Innerhalb von nur wenigen Jahren wurde ein erfolgreiches Bildungssystem in seinen Grundfesten erschüttert

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Innerhalb von nur wenigen Jahren wurde ein erfolgreiches Bildungssystem in seinen Grundfesten erschüttert
Datum: 17.11.2016, 12:38

Jörg Meuthen, der Chef der AfD-Fraktion in Baden-Württemberg, hielt am 10. November 2016 im Landtag eine Rede über den Niedergang der Schulbildung unter der grün-roten Landesregierung. Meuthen, der neben Frauke Petry auch Bundessprecher der Alternative für Deutschland ist, sagte ab Minute 1:55: "Wir hatten ein gut funktionierendes, perfekt etabliertes Bildungssystem – über Jahrzehnte. Bis die ideologisch motivierten links-grün-roten Abrisstrupps mit ihrer obskuren Agenda daherkamen, die da lautete: Ideologie statt Verstand, Gemeinschaftsschule statt Gymnasium, Einheitsbrei statt Dreigliedrigkeit, Kuschelpädagogik statt Fachwissen, Gender-Gaga statt Wissenschaftlichkeit, Inklusion und Gleichheitswahn statt bedarfsorientierter und individueller Förderung, Leistungsnivelierung nach unten statt Leistungsoptimierung, Schulplansozialismus statt Schulwettbewerb und Bildungseinfalt statt Bildungsvielfalt. Da kann man, Herr Kollege Schwarz, Ganztagesbeschulung eigentlich nur als Bedrohung gelungener Bildung betrachten! Grün-Rot ruiniert ein gutes Schulsystem, titelte die Welt unlängst. Dem können wir uns nur anschließen. Innerhalb von nur wenigen Jahren wurde ein erfolgreiches Bildungssystem in seinen Grundfesten erschüttert und geradezu in Schutt und Asche gelegt".

In dem von Meuthen erwähnten Kommentar in der Welt vom 28.10.2016 fasst Thomas Vitzthum das katastrophale Abschneiden der Schüler aus Baden-Württemberg wie folgt zusammen: "Die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2015 sind für das Land eine Klatsche. Seine Neuntklässler verlieren gegenüber den Schülern in anderen Ländern stark. Von einem Spitzenplatz in den Fächern Deutsch und Englisch vor sechs Jahren fällt Baden-Württemberg ins Mittelfeld zurück, im Kompetenzfeld 'Zuhören' in Deutsch gar auf den drittletzten Platz."

Der Bildungstrend ist eine Art PISA-Studie für Deutschland. In dem Bericht heißt es auf Seite 185: "Im Schuljahr 2012/2013 hat Baden-Württemberg zudem die Gemeinschaftsschule eingeführt, die alle allgemeinbildenden Schulabschlüsse anbietet und eine Reihe von Besonderheiten aufweist (beispielsweise Lernentwicklungsberichte anstelle von Noten, keine Klassenwiederholungen, verbindlicher Ganztag). (…) Da sich diese Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2014/2015 höchstens in der 7. Jahrgangsstufe befanden, konnte die Gemeinschaftsschule als neue Schulart im IQB-Bildungstrend 2015 noch nicht berücksichtigt werden."

Getestet wurden in Baden-Württemberg also nicht die Schüler der neuen Schulart, bei der es sich meist um umgewandelte Werkrealschulen handelt. Nein, es waren die Schüler des "überkommenen" dreigliedrigen Schulsystems, die plötzlich wesentlich schlechter abschnitten als in den Jahren zuvor. Wie kommt das? Der Kommentator erklärt es uns so: "Die Schulreform geschah in Baden-Württemberg unter grün-roter Ägide vor allem aus einem ideologischen Motiv. Die Notwendigkeit, eine Gemeinschaftsschule einzuführen, gab es nicht. Zudem wurde dieser Schulform alle Aufmerksamkeit zuteil. Sie erhielt mehr Lehrerstellen, mehr Geld und – das ist wohl der entscheidende Punkt – das Recht auf Zukunft. Die anderen, bis hin zum Gymnasium, mussten damit leben, nur noch geduldet zu sein, ja im schlimmsten Fall Fusionsmasse zu werden. Dieses psychologische Moment ist nicht zu unterschätzen, es hat sich schnell eingefressen in die Köpfe jener, auf die es doch eben ankommt: die Lehrer" (Welt vom 28.10.2016: Grün-Rot ruiniert ein gutes Schulsystem).

