Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer um mehr als 50 Prozent gestiegen
Zahl der tatverdächtigen Zuwanderer um mehr als 50 Prozent gestiegen
Datum: 24.04.2017 - 10:31 Uhr
Die Zahl der einer Straftat verdächtigen Zuwanderer ist für das Jahr 2016 auf einen Rekordwert von 174.438 gestiegen. Das sind 52,7 Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. In der Rubrik Zuwanderer werden lediglich die Personen erfasst, die mit dem Aufenthaltsstatus Asylbewerber, Duldung, Kontingent- respektive Bürgerkriegsflüchtling oder unerlaubter Aufenthalt registriert sind. Nicht zu dieser Personengruppe gehören nicht schon länger hier lebende und arbeitende Ausländer oder anerkannte Flüchtlinge (Asyl nach dem Grundgesetz oder Flüchtlingsschutz gemäß der Genfer Konvention). In anderen Worten: die Zahl der Zuwanderer ist doch relativ begrenzt. Sie macht laut dem Statistischen Bundesamt lediglich zwei Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland aus.
Aber von den insgesamt 616.230 einer Straftat verdächtigen Ausländern sind fast ein Viertel Zuwanderer. Insbesondere beim Taschendiebstahl ist ihr Anteil besonders hoch (35,1 Prozent). Bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung sowie bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung sind sie ebenfalls überdurchschnittlich stark repräsentiert (jeweils 14,9 Prozent). Von den 174.438 tatverdächtigen Zuwanderern stellen die Syrer den größten Anteil (30.699). Ihnen folgen Afghanen (17.466), Iraker (12.202), Albaner (9.882), Algerier (8.332) und Marokkaner (8.226).
Fast einem Drittel der oben erwähnten Zuwanderern werden mehrere Straftaten (bis zu fünf) vorgeworfen; fünf Prozent von ihnen zählt die Statistik zu Intensivtätern (sechs oder mehr Straftaten).
Die Zahl der Straftaten insgesamt hat gegenüber dem Vorjahr um 42.000 Fälle zugenommen, fast 45 Prozent der gemeldeten Straftaten konnten nicht aufgeklärt werden.
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