Vom Niedergang erneuerbarer Energien

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Vom Niedergang erneuerbarer Energien
Datum: 22.08.2013, 16:02

Glaubt man den Protagonisten erneuerbarer Energieträger, dann sind wir auf dem Weg in ein goldenes Zeitalter der Energie aus sogenannten erneuerbaren Energieträgern. Doch berechtigt ist dieser Optimismus nicht, wie Björn Lomborg in seiner Project Syndicate Kolummne Der Niedergang erneuerbarer Energien beschreibt. Jahrhunderte der Umweltzerstörung und gesundheitsschädigender Emissionen durch energetische Nutzung von Holz und anderer organischer Materialien mussten vergehen bis die Menschheit durch technischen Fortschritt in der Lage war deutlich energiedichtere fossile Brennstoffe zu nutzen. Bis heute entfällt trotz sektoral hoher Anteile nur ein kleiner Teil der Nutzenergie auf die erneuerbaren Energieträger. Europa, selbsternannte Spitzenregion der Windenergienutzung, deckt heute mit einem Prozent einen geringeren Teil seines Primärenergieverbrauchs mit Windkraft als vor der Industrialisierung. Trotzdem wir schon heute enorme Preise für Wind- und Solarenergie zahlen, wird sich daran auch in den kommenden Jahrzehnten wenig ändern. Der schnelle Ausstieg aus den fossilen Energieträgern ist eine Illusion und wird, wie auch bei der Kernenergie, nur durch politischen Druck mit unangenehmen Konsequenzen für den Wohlstand der Bürger möglich sein. Björn Lomborg glaubt dem durch eine massive Förderung der Erforschung und Weiterentwicklung der Nutzung erneuerbaren Energien begegnen zu können, um in den kommenden Jahren massiv die Kosten zu drücken und eine Alternative zu konventionellen Energiequellen zu bieten. Volkswirtschaftlich ist das jedoch nur dann sinnvoll, wenn die Investitionsimpulse vom Markt und nicht vom Staat kommen. Die Vergangenheit hat gezeigt welche Innovationskraft die Energiewirtschaft entwickeln kann, wenn eine zunehmende, oftmals nur temporäre Verknappung konventioneller Energieträger am Horizont droht. Statt jedoch nach energietechnischen Phantasien zu greifen, orientiert sich marktgetriebene Innovation am jeweilig technisch machbaren und ökonomisch sinnvollen. Inkrementeller Fortschritt, der Offenheit für alle Alternativen der Energieumwandlung und -nutzung zeigt, ist allemal besser als Visionen, die sich vor allem durch eine förderpolitisch erzwungene Begrenzung des technologischen Horizonts auszeichnen. Mit den Scheuklappen der gegenwärtigen Energiepolitik und der damit verbundenen Förderpolitik ist kein Staat zu machen.

Beitrag erschien zuerst auf: liberalesinstitut.worpress.com

Sven von Storch

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