Textvorschläge zur Euro-Urabstimmung

Hiermit schlage ich für die ‘Urabstimmung gegen den Euro’ folgenden Antragstext A vor:

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Die Alternative für Deutschland ist für ein geordnetes Ende des Euro und die Rückkehr zu nationalen Währungen. Übergangsweise kann der Euro als Parallelwährung fortbestehen. In jedem Fall muss jedes Land zu jeder Zeit aus dem Euro austreten dürfen, ohne die EU verlassen zu müssen. Umgekehrt darf kein Land mehr der Eurozone beitreten, schon gar nicht gegen den Willen der Bevölkerungsmehrheit.

Der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) und alle anderen Eurorettungsmaßnahmen einschließlich solchen der Europäischen Zentralbank (EZB) sind unverzüglich zu beenden. Es darf keine Banken-, Schulden-, Fiskal- und/oder Transferunion in der Eurozone oder EU begründet werden. Auch eine politische Union Europas lehnt die Alternative für Deutschland ab und tritt für den Erhalt nationaler Souveränität und Demokratie in Europa ein.

Vielleicht erscheint der Text manchen zu radikal, doch die AfD sollte zumindest nicht hinter ihr Bundestagswahlprogramm zurückfallen, welches am 14. April 2013 mit übergroßer Mehrheit in Berlin beschlossen wurde. Die entsprechenden Forderungen zur Währungspolitik ergeben Antragstext B:

° Wir fordern eine geordnete Auflösung des Euro-Währungsgebietes. Deutschland braucht den Euro nicht. Anderen Ländern schadet der Euro.

° Wir fordern die Wiedereinführung nationaler Währungen oder die Schaffung kleinerer und stabilerer Währungsverbünde. Die Wiedereinführung der DM darf kein Tabu sein.

° Wir fordern eine Änderung der Europäischen Verträge, um jedem Staat ein Ausscheiden aus dem Euro zu ermöglichen. Jedes Volk muss demokratisch über seine Währung entscheiden dürfen.

° Wir fordern, dass Deutschland dieses Austrittsrecht aus dem Euro erzwingt, indem es weitere Hilfskredite des ESM mit seinem Veto blockiert.

° Wir fordern, dass die Kosten der sogenannten Rettungspolitik nicht vom Steuerzahler getragen werden. Banken, Hedge-Fonds und private Großanleger sind die Nutznießer dieser Politik. Sie müssen zuerst dafür geradestehen.

° Wir fordern, dass hoffnungslos überschuldete Staaten wie Griechenland durch einen Schuldenschnitt entschuldet werden.

° In der Schuldenkrise müssen Banken ihre Verluste selbst tragen oder zu Lasten ihrer privaten Großgläubiger stabilisiert werden.

° Wir fordern ein sofortiges Verbot des Ankaufs von Schrottpapieren durch die Europäische Zentralbank. Inflation darf nicht die Ersparnisse der Bürger aufzehren.

Beitrag erschien zuerst auf: alexanderdilger.wordpress.com

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Andreas Schneider

So weit, so gut.

Allerdings ist der Euro (bei aller Bedeutung, die eine Währung zukommt) letztendlich auch "nur" Symptom einer völlig pervertierten EU-Manie.

Würde man sich von dem übersteigerten Gedanken dieser übers Knie gebrochenen europäischen "Einigung" lösen, ließe sich so mancher geistige Stuhlgang aus der Welt schaffen, der uns heutzutage als "Politik" verkauft wird.

Und wetten, dass in einer solchen, um den ganzen EU-Schwachfug bereinigten Welt ein "Euro" in der jetzigen Ausprägung per se keinen Platz finden könnte?

Wobei ich nicht etwa die Wechselwirkungen bestreiten möchte. Denn das DIESER Euro zum Hemmnis jeder weiteren (wirklichen) Einigung werden muss, können nur völlig verblendete EU-Ideologen behaupten.

Gravatar: Werner N.

Im Prinzip begrüßenswerte und buchstäblich notwendige Vorschläge. Eine Währung, die nach nur rd. 10 Jahren des Bestehens in einem Schuldenchaos ohnegleichen landet und permanent vom Steuerzahler und der Gelddruckmaschine gestützt werden muss, taugt nicht, schon gar nicht als Leitwährung. Die Spekulation, der „Euro“ werde den einheitlichen, zentralistisch re-gierten EU–Bundesstaat erzwingen, beruht auf mehreren Denkirrtümern unserer intellektuel-len Elite, nicht zuletzt dem merkwürdigen Verdrängen von 1989.

Ein Zurück zu „DM“, "Lire" oder „Franc“ dürfte nicht mehr möglich sein und ist auch nicht nötig. Warum ignorieren Ökonomen und Politiker der „Vereinigten Staaten von Europa“ bisher die Variante des Dollars , der aus einem amerikanischen, kanadischen oder australischen Dollar be-steht. Das ermöglicht Staaten, die Währung ihren wirtschaftlichen, industriellen und sozialen Gegebenheiten flexibel anzupassen. Die unabhängig von den ökonomischen Krisen allseits ir-rational beliebte Bezeichnung "Euro“ könnte so erhalten bleiben.

Allerdings wird im Beitrag nicht erwähnt, dass dazu der Lissabon–Vertrag (2009) nicht nur mar-ginal zu korrigieren wäre. Abgesehen von seinem tradierten Demokratie –Defizit müssten ins-besondere juristisch unsittliche Klauseln entfallen wie z. Bsp., dass der „No bail–out“–Passus „freiwillig" umgangen werden kann. Die Südstaaten werden das wiederum mit allen Mitteln boykottieren. Nicht einmal „Wikipedia“ erwähnt das in seinen Kritik–Passagen zum Vertrag. Bei so viel kleinkarierter Borniertheit scheint tatsächlich nur der Crash die Lösung. Die alternative Opposition in Europa wird vorher keine Mehrheiten erhalten.

Gravatar: Burger

Weg mit dem EURO!
Koste es was es wolle!!!!
Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!!!!!!

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