Tonlagen der Union, gestern und heute

In der Spitze der Union ist man sich einig, dass Guido Westerwelle mit dem Gedanken, Leistung sollte in Deutschland nicht als “Körperverletzung” betrachtet werden, etwas ganz Schlimmes gesagt hat. Die Kanzlerin

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ließ ausrichten, dass sie die Wortwahl ihres Vizes für bedenklich halte, er wurde als Esel und Neidhammel  beschimpft, der CDU-Generalsekretär rügte ihn via “Süddeutsche Zeitung”: “Das ist nicht die Tonlage einer Volkspartei.”

Was auch immer die CDU gefahren sein mag, hier ein paar Zitate aus eine Zeit, als man auch in der Union noch sagen durfte, dass Sozialismus nicht funktioniert, auch nicht im Sozialstaat:

“Wer Hartz IV erhält, darf nicht nur herumgammeln, sondern muss dafür etwas als Gegenleistung erbringen. Und wenn er nur drei, vier Stunden etwas tut.” CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder im Mai 2006

“Alle arbeitsfähigen Langzeitarbeitslosen müssen sich jeden Morgen bei einer Behörde zum Gemeinschaftsdienst melden.” Stefan Müller, arbeitsmarktpolitischer Obmann der Unionsfraktion im Bundestag, im Juni 2006

“Die Erhöhung der Hartz-IV-Sätze ist ein Anschub für die Tabak- und Spirituosenindustrie.” Der JU-Vorsitzende Philipp Missfelder im Februar 2008

Dekadenz beginnt mit Scheinheiligkeit. Hören wir also noch einmal die Union heute, in diesem Fall gesprochen von der bayerischen CSU-Sozialministerin Christine Haderthauer: «Im Grunde will sich doch jeder selbst ernähren können und nicht darauf angewiesen sein, dass sein Nachbar für ihn mitarbeitet. So wie allerdings Westerwelle nun Menschen gegeneinander ausspielt, die sich ihr Schicksal ja nicht ausgesucht haben, schadet Westerwelle dem Thema enorm.»

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: The Duke

Was soll das Gechwätz ? Wieviel Mühe hatte es gekostet Deutschland nach dem Krieg wieder hoch zu bringen - unsere Mütter- als Trümmerfrauen. Diese Frauen
haben ohne Entlohnung gearbeitet - bis zum Umfallen. Abgespreist mit einer niederen Rente. Das Problem sind nicht die Politiker ( sind doch nur Marionetten). Das Problem sind die unsichtbaren Banker - die im Hintergrund. Nicht der Direktor einer intern. Bank hier in der BRD.
Die Erhöhung der Steuern - braucht der unselbstständige Staat um seine nicht zurückbezahlten Kredite zu finanzieren.
Bei einer Schuldenlast von mindesten z.Zt von 8,4 Billiarden Euro kann man den Rentnern nicht die versprochene Rente sichern ?????? Wohl aber die, der
"Amtsträger"! Die mesiten Hartz IV oder V oder VI Empfänger würden lieber Arbeiten und weiter ihre eigene Familie versorgen aus eigener Kraft heraus. Dann sind aber diese Menschen nicht Abhängig und man kann sie nicht zu Sklaven machen ! Mann hat in der jetzigen BRTD noch nicht erlebt, wenn das Volk aufstehen würde wie ein Mann!
Davor haben die Geldmagnaten und deren "Sklaven" Angst. Wie singt R. May" spricht der Minister zum Bischof: "Halt Du sie dumm- ich halte sie arm!"
Damit das si bleibt, tut die Justiza ihr Übriges dazu. Wer reich ist hat damit auch "immer Recht!.

Gravatar: Freigeist

Hallo,
scheinheilig ist auch, die Unterschichten nach wie vor im Glauben zu lassen, sie hätten eine Chance.
Die Produktionsgesellschaft benötigt sie im Produktionsprozess nie mehr. Automation-Roboter?? Nur bestimmte "scheinheilige Gruppen", wie die Subventionslandwirte und Leute, die an Immobilien verdienen, sind daran interessiert, viele Verbraucher zu haben. Scheinheilig ist die Mehrheitsgesellschaft plus Kirchen, die die Unterschichten tagtäglich vergackeiern.
Grüße
Freigeist

Gravatar: P.S.

Was ist denn Volkspartei?

Alles Marionetten von Bilderberger & Co. im Kampf gegen das sich vermehrt organisierende Proletariat gegen die Kapitaldiktatur.
Da ist nur einer etwas übermotiviert. Ob das wirklich nutzt für deren Pläne, die Steigerung von Kapitalismus, den Faschismus zu installieren?

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