Zuckerberg muss 11.000 Mitarbeiter entlassen
Zuckerberg muss 11.000 Mitarbeiter entlassen
Datum: 10.11.2022 - 09:10 Uhr
Jahrelang kannte das Imperium von Mark Zuckerberg nur »größer«, »höher«, »schneller« und »weiter«. Rückschläge kamen imm Sprachgebrauch des Zuckerbergs nicht vor. Man stellte sich sogar über geltendes Recht und schuf eigene Gremien: die dubiosen »Faktenchecker« oder andere Nerds nicht minder dubioser Stiftungen, deren Leute bei Cola, Chips und künstlicher Beleuchtung in dunklen Kellern die Beiträge in den sozialen Medien auf Non-Konformität prüften und zensierten. Kritik an derart undemokratischen und verfassungsfeindlichen Gebahren prallte an Zuckerberg ab: er sah sich als unantastbar.
Doch jetzt muss der große Zampano Zuckerberg erfahren, dass Hochmut vor dem Fall kommt. Auch er steht mit seinem Meta-Universum nicht über den Mächten des Marktes. Weil Zuckerberg sich selbst so hoch über andere erhoben hat, kracht er entsprechend lauter und intensiver nach unten. Er selbst muss allerdings nur bedingt unter diesem Absturz leiden. Viel schwerer trifft es die 11.000 Mitarbeiter von Meta, die nun ihre Entlassungen erhalten haben.
Mitleid darf Zuckerberg nicht erwarten und wird er mit Sicherheit auch nicht bekommen. Zu arrogant hat er sich auf dem Weg nach oben verhalten, zu viele andere hat er missachtet, beleidigt, von oben herab behandelt. Nun rauscht er selbst ab. Ein Ende der Krise ist nicht zu sehen: ein zuvor bereits verhängter Einstellungsstopp wird erst einmal bis Mitte 2023 verlängert. Schlechte Karten für Zuckerberg.
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