Sofortige Neuwahlen in der CDU/CSU!

Die einen spielen auf Zeit. Die anderen lauern auf Gelegenheiten. Beides bekommt weder dem Land noch der CDU. Konsequenzen sind dringend geboten.

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Die einen spielen auf Zeit. Die anderen lauern auf Gelegenheiten. Beides bekommt weder dem Land noch der CDU. Konsequenzen sind dringend geboten. Konsequenzen aus dem, was die bisherige Amtsinhaberin, Frau AKK, als zentrales Argument für ihr Scheitern angegeben hat: Parteivorsitz und das Amt des Bundeskanzlers gehören in eine Hand. Einen derartigen Rücktritt hat es in der CDU-Deutschlands noch nicht gegeben. Will die CDU nicht sehenden Auges in die nächste Katastrophe steuern, ist eines geboten. Mit der anstehenden Wahl muß in Anbetracht aller Umstände zwingend die Übergabe des Amtes als Bundeskanzler verbunden sein. Oder will in Anbetracht des Zustandes der CDU/CSU es jemand verantworten, die Erfahrung von Frau AKK durch ihre Nachfolgerin oder ihren Nachfolger erneut machen zu lassen? Die Darstellung von Frau AKK über ihre Situation in Zusammenhang mit der Bundeskanzlerin läßt nur einen Schluß zu: dieses Verhältnis zwischen Parteivorsitz und Bundeskanzler-Amt ist toxisch.

Es ist für das Land und die Partei schlechthin unerträglich, den Zeitplan für die anstehenden Entscheidungen persönlichen Überlegungen untergeordnet zu sehen. Dabei gibt es ein europäisches Fixdatum, daß geradezu ein „Muß“ darstellt, vor Juli 2020 nicht nur die Wahl für den CDU-Vorsitz sondern auch die Nachfolge für die noch im Amt befindliche Bundeskanzlerin über die Bühne gebracht zu haben: die Rats-Präsidentschaft Deutschlands in der Europäischen Union für das zweite Halbjahr 2020. Oder will jemand in der CDU/CSU die Verantwortung dafür übernehmen, die Europäische Union wie die eigene Partei gegen die berühmte Mauer zu fahren? Es ist aus Sachgründen dringend geboten, sich von der Bundeskanzlerin „zu emanzipieren“, wie sie es einst über Bundeskanzler Helmut Kohl geschrieben hatte.

Es kann aber kein „weiter so“ in der CDU/CSU geben und die gravierende Schieflage der Parteienfamilie mit Wahlvorgängen abgetan werden. Die Ursache für die heutige Lage liegt nicht nur in dem toxischen Dualismus zwischen Parteivorsitz und Amt des Bundeskanzlers. Die CDU muß ein gesamtdeutsch akzeptiertes Verfahren für die politische Repräsentanz und Verantwortung in den Bundesländern ohne jede Bevormundung finden. Erfurt ist das Scheitern eines Modells, wie man es in einem Besatzungsgebiet praktiziert.

Die CDU/CSU muß sich wieder auf den Boden des Grundgesetzes stellen: der Geist des Freiheit muß wieder spürbar sein, dem Frieden im Land und in der Welt muß gedient werden und es müssen Konsequenzen aus den Verheerungen der Vergangenheit gezogen werden. Unser Staat, seine Grenzen und seine Rechtsordnung müssen geschützt werden und die staatlich organisierte Spaltung unseres Landes muß aufhören.

Willy Wimmer

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Kommentare zum Artikel

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Gravatar: Olaf Fröhlich

Nicht nur in den Parteien sollten Neuwahlen stattfinden, auch diese Regierung sollte sich endlich die Frage stellen, wie lange sie den Mitbürgern hier in Deutschland das noch antun wollen? Nur aus Geldgier? Und weil man meint seine Meinung anderen aufzwingen zu wollen? Soll es erst im eigenen Land Krieg geben? Frau Merkel glauben sie ihre Saat geht auf, die Honecker für Sie angelegt hat?

Gravatar: Aufbruch

Die Forderungen des letzten Absatzes in dem Artikel sind essenziell. Ja, aber wer soll sie erfüllen? Merkel wird es nicht tun. Merkel ist doch sch...egal, was aus Deutschland wird. Und die CDU? Sie ist kopflos. Enthauptet durch Merkel. Konfusität überall. Woran liegt es? An der unterwürfigen Rücksichtnahme auf Merkel. Diese Frau muss entmachtet und die Partei neu aufgestellt werden. Und das recht bald. Hätten CDU und FDP in Thüringen Charakter gezeigt und die Wahl des Ministerpräsidenten akzeptiert, hätte der bürgerliche Block in Deutschland endlich wieder ein Gesicht. Aber mit dem Geeiere der CDU und der anderen Alt-Parteien wird Deutschland immer mehr an internationalem Einfluss verlieren. Merkel sei Dank!

