Tönnies – Der ideale Sündenbock

Eines muss man den Grünen lassen – sie haben von den Nationalsozialisten wirklich gelernt. Der Sündenbock wird mit ihrer Hilfe zu neuem Leben erweckt.

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Eines muss man den Grünen lassen – sie haben von den Nationalsozialisten wirklich gelernt. Nicht nur, dass sie Volksmassen nach Belieben bewegen und Kampagnen mit wahrer Meisterschaft inszenieren: Gestern ›Rassismus‹, vorgestern ›Klimawandel‹ und vorvorgestern ›Raucherverbote‹. Sie haben auch ein anderes Narrativ sämtlicher Schuldideologien zu neuem Leben erweckt: Den Sündenbock. Diese biblische Figur diente einmal dazu, die Schuld des Volkes Israel auf sich zu nehmen und damit beladen in die Wüste geschickt zu werden. Das Ritual sah vor, dass ein Priester die gemeinschaftlichen Sünden öffentlich benannte und dann auf einen Ziegenbock wies: Den Sündenbock.

Ähnlich auch heute. Eine bekannte Person zeigt auf einen vermeintlich oder wirklich Schuldigen und wird mit den Sünden aller »in die Wüste geschickt«. Und genau das geschieht momentan mit der Fleischindustrie, speziell mit einem ausgewählten Unternehmen. Ein Grüner, nämlich der Vorsitzende der Partei, Robert Habeck, hat den propagandistisch-priesterlichen Anfang gemacht. Nachdem die Mainstream-Presse steigende Infektionszahlen beim Fleischverarbeiter Tönnies in Gütersloh gemeldet hatten, erklärte er das Unternehmen zum Grund des Übels und holte auch gleich noch weiter aus, indem er, der bekennende Vegetarier, auf die Sünden verwiese: Den Fleischverzehr. Und wie immer, wenn die Grünen einen Schuldigen suchen, gestalten sie das Finden für sich lukrativ. Die Erhöhung der Fleischpreise gehört in Habecks Programm.

Das Vorgehen verdient die Bezeichnung: Äußerst geschickt. Denn zum einen verweist Habeck auf eine wirkliche oder vermeintliche Sünde. Und in dieser Hinsicht haben sie Grünen immer eine klare Meinung gehabt: Fleischverzehr ist eine Sünde. Man erinnert sich noch als den Veggi-Day mit Frau Künast; manche Eltern haben vielleicht auch noch die Brotbox vor Augen, mit der Künast das neue Schuljahr einläuten ließ: Ein Stück Kommiss-Brot und dazu eineinhalb Möhren sprangen den Kindern in der Schule wie ›Künast aus der Kiste‹ entgegen.

Nach dieser Markierung des Fleischfressers als Inkarnation des Bösen flankierten die Grünen ihre Propagandaaktion mit allem ideologischen Rüstzeug, das sie aufbieten können: Zuerst wurde das Soziale betont und auf die Arbeitsbedingungen in den großindustriell organisierten Schlachtereien verwiesen. Doch Habeck geht gleich noch einen Schritt weiter und greift nach dem billigsten aller verfänglichen Mittel: Die Kinder. Dass die Schlachtereien nicht geschlossen sind während für die Schulen der Lockdown gilt, erklärt er zum Skandal. »Für die Fehler im System der Fleisch-Industrie zahlen nun die Schwächsten der Gesellschaft – unsere Kinder«.

Doch Habeck wäre kein Grüner, wenn er nicht auch noch sein Herz für Migranten bewiese. Als günstig erweist sich, dass die Arbeiter bei Tönnies aus Osteuropa nach Deutschland kommen. Rettung von Migranten und Kindern – auf dieser Klaviatur klimpern die Grünen seit Jahren erfolgreich herum. Und mit Tönnies haben sie nun auch noch das konkrete, kapitalistische Böse gefunden, das man austreiben muss. Wie nebenbei kapern sie ein Thema der Linken.

Im nächsten Schritt wird Tönnies direkt attackiert: Demonstranten steigen auf das Dach des Tönnies-Schlachthofs in Rheda-Wiedenbrück und halten ein Plakat in den Propagandawind der Grünenchefs: »Shut Down Tierindustrie« heißt es jetzt schon. Die Partei hat einmal mehr eine neue Sau, die sie durchs Dorf treiben kann. Der Mainstream ist umgehend dabei. Vor diesem Hintergrund kann die Partei sogar ihre Forderung nach höheren Preisen für Fleisch öffentlich machen. Denn für das Gute sind Menschen gerne bereit, auch mal zu zahlen.