Jörg Meuthen, der Chef der AfD-Fraktion in Baden-Württemberg, hielt am 10. November 2016 im Landtag eine Rede über den Niedergang der Schulbildung unter der grün-roten Landesregierung. Meuthen, der neben Frauke Petry auch Bundessprecher der Alternative für Deutschland ist, sagte ab Minute 1:55: "Wir hatten ein gut funktionierendes, perfekt etabliertes Bildungssystem – über Jahrzehnte. Bis die ideologisch motivierten links-grün-roten Abrisstrupps mit ihrer obskuren Agenda daherkamen, die da lautete: Ideologie statt Verstand, Gemeinschaftsschule statt Gymnasium, Einheitsbrei statt Dreigliedrigkeit, Kuschelpädagogik statt Fachwissen, Gender-Gaga statt Wissenschaftlichkeit, Inklusion und Gleichheitswahn statt bedarfsorientierter und individueller Förderung, Leistungsnivelierung nach unten statt Leistungsoptimierung, Schulplansozialismus statt Schulwettbewerb und Bildungseinfalt statt Bildungsvielfalt. Da kann man, Herr Kollege Schwarz, Ganztagesbeschulung eigentlich nur als Bedrohung gelungener Bildung betrachten! Grün-Rot ruiniert ein gutes Schulsystem, titelte die Welt unlängst. Dem können wir uns nur anschließen. Innerhalb von nur wenigen Jahren wurde ein erfolgreiches Bildungssystem in seinen Grundfesten erschüttert und geradezu in Schutt und Asche gelegt".

In dem von Meuthen erwähnten Kommentar in der Welt vom 28.10.2016 fasst Thomas Vitzthum das katastrophale Abschneiden der Schüler aus Baden-Württemberg wie folgt zusammen: "Die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends 2015 sind für das Land eine Klatsche. Seine Neuntklässler verlieren gegenüber den Schülern in anderen Ländern stark. Von einem Spitzenplatz in den Fächern Deutsch und Englisch vor sechs Jahren fällt Baden-Württemberg ins Mittelfeld zurück, im Kompetenzfeld 'Zuhören' in Deutsch gar auf den drittletzten Platz."

Der Bildungstrend ist eine Art PISA-Studie für Deutschland. In dem Bericht heißt es auf Seite 185: "Im Schuljahr 2012/2013 hat Baden-Württemberg zudem die Gemeinschaftsschule eingeführt, die alle allgemeinbildenden Schulabschlüsse anbietet und eine Reihe von Besonderheiten aufweist (beispielsweise Lernentwicklungsberichte anstelle von Noten, keine Klassenwiederholungen, verbindlicher Ganztag). (…) Da sich diese Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2014/2015 höchstens in der 7. Jahrgangsstufe befanden, konnte die Gemeinschaftsschule als neue Schulart im IQB-Bildungstrend 2015 noch nicht berücksichtigt werden."

Getestet wurden in Baden-Württemberg also nicht die Schüler der neuen Schulart, bei der es sich meist um umgewandelte Werkrealschulen handelt. Nein, es waren die Schüler des "überkommenen" dreigliedrigen Schulsystems, die plötzlich wesentlich schlechter abschnitten als in den Jahren zuvor. Wie kommt das? Der Kommentator erklärt es uns so: "Die Schulreform geschah in Baden-Württemberg unter grün-roter Ägide vor allem aus einem ideologischen Motiv. Die Notwendigkeit, eine Gemeinschaftsschule einzuführen, gab es nicht. Zudem wurde dieser Schulform alle Aufmerksamkeit zuteil. Sie erhielt mehr Lehrerstellen, mehr Geld und – das ist wohl der entscheidende Punkt – das Recht auf Zukunft. Die anderen, bis hin zum Gymnasium, mussten damit leben, nur noch geduldet zu sein, ja im schlimmsten Fall Fusionsmasse zu werden. Dieses psychologische Moment ist nicht zu unterschätzen, es hat sich schnell eingefressen in die Köpfe jener, auf die es doch eben ankommt: die Lehrer" (Welt vom 28.10.2016: Grün-Rot ruiniert ein gutes Schulsystem).

Sven von Storch

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