Wo hat Macron seine Millionen versteckt_
Wo hat Macron seine Millionen versteckt_
Datum: 04.04.2022 - 10:33 Uhr
Unmittelbar vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich holt Emmanuel Macron seinen Vergangenheit ein. Als hochdotierter Angestellter und ab 2010 im zarten Alter vonn 32 Jahren sogar als Partner im Haus der Rothschild-Bank strich Macron jedes Jahr mehrere Millionen Euro ein. 2012 hat er den Zwölf-Milliarden-Deal zwischen Nestlé und Pfizer (die Babynahrungssparte wechselte von Pfizer nach Nestlé) maßgeblich eingefädelt. Alleine für diesen Handel strich Macron Expertenberichten zufolge fünf Millionen Euro ein. Im selben Jahr noch wechselte Macron in den Élysée-Palast - als Vizesekretär des frisch gewählten Präsidenten François Hollande, der ihn 2014 zum Wirtschaftsminister machte. Als solcher nahm Macron dann auch an dem in jenem Jahr stattfindenden Treffen der dubiosen Bilderberger-Gruppe teil. Erst 2017 löste sich Macron endgültig von seiner Banker-Vergangenheit, um französischer Präsident zu werden.
In wenigen Tagen findet die erste Runde zur Wahl des französischen Präsidenten statt und - für Macron sehr unwillkommen - jetzt werden Fragen nach seinen finanziellen Gepflogenheiten und seinen Angaben bei den Steuererklärungen laut. Denn obwohl Macron über viele Jahre mehrere Millionen Euro per Anno einsackte, gab er in seiner jüngsten Steuererklärung ein Vermögen von gerade einmal 500.000 Euro an. Und so richten die Medien in Frankreich die Frage an ihn, wo die Millionen geblieben sind.
Die Franzosen reagieren im Allgemeinen sehr unkooperativ darauf, wenn man ihnen das Gefühl vermittelt, »von denen da oben« belogen und betrogen zu werden. Eine Marie Antoinette musste dafür sogar mit einer halstiefen Rasur büßen, obwohl sie den ihr zugedachten Passus mit dem Brot und dem Kuchen nie gesagt hat. Heute wird niemandem mehr auf diese Weise das Wort abgeschnitten, aber so kurz vor der Wahl ist ein solcher Skandal um und für Macron natürlich alles andere als förderlich.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.
Für die Inhalte der Blogs und Kolumnen sind die jeweiligen Blogger verantwortlich. Die Beiträge der Blogger und Gastautoren geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder des Herausgebers wieder.


Add new comment