Untersuchungsausschuss Breitscheidplatz: Liberaler Islamkritiker im Kreuzfeuer

Der Untersuchungsausschuss zum Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt des Berliner Breitscheidplatzes im Dezember 2016 trat am vergangenen Donnerstag erneut zusammen. Nach der Anhörung zum Ausländerrecht vergangene Woche, dieses Mal Sachverständige zum Thema „Gewaltbereiter Islamismus und Radikalisierungsprozesse“ angehört. Wie die öffentliche Debatte zum Thema Islam erwarten ließ, kam es auch hier zu hitzigen Szenen als von dem von der AfD als Experten benannten liberalen Islamkritiker Imad Karim eine direkte Verbindung zwischen dem Islamismus und dem Islam hergestellt wurde.

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Islam soll keine Rolle spielen

Aus den zahlreichen Diskussionen und Talkshows ist die allgemeine Stoßrichtung bekannt: wir haben gefährliche und gewaltbereite Islamisten, aber mit dem Islam hat das nichts zu tun. So sahen es auch fast alle Sachverständigen in der Anhörung. Laut Dr. Marwan Abou-Taam vom LKA Rheinland-Pfalz stellt der Islamismus eine pervertierte Form der Religion dar, wobei die politische Ideologie auf der islamischen Religion aufgebaut wird. Die bereits vorhandene kriminelle Energie würde dadurch sakralisiert.  Dass die Radikalität direkt dem Koran, der Scharia und den Rechtsauslegungen bedeutender Religionsführer entspringt, wurde nicht thematisiert.

Fundamentalistische Einstellungen in deutschen Universitäten verhaftet

Wirklich fassungslos machten Äußerungen des von der LINKEN benannten Sachverständigen Sindyan Quasem. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Islamische Theologie in Münster. Laut Herrn Quasem sind die Kategorien von Fundamentalismus bzw. Salafismus „im Prinzip erstmal unproblematische Ansammlung von Einstellungen  und Werten“. Sehr wichtig war ihm auch die Unterscheidung von Gewaltbefürwortung und tatsächlicher Gewaltbereitschaft.
Auf den Punkt gebracht: solange sich der Extremist nicht in die Luft sprengt, hätten wir keine Probleme.
Von dieser Seite werden die großen gesellschaftlichen Gefahren überhaupt nicht wahrgenommen oder vielleicht sogar aktiv mitpropagiert.

Imad Karim forderte ehrliche Islamdebatte

Für die dringende Notwendigkeit einer ehrlichen Debatte über den Islam und seine Inhalte plädierte der von der AfD-Fraktion benannte Islamexperte und Journalist, Imad Karim. In seinem Eingangsstatement erläuterte er den Begriff Islamismus. Dieser existiert im Arabischen gar nicht und ist von seinen Inhalten mit dem Selbstbild des Islam übereinstimmend. Der Begriff „Islamismus“ stelle bei näherer Betrachtung dem Islam lediglich einen „Dauerpersilschein“ aus und springt bei Terroranschlägen ein, um den Islam reinzuwaschen. Das Hauptproblem vieler Muslime sei die fehlende Selbstreflexion und Bereitschaft, die Rolle Mohammads zu hinterfragen.

Islamismus ohne Islam geht nicht

Schon hier begann es auf Seiten der Linken und Grünen bereits kräftig zu brodeln. Die darauf folgende Fragerunde führte zu einer heftigen Kontroverse.
Eine großangelegte Studie von Prof. Koopmans aus dem Jahr 2008 ergab, dass für 66 % der befragten Muslime die religiösen Gesetze wichtiger als die staatlichen Gesetze sind, es für 75 % nur eine mögliche Auslegung des Korans gibt und 60 % Freundschaften zu Homosexuellen ablehnen. Hierzu wollte ich von Herrn Karim einen möglichen Zusammenhang mit dem sog. Islamismus erläutert bekommen. In seiner Antwort appellierte Herr Karim, endlich über den Islam zu reden (auch mit den Muslimen).

Karim, der selbst arabische Wurzeln hat, erklärteman könne nicht über das Problem Alkoholismus reden, ohne die Schäden des Alkohols zu erwähnen. Auch kann man einen jungen Mann nicht vom Rechtsradikalismus abbringen, wenn man um seine Gefühle nicht zu verletzen nicht über die Nürnberger Rassengesetze sprechen will.