In einer Zeit der geschürten Angst vor Corona, suchen die verängstigten Menschen nach einer Erklärung, die es ihnen leichter macht, mit der Bedrohung leben zu können. Daran hat sich in den vergangenen 5 000 Jahren so gut wie gar nichts geändert. Und wahrscheinlich ist der Sündenbock keine Erfindung der Bibel. Was sich aber ändert, das sind die Methoden und Themen. Sie werden den Aktualitäten angepasst. Heute sind des Vegetarismus, antikapitalistischer Attitüde, sozialer Gedanken und Migrantenrettung, die das Gute umreißen – das Böse wird in diesen Tagen durch die Fleischindustrie repräsentiert. Sie auszutreiben lautet daher das Ziel, als wäre es möglich, das Coronavirus gleich mit in die Wüste zu schicken.

Doch erst dass Habeck und der Mainstream wesentliche Aspekte der bei Tönnies gesteigerten Infektionszahlen unterschlagen und auf diesem Weg einen Schuldigen ausfindig machen, dessen Mitschuld, wenn sie denn überhaupt existiert, sehr wahrscheinlich nur marginal ist, macht das moderne Bild vom Sündenbock wirklich perfekt. Die Juden, die laut Bibel den Sündenbock in die Wüste schickten, wussten, dass der Bock nicht wirklich schuld war an ihren Sünden; sie wussten um die Symbolik. Und womöglich weiß sogar der Chef der Grünen, dass die hohen Infektionsraten bei Tönnies überhaupt nicht auf Covid-19 verweisen, sondern ganz andere Ursachen haben. Wer will, kann es wissen: Corona-Viren sind auf Schlachthöfen schon seit langem permanent allgegenwärtig. Die erhöhten Werte sind das Resultat vermehrter Tests.

Aber Robert Habeck verweist öffentlich trotzdem auf den Fleischverarbeiter als den Schuldigen an der Verbreitung des Virus und macht ihn in diesem Sinne zum Auslöser eines Unglücks, für das er tatsächlich nichts kann. Das und erst das macht Tönnies zum Sündenbock für die Folgen des Lockdown. Ein Sündenbock, auf den Robert Habeck mit freundlichem Grinsen hinweist.

Wie gesagt: Das haben die Grünen gelernt: Propaganda zu machen, Propaganda mit einem Sündenbock auf den sie Volk und Medien hetzen. Der Urvater aller deutschen faschistischen Propaganda – wie Robert Habeck ebenfalls Germanist, Philologe und Doktor – hätte an diesem Spektakel seine Freude gehabt. Und ein Dauergrinsen kann an dieser inneren Ähnlichkeit in Sachen Propaganda nicht wirklich was ändern.

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Werner Hill

Sehr lesenswert - auch was beim Anklicken des rot unterlegten "wer will kann es wissen" steht.
Leider nützt der Wille nichts, wenn Politik und Medien alles verschweigen, was nicht zu ihrer Panikmache paßt.
Auch die Grünen sind m.E. nur Marionetten der
Plandemie-Strippenzieher im Hintergrund.
Im übrigen halte ich die Panikzahlen aus anderen Ländern (insbes. USA) für höchst fragwürdig weil man nie erfährt, wieviel getestet wurde, daß fast alle "Infizierten" sich gesund fühlen und daß es viele Viren gibt, die zu positiven Coronatests führen.
Aber: Respekt vor der perfekten weltweiten Organisation der Strippenzieher. Die Einnahmen aus ihren Pharmaaktien werden es ihnen lohnen ..

Gravatar: lutz

Wir leben in einer gelenkten Demokratie, denn in der Demokratie geht die Meinungsbildung vom Volk zum Staat aus.

