Zugang für Journalisten wird eingeschränkt
Zugang für Journalisten wird eingeschränkt
Datum: 19.05.2017 - 13:28 Uhr
Unter der Regierung seines Vorgängers Hollande genossen Journalisten und Berichterstatter aus aller Welt quasi volle Bewegungsfreiheit. Lediglich der Zugang zum Kabinettssaal war ihnen während der Zeit der Sitzungen verweigert. Allerdings konnten sie vom Innenhof direkt in den Saal blicken und so über die Sitzungen berichten. Doch damit ist es nun vorbei.
Der neue Präsident Emmanuel Macron schränkt die Bewegungsfreiheit der Journalisten deutlich ein. Auch der Innenhof ist zukünftig für den Zeitraum der Sitzungen tabu. Macron begründet seinen Schritt damit, dass unter der Hollande-Regierung zu viele Interna nach außen drangen. Er ermahnte auch seine Minister, nicht mehr in »jedes Mikrophon zu sprechen, das ihnen hingehalten« werde.
Unter Hollande war es gang und gäbe, dass fast jeder Minister einige persönliche Haus- und Hofberichterstatter um sich versammelt hatte, die er stets mit den neuesten Informationen versorgte. Selbst Hollande galt als außergewöhnlich geschwätzig, schreibt »n-tv« in einer Kurzmitteilung.
Allerdings habe die Nähe zu den Regierenden der Journaille in Frankreich an sich nicht geholfen. Seit Jahren sinkt bei unserem westlichen Nachbarn das Vertrauen der Menschen in die Medien. Weniger als die Hälfte der Franzosen trauen einer Umfrage nach den Nachrichten im staatlichen Fernsehen und den Mainstreammedien.
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