Ist Preisdiskriminierung auf der Datenautobahn diskriminierend_
Ist Preisdiskriminierung auf der Datenautobahn diskriminierend_
Datum: 10.04.2013, 08:16
Schon ist die rede von Diskriminierung und gar von Zensur. Doch da auch die Übertragungskapazitäten der Netzinfrastruktur begrenzt sind und eine Kapazitätserweiterung kosten- und zeitaufwendig sind, kommt man im Internet um eine Preisdiskriminierung der Nutzer nicht umhin. Irgendwie müssen die knappen Kapazitäten rationiert werden und das kann im Datennetz – ebenso wie in anderen Wirtschaftsbereichen auch – nur über eine Separierung der Nutzer nach ihrer Zahlungsbereitschaft für die Geschwindigkeit und Priorisierung der Datenübermittlung geschehen. Nur so lassen sich die über die Deckung der variablen Kosten hinausgehenden Gewinne erwirtschaften, die für eine Finanzierung von Betrieb und Erweiterung des Netzes notwendig sind. Anders lassen sich die knappen Kapazitäten nicht effizient bewirtschaften, will man nicht finanzielle Defizite, Kapazitätsengpässe für alle Nutzer oder eine staatliche Subventionierung in Kauf nehmen müssen. Wer strikte Netzneutralität fordert riskiert die Übernutzung der Datenautobahn, ebenso wie die kostenlose Straßennutzung immer wieder zu kilometerlangen Staus in Zeiten hoher Verkehrsbelastung führt. Lesen Sie hierzu auch meinen früheren Kommentar Ist Netzneutralität wirklich neutral? und die dazu passende Studie Netzneutralität. Soll die Neutralität des Internet staatlich reguliert werden? von Prof. Dr. Jörn Kruse, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg.
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