Die Umkehrung der Meinungsbildung wirkt immer drückender auf das allgemeine Gefühl, weshalb der Blätterwald einstürzt und das Vertrauen in die Tageschau schwindet.
Gefühle sind subjektiv, aber sie können objektiviert werden mit Tatsachenfestellungen, daß wir mit halbseidenen Einseitigkeiten zu einer Auffassung getrieben werden und "Stars" sich zu dieser Auffassung bekennen.
Daß wir keine Begründungen für die Einseitigekeiten bekommen, sondern ein enervierender Duktus sich in die politischen Verlautbarungen eingeschlichen hat.
"Brauchen" wird zunehmend ohne "zu" gebraucht und soll für allgemeine Zustimmung sorgen. Wir brauchen eine neue Einstellung zu Bismark, weil viele das meinen? Wo ist die historische Begründung?

Ich halte Corona mittlerweile für eine Erfindung und der Vergleich mit der Mortalität in Deutschland macht etwas deutlich, daß es keine Gleichverteilung gibt, sondern wie bei der Mortalität eine steigende Kurve, daß die Corona-Toten im Verhältnis zur "normalen Sterbequote" unter 1 %, also im Promillebereich, liegt, daß wir rund um die Uhr mit Infizierten malträtiert werden und wenig von tatsächlich Verstorbenen hören.
Der Trick der Parteien scheint mir zu sein, daß wir blind an einen Test glauben sollen, der ausgerechnet aus einer Industrie stammt, die seit Jahr und Tag mit Korruptionsvorwürfen und Falschbehauptungen vor Gericht steht und hunderte Millionen und Milliarden an Strafe zu zahlen hat.

Parteien und Journalisten schüren Empörungswellen, um ihre politische Agenda durchzukriegen. Demokratische Prozesse weichen Meinungsumfragen, was zunehmend gefährlich wird.

Auf der Seite des BpB kann man lesen, daß es kein klares Rechtsverhältnis zwischen der BRD und der EU gibt. Was klar belegt, die EU ist eine Schimäre. Die Parteien stützen sich auf etwas, daß es in unserer Rechtsordnung gar nicht gibt.

Der "Führer" war bekennender Rauchgegner und Vegetarier, er prophezeite, die Welt würde in der Zukunft vegetarisch sein.
Seine Prophezeiung kam auch ohne Begründung aus.

Die Zufälle häufen sich.

"Edward Bernays" und "Arte" suchen. Wie die Medien uns in Kriege steuern.

Gravatar: karlheinz gampe

ich glaube vom Bildungsstand würde sich ein Nazi Göbbels einen Vergleich mit einem ungebildeten Habeck verbitten.Für Grüne bringen Kobolde den Strom, welchen sie dann im Kabel speichern. Laut Habeck verdoppelt sich die Corona Inkubationszeit alle 2 Tage. Mathe und Zusammenhänge kann der auch nicht. Wollte der nicht das chinesische rote Diktatursystem System in Deutschland und Europa einführen.

Merke: Die Grünen und die Roten, das sind doch meist Idioten !

Wer wählt sowas geistig zurückgebliebene Idioten ?

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

... „Wie gesagt: Das haben die Grünen gelernt: Propaganda zu machen, Propaganda mit einem Sündenbock auf den sie Volk und Medien hetzen. Der Urvater aller deutschen faschistischen Propaganda – wie Robert Habeck ebenfalls Germanist, Philologe und Doktor – hätte an diesem Spektakel seine Freude gehabt. Und ein Dauergrinsen kann an dieser inneren Ähnlichkeit in Sachen Propaganda nicht wirklich was ändern.“

Setzt das Habeck sein arrogantes Dauergrinsen etwa auch deshalb inzwischen schon fast permanent auf, weil er sich in einem auch für mich erkennbar anbahnenden Exzess aus politischer Dummheit und Größenwahn erhofft, dass Diktatoren-Zepter in Zukunft mit seiner Göttin(?) gemeinsam bzw. in deren Auftrag schwingen zu dürfen - was auch das langfristige Erhalten der heiligen(?) „Propaganda-Pandemie“ unabdingbar macht???
https://www.rubikon.news/artikel/die-propaganda-pandemie

Fällt das Lob für die „freie Presse“ unserer(?) Heißgeliebt-Allmächtigen(?) nicht auch deshalb so umfassend aus?
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2020/06/18/merkels-lob-der-freien-presse-entlarvt-sie-als-gegnerin-der-volkssouveraenitaet/

Allerdings: Darf inzwischen das Gefühl hegen, dass sich die Machtverhältnisse ohnehin längst gravierend(?) änderten???
https://www.youtube.com/watch?v=goZsf2c9uk8

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