Gravatar: Armin

Ich kenne wirklich feine CDU Angehörige an der Basis, die einen ehrlichen Umgang miteinander wünschen und ersehnen; viele von diesen sehen Ihre Spitze als unrepressentativ, fühlen sich nicht vertreten durch diese, und sind entsetzt über das was aus ihrer Partei geformt wurde.
Viele an der CDU Basis können sich nicht mehr mit dem Merkelsystem identifizieren und das schon länger.

Den Ruf Merkels um Einigkeit empfinden Sie als abstrus und geheuchelt, da Sie als Basis ihrer Spitze keinen wirklichen Auftrag für viele dieser Eigendynamiken erteilt haben; man hat sie schlichtweg ignoriert von oben herab.

Im badischen sagte die Tage ein lange mir bekannter CDU Gemeinderat, er versuche das C zumindest noch in der Gemeinde hoch zu halten, stehe aber überdies vor keinem Rückhalt. Es wäre derweil zum Verzweifeln.
Selben Tenor konnte ich in Rheinland-Pfalz unabhängig mehrfach hören.

Interessant ist auch die Wertung, mit der AfD nicht zusammenarbeiten zu dürfen; an der CDU Basis wird das ebenso "völlig unrealistisch und undemokratisch" gehalten und auch schädlich.

Gravatar: mah

Zustimmung, Herr Wimmer.
Darüber hinaus müßte ein Merkel-Nachfolger auch die Positionierung der Gesamt-Partei in Angriff nehmen und die leidige heutige Abhängigkeit von nur einem möglichen Koalitionspartner beseitigen (regional sehr unterschiedlich, aber letztlich ist immer nur ein Partner da).
Das alles auch im Hinblick auf die BT-Wahl 2021.

Welcher Titan soll das alles leisten?
Und wenn es einen solchen geben sollte - wie hat er es bloß bisher in der Merkel-CDU ausgehalten?
Da müßte er sich aber sehr gut verstellt und versteckt haben, sonst hätte AM ihn weggebissen.

Viel wahrscheinlicher als das Erscheinen eines solchen Ritters auf dem weißen Pferd ist doch wohl ein Riesengerangel am und auf dem Personalkarussell in den nächsten Monaten.
Da müssen die Partei und Deutschland einfach mal etwas Geduld haben.

Allerdings kann ich mir bei keinem der drei aktuellen Parteisoldaten vorstellen, dass die dann den "Geist der Freiheit" aufleben lassen. Aber das mag an mir liegen.

Gravatar: Ekkehardt Fritz Beyer

„Die CDU/CSU muß sich wieder auf den Boden des Grundgesetzes stellen: der Geist des Freiheit muß wieder spürbar sein, dem Frieden im Land und in der Welt muß gedient werden und es müssen Konsequenzen aus den Verheerungen der Vergangenheit gezogen werden. Unser Staat, seine Grenzen und seine Rechtsordnung müssen geschützt werden und die staatlich organisierte Spaltung unseres Landes muß aufhören.“

Treffend formuliert!!!

Nachdem die Natur der CDU, ihren Grünen & Co. nun aber ein Schnäppchen schlägt
https://www.journalistenwatch.com/2020/02/12/irre-faktenchecker-das/
und eine Professorin scheinbar auch deshalb nun das Aussterben der Menschheit fordert
https://www.journalistenwatch.com/2020/02/12/toedlicher-klimawandel-professorin/:

Spielt es da etwa noch eine Rolle, wenn sich Salvini wegen seines Einsatzes für die Italiener nun 12 Jahre erholen(?) soll???
https://www.journalistenwatch.com/2020/02/12/jahre-knast-salvini/

Gravatar: Ulli P.

Sie haben recht, Herr Wimmer: "Die einen spielen auf Zeit. Die anderen lauern auf Gelegenheiten."

Eine die das "Warten auf Gelegenheit" bis zur Perfektion beherrscht, ist leider die von Ihnen immer als Frau Dr. Merkel bezeichnete Person. Ob Atomausstieg, Abschaffung der Wehrpflicht, Ehe für alle, Energiewende, E-Mobilität, Klimahysterie oder zuletzt die Außerkraftsetzung der Thüringer Verfassung (es gibt bestimmt noch mehr!): Sie springt stets auf die gerade abfahrenden Züge auf. So schnell können die CDU-Ambitionierten gar nicht gucken. Und Ihre CDU-Mitstreiter (ja, Ihre, Herr Wimmer!) stehen mit offenem Mund dabei ... Wenn dann auch noch gerade CDU-Parteitag ist, klatschen sie sich auch noch die Finger wund (obwohl sie Parteitagsbeschlüsse einfach ignoriert).

Wie kann dieses Phänomen gestoppt werden? Vielleicht sollten sollten Sie, Herr Maaßen, Frau Dr. Höhler und die gesamte Werteunion zur AfD übertreten ...

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