Zehntausende demonstrieren im Hyde-Park gegen Lockdown-Maßnahmen
Zehntausende demonstrieren im Hyde-Park gegen Lockdown-Maßnahmen
Datum: 28.04.2021 - 10:03 Uhr
Auch in Großbritannien gibt es Vorgaben der Regierung, die dazu beitragen sollen, die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Aber gegenüber den Freiheits- und Grundrechtsvernichtungsmaßnahmen in Deutschland sind die britischen Regeln harmlos. Die nächtliche Ausgangssperre, die in Deutschland geradezu als DIE ultimative Lösung propagiert wird, wurde in Großbritannien aufgehoben - weil sie überhaupt keinen Effekt auf die Ausbreitung des Corona-Virus gehabt hatte. Und auch viele weitere bisher geltenden Regeln wurden gelockert oder gleich ganz aufgehoben.
Dennoch demonstrierten am vergangenen Wochenende mehrere zehntausend Menschen überwiegend friedlich im Londoner Hyde-Park gegen die Beschränkungen. Hier und da kam es zu leichten Zusammenstößen mit der Polizei, die acht verletzte Polizisten und fünf Festnahmen zur Folge hatten. Zwei der verletzten Polizisten mussten in einem Krankenhaus behandelt werden, ein Sprecher der Metropolitan Police sagte aber, dass es sich um keine schwerwiegenden Verletzungen handelte.
Die Demonstranten zogen bei frühlingshaften Temperaturen teilweise in kurzärmeligen Hemden und farbenfrohen Bildern durch die Straßen der Stadt bis in den Park. Es gab weder die Verhängung einer Maskenpflicht noch eine aufgezwungene Abstandsregelung, die einzuhalten bei einer sich dynamisch bewegenden Menschengruppe ohnehin utopisch ist. Deswegen hielten sich die Polizisten bezüglich Eingriffen, Blockaden oder gar aufgefahrenen Wasserwerfer, wie man sie hierzulande von den Einsätzen insbesondere in Berlin kennt, zurück.
Eingeschritten wurde nur da, wo ein paar Heißsporne der Ansicht waren, sie müssten sich unbedingt auf ein Kräftemessen mit der Polizei einlassen. Aber Bilder, wo martialisch ausgestattete »Schränke« in Uniform auf harm- und wehrlose Frauen jedweden Alters losstürmen oder sogar einen gehbehiinderten Demonstranten aus seinem Rollstuhl zerren, gab es in London nicht.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment