warenproduktion, die dann auch dieser Spekulationsmentalität unterliegt und dann die Anlage völlig unberechenbar wird und in den Händen der Maßgeblichen Anteilseigner zum Höchstrisiko wird, wo dann alle darunter leiden, wenn deren Süchte abseits der Norm liegen und nur ihr eigenes Ego befriedigen, wobei die verwaltenden Gesellschaften lediglich Geld generieren um dabei noch vermögender zu werden.

Hier hat sich über Jahrhunderte etwas eingeschlichen, was die Politik im Sinne der Allgemeinheit in dieser derzeitigen Form so hätte nicht zulassen dürfen und selbst der kleine Anleger spielt dabei mit und ärgert sich dann wenn er alles verliert, was er hätte wissen müssen, wenn er versteht, daß das eine Angelegenheit für nicht nur für Superreiche ist, sondern auch für Leute, die darin in ganzen Familientraditionen groß geworden sind und auch viel verlieren können, wenn man es sich leisten kann.

Schreiben Sie einen Kommentar


(erforderlich)

Zum Anfang