Zwei Briten und ein Marokkaner in Donezk vor Gericht

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Zwei Briten und ein Marokkaner in Donezk vor Gericht
Datum: 10.06.2022 - 10:24 Uhr

Berichte über die Beteiligung ausländischer Söldner in den Reihen der ukrainischen Armee hat es bezüglich des Kampfes um Mariupol viele gegeben. Der Wertewesten und Kiew stritten die Existenz solcher Söldner stets vehement ab und negierten deren Anwesenheit. Jetzt allerdings befinden sie sich im Erklärungsnotstand.

Denn vor einem Gericht in Donezk müssen sich die beiden britischen Staatsbürger Aiden Ashlin und Shaun Pinner sowie der Marokkaner Saadun Ibrahim wegen Verstoßes gegen das Söldnerverbot sowie diverser Kriegsverbrechen verantworten. Sollte das Gericht die Schuld der Drei feststellen, droht ihnen die Todesstrafe. Meldungen, wonach das Gericht bereits ein Todesurteil gefällt haben soll, konnten bisher nicht bestätigt werden.

Die britische Regierung hat gefordert, dass ihre beiden Staatsbürger als Kriegsgefangene gemäß der Genfer Konvention zu behandeln seien. Diese Forderung wurde mit dem Hinweis abgelehnt, dass sie nicht Mitglieder einer regulären Armee gewesen sind, sondern als Söldner gedient haben und ihnen somit diese Rechte nicht zustehen.

Alle drei wurden nach der Kapitulation von Mariupol von russischen Streitkräften ergriffen und den Ermittlungsbehörden der Republik Donezk übergeben. Die beiden Briten waren Mitglieder des ultranationalistischen Asow-Regiments, der junge Marokkaner gehörte einem Verband arabischer Freiwilliger auf Seiten der Ukraine an. Seine Regierung hat bisher keine Stellungnahme abgegeben.

Sven von Storch

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