Wir lehnen Friedensgespräche mit der Ukraine nicht ab
Wir lehnen Friedensgespräche mit der Ukraine nicht ab
Datum: 12.09.2022 - 09:03 Uhr
»Russland lehnt Friedensgespräche mit der Ukraine nicht ab.« Das sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow in einem Interview mit dem Fernsehsender Rossiya-1. Weitere Verzögerungen der Gespräche durch Kiew allerdings würden die Möglichkeit mit einer Einigung mit Moskau deutlich erschweren, schickte Lawrow einen Hinweis in Richtung Selenskij. Die ukrainische Delegation hatte die vorhergehenden Gesprächsrunden mit dem hartnäckigen Festhalten an ihren Positionen jedesmal zum Scheitern gebracht. Auch die martialischen TV-Auftritte Selenskijs mit seinen Durchalte- und Endsiegparolen sorgen nicht wirklich für ein Klima der Entspannung.
Selbst die ukrainischen Rückgewinne von etwa 1.000 Quadratkilometern Fläche ändern nichts an der Tatsache, dass Russland seine strategischen und militärischen Ziele samt und sonders erreicht hat: aus den seit 2014 um ihre Unabhängigkeit von der Ukraine kämpfenden Donbas-Republiken Luhanks und Donezk wurden die ukrainischen Truppen herausgedrängt. Westlich und nördlich der Krim wurde ein etwa 70 bis 80 Kilometer breiter Korridor vom Delta des Dnjepr den Fluss hinauf bis zum Kachowkaer Stausee eingerichtet. Und von der Krim aus gen Osten wurde entlang der Küste des Asowschen Meers ebenfalls eine bis zu 60 Kilometer tiefe Landverbindung zur Republik Donezk und der wichtigen Hafenstadt Mariupol etabliert.
Die Rückeroberung der Gebiete im Norden der Ukraine durch Selenskijs Truppen wirkt auf der Live-Karte allerdings gleich weniger bedeutsam, als es der Medienmainstream und Selenskij-Befürworter Glauben machen wollen.
Die rot umrandeten Gebiete waren die Ausgangsposition vor dem 24. Februar 2022. Die hellrot eingefärbten Areal sind die Gebeitsgewinne der russischen Armee, die grau unterlegten Areale sind die von der ukrainischen Armee »zurückgewonnenen« Territorien.
Die Hoffnung auf eine Befriedung der Region ist allerdings nur gering. Aus Kiew soll laut Medienmeldungen als erste Reaktion eine Antwort gekommen sein, gemäß der die Ukraine erst nach einem eigenen Sieg in diesem Krieg verhandeln will. Die bekannten Durchhalte- und Endsiegparolen also, die bisher stets für das Scheitern der Gespräche verantwortlich waren.
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