Wohnen in Deutschland wird immer teurer
Wohnen in Deutschland wird immer teurer
Datum: 19.10.2016 - 07:20 Uhr
Die Preise für Immobilien, sowohl Wohnungen wie auch Häuser, bewegen sich in Deutschland auf Rekordkurs. In Metropolen wie Hamburg, München und Köln sind diese ohnehin seit Jahren auf extrem hohen Niveau, nun ziehen die Preise aber auch in ländlichen Regionen deutlich an. Zu diesem Ergebnis kommt der Immoblienverband IVD in seiner neuesten Studie.
Im Deutschland-Mittel, so heißt es in der Studie, seien 2016 die Preise für »Eigentumswohnungen im Bestand mit mittlerem Wohnwert« um gut 6 Prozent gegenüber 2015 angestiegen. Seit 2010 setzt sich der Preisanstieg im sechsten Jahr hintereinander ungebremst fort. Insbesondere in den deutschen Großstädten käme es »zu einer deutlich stärkeren Preissteigerung als in den vergangenen Jahren.«
Der Grund für diesen fortgesetzten Preisanstieg sei laut Studie darin begründet, dass die Wohnraumknappheit weiter zunimmt. Immer mehr Menschen zöge es in die Metropolen und »trotz allgemein gestiegener Bauaktivitäten gibt es eine ausgeprägte Unterversorgung im Angebot«. Da zeitlgiech die Nachfrage immer größer wird und die Politik viel zu spät auf diesen Wohnraumknappheit reagiert habe, spiegeln sich die Folgen des »verschleppten Wohnungsbaus« in den gestiegenen Preisen wider. Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des IVD.
Ein weiterer Grund sei aber auch die Geldpolitik der EZB unter Mario Draghi. Da die meisten Anlagemöglichkeiten durch die Null- und Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank unattraktiv geworden sind, gebe es einen noch größeren Nachfragedruck auf dem Immobilienmarkt. Zudem bestünde durch die extrem niedrigen Zinsen eine hohe Liquidität, die Anlagemöglichkeiten sucht. Der deutsche Markt gilt als relativ solide, sodass insbesondere Anleger aus dem Ausland ihr freies Kapital in den deutschen Markt einbringen wollen.
Die gesamte Studie des IVD findet sich hier: Preise für Wohneigentum steigen stärker als in den Vorjahren
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