Wollen die USA die Welt in einen globalen Krieg führen_

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Wollen die USA die Welt in einen globalen Krieg führen_
Datum: 24.03.2022 - 12:19 Uhr

Die Geschichte der USA ist eine kriegerische; ganz besonders gerne führen die USA Kriege dann, wenn sie weit außerhalb der eigenen Heimat stattfinden. Im Vorlauf dieser diversen »Militäroperationen« stand in der Regel die entsprechende mediale Aufrüstung, das Säbelrasseln, wie es derzeit von der Biden-Administration in besorgniserregendem Ausmaß gegen Russland praktiziert wird.

Auch der erste Krieg der USA, der Unabhängigkeitskrieg von der britischen Krone (dem weltweit eine gewisse Sympathie entgegengebracht wird), erfolgte erst nach einer entsprechenden und sehr umfangreichen medialen und politischen Kampagne. Im Grunde war dies so ziemlich der einzige Krieg der USA, in dem es einen nach heutigen Maßstäben gemessen nachvollziehbaren Grund gab. Fast alle anderen Militäroperationen hatten Geländezugewinn, Ausbreitung und den US-Imperialismus als Basis. Das gilt insbesondere für die Ereignisse um Pearl Harbour im Dezember 1941, bei denen sich die USA noch immer als Opfer eines angeblich unprovozierten und unerwarteten Angriffs darstellen. Fakt ist, dass die US-Marine einen Tag vor dem Fliegerangriff ein japanisches U-Boot vor Hawaii versenkt hat. Das ist zwar längst historisch belegt, wird aber in vielen Kreisen der USA (und den angeschlossenen Regierungen) noch immer vehement bestritten. Diese Tatsache wird in der Öffentlichkeit nur zu gerne verschwiegen.

Auch die derzeit noch laufenden US-Militäroperationen finden fast abseits jeglicher Öffentlichkeitswahrnehmung statt. Seit 2015 beteiligen sich die USA mehr oder minder direkt am Bürgerkrieg in Jemen, in Liberia stehen seit 2014 fast 5.000 US-Soldaten, die US-Truppen in Haiti (Entsendung 2004) sind immer noch im Land, in Syrien befinden sich seit etlichen Jahren noch mindestens 1.000 US-Bodentruppen. Wie viele »US-Militärberater« noch im Irak sind oder in Uganda oder in Somalia sind, darüber schweigt das Pentagon.

Stattdessen wartet es aktuell mit einer Kriegspropaganda gegen Moskau auf, die sich bei vielen Regierungen der NATO-Länder verfängt und die Bereitschaft zu einem »großen und glorreichen« Feldzug steigert. »Europa müsse sich auf den Krieg vorbereiten«, lautet die Devise. Neben den USA sind es vor allem die Briten, die die Stimmung massiv anheizen. Diese Kriegsstimmung erreicht in der Zwischenzeit sogar sonst eher distanzierte Zeitgenosssen wie Aris Roussinos, der in seinem Beitrag genau diese Kriegsvorbereitung als unerlässlich bezeichnet.

Was macht die deutsche Friedensbewegung? Fast nichts. Da wird verbal einseitig auf Putin eingeprügelt, die US-Propaganda, die von den (H)Ampel-Männern in Berlin fast eins-zu-eins übernommen wird, aber wird nicht einmal annähernd in Frage gestellt.

Einen Ausschnitt der vielen US-Militäroperationen gibt es unter anderem hier. Diese Liste ist weder allumfassend noch abschließend.

Sven von Storch

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