Ukraine-Krieg: Zerschossene Panzer dürfen vor der russischen Botschaft ausgestellt werden

Das Berliner Verwaltungsgericht erlaubt die Ausstellung von zerschossenen Panzern vor der russischen Botschaft – Und das ist auch gut so.

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Seit einiger Zeit gibt es Pläne, das Wrack eines russischen Panzers vor der russischen Botschaft in Berlin, Unter den Linden, auszustellen. Der für seinen ukrainischen Patriotismus bekannte ehemalige Botschafter der Ukraine Andrij Melnyk hatte die Aufstellung eines Panzerwracks mit den Worten begründet: »Das zerstörte Kriegsgerät Russlands, das im Herzen Berlins ausgestellt würde, sollte den Menschen in Deutschland ein hautnahes Gefühl von dem brutalen Vernichtungskrieg vermitteln«.

Für viele deutsche Patrioten und Nicht-Patrioten zu starke Worte. Der Rot-Grüne Berliner Bezirk Mitte wollte von dem zerstörten Kriegsgerät in der Berliner Innenstadt nichts wissen und verbot die Aufstellung mit einer allerdings waghalsigen Begründung: In dem Wrack seien wahrscheinlich Menschen gestorben, es könne Flüchtlinge traumatisieren und überhaupt sei ein Panzerwrack keine Kunst. Und Berliner Bezirkspolitiker gern über den Tellerrand starren, wurde sogar auf die außen- und sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands verwiesen. Schließlich stünde das Gerät direkt gegenüber der russischen Botschaft. – Einwände, die den Lokalpolitikern bei der Aufstellung syrischer Buswracks am Brandenburger Tor seltsamerweise nicht einfielen. Aber da haben ja auch Moslems und Araber protestiert.

Jetzt hat ein Gericht das Verbot des Bezirks gekippt. Dabei ließen es sich die Richter nicht nehmen, dem Bezirk die Leviten zu lesen: »Pietät« und die »außenpolitischen Interessen der Bundesrepublik Deutschland« sind »keine straßenrechtlich relevanten Belange«; außerdem handele es sich um eine »als Meinungskundgabe der grundgesetzlich geschützten Meinungsfreiheit«.

Sofern die Anti-Patrioten von Links-Grün nicht die höhere Instanz anrufen werden, steht den Panzerresten nichts mehr im Weg. (…)

Nur an der Begründung sollten die Initiatoren noch feilen. Denn der zerschossene T-72 sollte nicht nur die Berliner an den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine gemahnen – das sollte er auch. Aber vor allem sollte er den Mitarbeitern der russischen Botschaft und nicht zuletzt dem Botschafter selber deutlich zeigen, was passiert, wenn man ein Land brutal mit Krieg überzieht, das bereit ist, sich zu wehren.

(…)

Beim Anblick zerstörter russischer Panzer könnte ja vielleicht ein Prozess der Heilung beginnen.

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[zum Weiterlesen: Siege und Niederlagen]

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: D.Eppendorfer

Würde man in Berlin für jeden Krieg der USA und einer „Koalition der jeweils Willigen“, auch solche Trophäen aufstellen, wäre die gesamte Stadt unter einem riesigen Militärschrott-Berg verschwunden.

Wer aber z.B. irgendwo Massenvernichtungswaffen halluziniert bzw. herbei lügt, gilt im Wertewesten trotz etwa 100.000 Kollateralschaden-Leichen als der Gute und darf nicht brüskiert werden.

Jeder glaubensfanatische Amokläufer hat ehrenwertere Motive für sein Gemetzel!

Gravatar: Stefan Riedel

„Der Angriffskrieg ist der Krieg eines Tyrannen; wer sich jedoch verteidigt, ist im Recht.“ — Voltaire

An alle euch Angriffskrieger, Tyrannen dieser Welt, zur Warnung. Euer Schicksal.

Gravatar: Olaf Hüffner

Also eine "billigenswerte" Demonstration, so wie die versuchte und vollzogene Nötigung von den "Klimaprotestlern".

Gravatar: Hans-Peter Klein

Okay, dann aus allen Ländern in denen die USA intervenierrt haben, ebenfalls, in unmittelbarer Nähe zum russischen T-72, einen abgeschossenen US-Hubschrauber,-Panzer, oder sonstiges Kriegsgerät, vielleicht noch ein paar Trümmer aus Hiroshima und Nagasaki.

Dann, aber nur dann, hätte eine solche Aktionen vielleicht die beabsichtigte abschreclende Wirkung, nämlich, das Krieg kein Mittel ist um Konflikte zu lösen.

Wären Sie zu derlei Neutralität bereit ?

MfG, HPK

Gravatar: Helmut Kogelberger

Der Krieg in der Ukraine begann im Juni 2014 als der Präsident und Schokokönig Poroshenko (der sich mittlerweile mit Frau und wehrpflichtigem Sohn nach London abgesetzt hat) eine "mehrstündige" [sic!] Anti-Terror-Operation gegen die Zivilbevölkerung im Donbass ankündigte. "Unsere Kinder werden zur Schule gehen, ihre Kinder werden in Kellern sitzen."
Nach 8 Jahren des Terrors gegen die Zivilbevölkerung im Donbass hat Putin wie einst die NATO in Libyen das R2P Ticket gezogen.
Die Regierung der Ukraine hat Wind gesät und erntet nun den Sturm.

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