Kirche in Not

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Kirche in Not
Datum: 16.03.2018, 11:17

„,Jesus Christus spricht: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.‘ (Johannes 14,6)

Wir verwerfen die falsche Lehre, als könne und müsse die Kirche als Quelle ihrer Verkündigung außer und neben diesem einen Worte Gottes auch noch andere Ereignisse und Mächte, Gestalten und Wahrheiten als Gottes Offenbarung anerkennen; als gebe es Bereiche unseres Lebens, in denen wir nicht Jesus Christus, sondern anderen Herren zu eigen wären, Bereiche, in denen wir nicht der Rechtfertigung und Heiligung durch ihn bedürften; als dürfe die Kirche die Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen Überzeugungen überlassen; als könne und dürfe sich die Kirche abseits von diesem Dienst besondere, mit Herrschaftsbefugnissen ausgestattete Führer geben und geben lassen; als solle und könne der Staat über seinen besonderen Auftrag hinaus die einzige und totale Ordnung menschlichen Lebens werden und also auch die Bestimmung der Kirche erfüllen; als solle und könne sich die Kirche über ihren besonderen Auftrag hinaus staatliche Art, staatliche Aufgaben und staatliche Würde aneignen und damit selbst zu einem Organ des Staates werden; als könne die Kirche in menschlicher Selbstherrlichkeit das Wort und Werk des Herrn in den Dienst irgendwelcher eigenmächtig gewählter Wünsche, Zwecke und Pläne stellen.“

Besonders der letzte Punkt sollte den für die Entchristlichung der deutschen Kirchen verantwortlichen Käßmanns, Bedford-Strohms, Marxens, Woelkis und den anderen zeitgeistbesoffenen, staatsnahen Opportunisten und Karrieristen in den Ohren dröhnen. Wenn es heute wieder nötig wird, die Kirchen davon abzuhalten, sich mitschuldig an den Irrungen des Parteienstaates zu machen, haben die Theologen Karl Barth (entrückt 1968), Hans Asmussen (entrückt 1968) und andere aufrechte Christen in der Bekennenden Kirche während des Sozialismus der 30er und 40er Jahre vergebens standgehalten. Die „Barmer Erklärung“ der Bekennenden Kirche von 1934 gehört zu den Statuten der EKD, wird in Zeiten des Kulturmarxismus jedoch genauso ignoriert, wie das verfasste Staatsrecht von den gleichen Ungeistern relativiert und ausgehebelt wird. Die Kirchen biedern sich heute wieder einem Staat an, der die Opfer und die Toten selbstherrlicher Gleichmacherei und Geschichtsvergessenheit als Kollateralschäden auf dem Wege in ein von den indigenen Völkern bereinigtes, multikulturelles Utopia beiseitewischt. Daher sind die oben aufgeführten Punkte, bei denen es sich – falls Sie es angesichts ihrer Aktualität nicht bemerkt haben sollten – um die Kernthesen der Barmer Erklärung handelt, so aktuell wie damals. Ihre Gültigkeit indiziert den linken Zeitgeist, repräsentiert durch die gegenwärtigen „Eliten“, auch und gerade in den Kirchen, als antichristlich-totalitär, in christlicher Diktion als satanisch.

„Der Gesetzwidrige aber wird, wenn er kommt, die Kraft des Satans haben. Er wird mit großer Macht auftreten und trügerische Zeichen und Wunder tun. Er wird alle, die verloren gehen, betrügen und zur Ungerechtigkeit verführen; sie gehen verloren, weil sie sich der Wahrheit verschlossen haben, durch die sie gerettet werden sollten“ (aus dem Paulusbrief an die Thessalonicher).

Sven von Storch

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