Zugriff auf venezolanische Konten in den USA an Guaidó übertragen
Zugriff auf venezolanische Konten in den USA an Guaidó übertragen
Datum: 29.01.2019 - 10:18 Uhr
Im venezolanischen Machtkampf zwischen Nicolas Maduro und Juan Guaidó geht es in eine vorentscheidende Runde. Maduro setzt auf zwei Elemente: seinen Militärapparat und das Öl. Wobei das Öl noch etwas wichtiger ist. Denn ohne das Öl kann Maduro kein Geld generieren, um seinen Militärapparat zu finanzieren. Deswegen verkauft er sein Öl, vor allem in die USA, aber auch nach Russland und China.
Doch nun hat Maduro ein erhebliches Problem. Die USA haben den Zugriff auf die venezolanischen Auslandskonten in ihrem Land an den aus ihrer Sicht legitimen Staatspräsidenten Juan Guaidó übertragen. Für Maduro bricht somit die wichtigste Einnahmequelle weg. Auch aus Russland und China gibt es keine Einnahmen. Denn das Öl, das er an beide Länder liefern muss, ist die Gegenleistung für bereitgestellte Kredite. Das Geld dieser Kredite hat Maduro längst verzockt.
Im Detail sieht das Vorgehen der USA wie folgt aus: gegen den staatlichen Mineralölkonzern PDVSA wurden Sanktionen verhängt. Die PDVSA ist damit quasi stillgelegt. Die Tochtergesellschaft Citgo darf ihre Geschäfte fortführen, die Verfügung über die Konten der Citgo wurden an Juan Guaidó und dessen Gefolgsleute übertragen.
Noch stützen Russland und China nach außen hin Maduro, weil sie Angst um ihre Milliardenkredite haben, die sie Venezuela eingeräumt hatten. Doch sollte Juan Guaidó in einer Erklärung die Zahlung der von Maduro eingegangenen Verpflichtungen an beide Länder garantieren, könnten die letzten Stunden des Diktators Maduro geschlagen haben. Ohne Öl kein Geld, ohne Geld kein Militär, ohne Militär keine Macht.
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