Kein großes Vorbild_ Kleine Energiewende in Ontario
Kein großes Vorbild_ Kleine Energiewende in Ontario
Datum: 06.06.2013, 10:02
Der unseren Lesern nicht unbekannte Umweltökonom Ross McKitrick kalkuliert den politischen Verantwortlichen vor, was das für eine Milchmädchenrechnung ist. Das beim Fraser Institute veröffentlichte Gutachten birgt dabei eine ganze Reihe zur deutschen Situation passende Argumente, zumal man hierzulande lange nach einer so fundierten Kritik der ökologisch motivierten, planwirtschaftlichen Energiepolitik sucht. Die Parallelen zur hiesigen Situation drängen sich dem Leser geradezu auf. Auch in Ontario wird es keine weitere Reduktion der Luftschadstoffbelastung geben, vielmehr ist mit einer Zunahme der Emissionen zu rechnen, da Windkraftanlagen in der Grundlast die emissionsarme Kernkraft verdrängen, wegen ihrer Unstetigkeit aber einen hohen Ersatzbedarf aus vergleichsweise schadstoffintensivem Erdgas bedürfen. Zudem würde ein Retrofitting der Kohlekraftwerke um ein vielfaches kostengünstiger ausfallen, als der subventionierte Ausbau der Windenergie. Der muss ein Mehrfaches dessen betragen , das entsprechend der nachgefragten Leistung eigentlich nötig gewesen wäre. Vermeintlich grüne Beschäftigte erhalten so lediglich temporäre Jobs in der Investitionsphase der Ontarioer Energiewende und sorgen dank steigender Energiepreise bei den Angestellten in anderen Wirtschaftsbereichen für einen nachhaltigen Karriereknick.
Lesetipp: Ross McKitrick, Energy, Pollution Control and Economic Growth, Occasional Paper 52, 2012, Ross McKitrick, Eine vernünftige Klimapolitik in einer Welt voller Unsicherheit, in: Realitätscheck für den Klimaschutz, Hrsg.: Steffen Hentrich, Holger Krahmer, 2011.
Beitrag erschien zuvor auf: liberalesinstitut.wordpress.com
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