Die Verlogenheit des GesamtschulMythos

Veröffentlicht:

Die Verlogenheit des GesamtschulMythos
Datum: 01.03.2010, 18:59

Die dicken Krokodilstränen der GGG („Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschulen“) sind scheinheilig. Durch Meldungen wie die aktuelle, daß 14.000 Schüler von Gesamtschulen abgewiesen worden seien, wird ein falscher Eindruck erweckt. Für Gesamtschulen wird übermäßig geworben, und sie suchen sich dann ihre Schüler mundgerecht verlesen aus. Sie sind aber nicht die großartigen sozialen Integrationseinrichtungen, als die sie sich gern darstellen. Es ist erwiesen, daß sie gerade die sozial benachteiligten Schüler weniger fördern als das gegliederte Schulsystem. Ein wesentlicher Anteil der Schüler, die ohne Abschluß die Schule verlassen, kommt von den Gesamtschulen. Sie sind „Abgänger ohne Hauptschulabschluß“. Deshalb wird automatisch vermutet, sie kämen von Hauptschulen. Hauptschulen dagegen setzen alles daran, keinen Schüler ohne Abschluß zu entlassen. Dieser Irrtum wird nicht richtiggestellt, Zahlen werden bewußt nicht offengelegt. Eine Schule, die bei handverlesener Schülerschaft und trotz bevorzugter Lehrerversorgung und Gebäude- und Sachausstattung solches Scheitern duldet, wird ihren Aufgaben nicht gerecht.

Aber durch Stimmungsmache einiger Gesamtschul-Politiker in der Öffentlichkeit und unkritische Berichterstattung in etlichen Medien lassen Eltern sich viel zu leicht verunsichern. Immer wieder wird die Wahl der weiterführenden Schule zur „Schicksalsentscheidung“ hochstilisiert, und Eltern lassen sich von dieser Hysterie anstecken. Schädlich ist das zu geringe Zutrauen in die Fähigkeiten des Kindes und die Neigung dazu, aus Angst vor einer angeblichen Festlegung die Gesamtschule zu wählen, die vermeintlich jedes Kind zum Abitur führen kann. Dabei können Eltern dort den Schulabschluß, den ihr Kind ansteuert, gar nicht mehr beeinflussen – so viel zum Stichwort „Elternwille“.

Sie sollten intensive Gespräche mit den Grundschullehrern führen und sich eingehend beraten lassen, welche Schule ihr Kind in seinen Anlagen, Begabungen und Interessen in den nächsten Jahren am besten fördern kann. Alle Schulen, vor allem auch die Hauptschulen, bieten einen Anschluß nach dem Abschluß, entweder in weitere schulische Bildungsgänge bis hin zum Abitur oder auch in berufliche oder fachgymnasiale Ausbildungen. Jedes Kind kann in unserer Schulvielfalt durch Leistungsbereitschaft, Fleiß und Sorgfalt sein Potential entfalten und es zu guten beruflichen Erfolgen bringen.

 

Ansprechpartner: Regine Schwarzhoff, Landesvorsitzende
T 0176 42007679
www.elternverein-nrw.de

Sven von Storch

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.

PayPal

Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.

Add new comment

CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.
This question is for testing whether or not you are a human visitor and to prevent automated spam submissions.