Eklat und Sitzungsunterbrechung

An diesem Punkt zeigten die Vertreter der Grünen und Linken ihr wahres Gesicht, indem wilde Proteste gegen die vollkommen unproblematische Aussage von Herrn Karim losbrachen. Die Meinungsfreiheit endet bekanntermaßen dort, wo von der eigenen Meinung abgewichen wird.


Die öffentliche Anhörung musste unterbrochen werden und die Diskussion in nichtöffentlicher Beratungsrunde der Ausschussmitglieder ausgetragen werden. Letztendlich konnten die Alt-Parteien bei genauer Betrachtung der Aussage Karims keinen Skandal daraus machen. Karim konnte seine Ausführungen ungehindert fortsetzen. Ohne Imad Karim hätte in der Debatte eine kritische Stimme gefehlt.

Die kritische Debatte über den Islam lässt sich nicht unterdrücken

Um keine Verbindung zu den religiösen Inhalten herstellen zu müssen, wurde von mehreren Sachverständigen wiederholt auf die Pluralität hingewiesen, dass es also nicht den EINEN Islam gibt. Die Vielschichtigkeit der islamischen Strömungen bleibt unbestritten.
Allerdings liegt ihnen allen der Koran und die Lebensgeschichte sowie Aussagen Mohammads zu Grunde.

In Frankreich haben diese Woche 300 Politiker und Intellektuelle ein Manifest mit Kritik am Koran veröffentlicht. Sie fordern die Muslime darin auf, den Koran «als überholt» zu bezeichnen. Dabei geht es nach eigenen Angaben nicht um die Stigmatisierung einer Religion, sondern um den «Aufstand der reformbereiten, liberalen und aufgeklärten Muslime».

In deutschen Medien war hiervon nichts zu lesen. Altparteien wie Medien versuchen weiterhin krampfhaft den notwenigen Diskurs zu unterdrücken. Im Bundestag wird das nicht mehr gelingen.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

.… „Laut Dr. Marwan Abou-Taam vom LKA Rheinland-Pfalz stellt der Islamismus eine pervertierte Form der Religion dar, wobei die politische Ideologie auf der islamischen Religion aufgebaut wird. Die bereits vorhandene kriminelle Energie würde dadurch sakralisiert. Dass die Radikalität direkt dem Koran, der Scharia und den Rechtsauslegungen bedeutender Religionsführer entspringt, wurde nicht thematisiert.“ …

Ist es vorstellbar, dass der Grund für diese Nichtthematisierung neuerdings darin zu suchen sein könnte, dass die Göttin & Co. die AfD nun in folgender Form zu unterwandern versuchen https://www.huffingtonpost.de/entry/die-abtrunnigen-warum-rechte-politiker-zum-islam-konvertieren_de_5a6b1374e4b0ddb658c580e6
was etwa selbst der ARD längst auffiel?
https://www.focus.de/politik/videos/absoluter-tiefpunkt-ard-zeigt-merkel-mit-kopftuch-und-sorgt-fuer-einen-sturm-der-entruestung_id_4993335.html

Hat vielleicht selbst der Seehofer schon Angst davor, dass nun auch ´seine Göttin`(?) für deren Machterhalt zum Islam konvertieren könnte https://www.cicero.de/horst-seehofer-islam-bild-zeitung-interview-heimat-diskussion-muslime -
was ihn dann dazu zwingen würde, es ihr gleichzutun???

Gravatar: Erdö Rablok

Zum Thema Islam empfehle ich das kleine Buch von Norbert G. Pressburg -Good by Mohammed-.
Er beschreibt, um was für einen Unsinn es sich beim Koran handelt. Das Narrativ bedarf dringend der Aufklärung.

Gravatar: Karl Napp

Der Islam ist die Religion der mörderischen Intoleranz. Der Koran regelt alles menschliche Glauben, Denken und Handeln. Er ist auf die religiöse, geistige und staatliche Weltherrschaft des Islam ausgerichtet. Er kann von Menschen nicht geändert werden, denn er ist bei Allah. Er ist das Problem. Auf ihn gehen die ganzen Massenmorde im Namen Allahs an unschuldigen Menschen zurück, auch die Massenmorde zwischen den Sunniten und Schiiten und kleineren mohammedanischen Glaubensgruppen. Nur eine von allen Mohammedanern anerkannte religiöse Instanz, wie die Rechtsfakultät der Al Azhar - Universität in Kairo, könnte dem Massenmorden im Namen Allahs ein Ende setzen, indem sie nachvollzieht, was die Aufklärung vor 500 Jahren im Christentum bewirkt hat und den Koran und die ihn kommentierenden Hadithe einer Grundrevision unterzieht .

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