Wirtschaftliche Freiheit für Ideen
Wirtschaftliche Freiheit für Ideen
Datum: 03.09.2013, 06:44
Neuseeland belegte 2010 den dritten Rang im Economic Freedom Index of the World, der wie jedes Jahr Mitte September unter Mitherausgeberschaft des Liberalen Instituts der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit veröffentlicht wird. Nicht zu Unrecht, denn neben einem vorbildlichen Rechtssystem und geschützen (materiellen) Eigentumsrechten, einer sehr stabilen Währung und maximalem Freiraum für das Unternehmertum, beabsichtigt man in Neuseeland zukünftig auch die Freiheit von Ideen stärker zu respektieren. Wie ZDNet berichtet wurde in Neuseeland ein Patentgesetz verabschiedet, nach dem zukünftig keine Patente mehr auf Software vergeben und geschützt werden.
So wichtig der Schutz materiellen Eigentums für ein funktionierende Marktwirtschaft ist, so kontraproduktiv ist die Übertragung des Eigentumskonzepts auf die Sphäre geistiger Schöpfungen für die Innovationsfähigkeit einer Gesellschaft. Materielle Knappheit und die daraus resultierenden Nutzungskonflikte machen materielle Eigentumsrechte unabdingbar, wohingegen geistiges Eigentum zu einer Monopolisierung einer grundsätzlich beliebig oft kopierbaren Ressource führt. Damit wird eine künstliche Knappheit erzeugt, die zwar auf dem ersten Blick dem Urheber die Früchte seiner Kreativität garantiert, bei näherem Hinsehen aber Innovationen verhindert und nur um den Preis der Verletzung materieller Eigentumsrechte durch den Staat durchsetzbar ist. Es gibt keine empirische Evidenz für einen positiven Effekt von Patenten auf Innovationen und die Produktivität der Wirtschaft.
Beitrag erschien zuerst auf: liberalesinstitut.wordpress.com
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