Dammbruch für die Kultur des Todes

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Dammbruch für die Kultur des Todes
Datum: 18.12.2009, 14:38

Montag hielten in Kiel die Züge, weil sich ein junger Mann davor geworfen hatte.
Mittwoch legte sich ein Schüler meiner Frau auf die Gleise.
Gestern sprang der Neffe unserer besten Freundin aus dem 6.Stock und starb (Ort ohne Gleisanschluss).
Die Woche ist noch nicht rum und mir werden nur die Fälle aus dem unmittelbaren Umfeld bekannt, aber wenn’s so weiter geht kann sich Frau Käßmann auf die Schulter klopfen:
Schauen wir noch einmal in die Mitteldeutsche Zeitung vom 10.11.09 zur Gleislegung eines Fußballtorwarts.:

„Bei einer bewegenden Trauerandacht am Abend in der überfüllten Hannoveraner Marktkirche haben im Beisein der Führungsspitze des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mehrere tausend Menschen Abschied von Enke genommen. DFB-Präsident Theo Zwanziger, Löw, seine Assistenten Hans-Dieter Flick und Andreas Köpke, DFB-Teammanager Oliver Bierhoff und Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack erwiesen ihrem toten Freund und Kollegen die Ehre. Rund 800 Menschen drängten sich in dem Gotteshaus, um der Andacht der Landesbischöfin Margot Käßmann zu folgen. Vor der Kirche standen mehr als 3000 Menschen. Nach der Andacht fanden sich etwa 35 000 Menschen zum Trauermarsch zur AWD- Arena zusammen. An der Spitze trugen unter anderem 96-Manager Jörg Schmadtke und Trainer Andreas Bergmann ein schwarzes Banner mit dem Konterfei von Enke und der Aufschrift «Ruhe in Frieden». An der AWD- Arena lagen 18 Kondolenzbücher aus. „

Das war der Dammbruch.

Ab nun ist Selbstmord eine durch die EKD abgesegnete Form des Lebensentwurfs und macht Schule.
Aber die EKD segnet mit der Homoehe ja schon den mittelbaren Selbstmord, bis zur  Segnung des unmittelbaren Selbstmords war es da nur noch ein kleiner Schritt.
Ein christlicher Bischof hätte einem Selbstmörder nie in einem Suizid-Massen-Event für voyeuristische Gutmenschen den Segen gegeben.
Er hätte nach alter Sitte erklärt, dass Selbstmörder nicht in den Himmel kommen und die Kultur des Todes gegeißelt. Im Mittelalter wurde Selbstmördern sogar der Platz auf dem Gottesacker verweigert und sie wurden vor die Tore der Stadt gebracht.

Doch ein offenes Bekenntnis als Christ zur natürlichen Ordnung des Schöpfers und damit zum Leben, der Ehe und zur Familie ist nicht mehr opportun und führt unter Umständen sofort zur totalen Ausgrenzung – wie das Autodafé Eva Hermans überdeutlich gemacht hat.
Die populäre Feministin,  Humanistin und Vorsitzende des Esoterik Kreises Deutschland (EKD) Frau Käßmann, Lichtgestalt linker Relativisten, steht nun mit ihrer Organisation auch für Relativierung des Selbstmordes.
Doch ist ein Christ nicht auch immer Humanist?
Hätte man Stalin, Mao, Hitler, Ceausescu zu Ihrer Zeit als die größten  lebenden Humanisten gepriesen, wären einem Beifall und Parteikarriere sicher gewesen, hätte man gesagt, sie seien keine Humanisten, hätte es vorkommen können, dass das Todesurteil vom Humanisten persönlich unterschrieben gewesen wäre. Hätte man gesagt sie seien keine Christen… - auch hier  hätten Beifall und Parteikarriere gewinkt. Offensichtlich ist der Christ gefährlich für die humanistischen Menschenbefreier und der wahre Humanist taugt sogar zum Menschentöter. Der Humanist hat ein menschenzentriertes Weltbild, welches mit den wissenschaftlich-ideologischen Moden wechselt , der Christ beruft sich auf das Wort Gottes und dabei bleibt’s.
Deshalb überlässt er den Selbstmörder dem Urteil des Herrn, für Todkranke erbittet er seine Gnade.
Versuche der Nationalsozialisten die Kirche durch „Deutsche Christen“ zu entkernen und eine Kultur des Todes zu etablieren, oder wie heute der Bibel durch „gendergerechte Sprache“ das Leben auszuhauchen, fruchteten nur bei der evangelischen Kirche. Ich musste mir gerade die Weihnachtsgeschichte aus der Bibel in politisch korrekter Sprache u.a. mit „Hirten und Hirtinnen“ anhören, und nur weil ich eingeladen war, habe ich den unschuldigen Kirchenbau nicht angewidert unter Protest verlassen.

Es geschehen unheimlichen Dinge.

Nutzt die  Weihnachtszeit um mit Euern Kindern zu reden.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit.

Sven von Storch

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