Wir brauchen keinen Atomschlag gegen die Ukraine
Wir brauchen keinen Atomschlag gegen die Ukraine
Datum: 31.10.2022 - 10:01 Uhr
»Die Menschheit steht jetzt vor einer Entscheidung: eine Menge Probleme anzuhäufen, die uns unausweichlich alle erdrücken werden, oder zu versuchen, Lösungen zu finden, die vielleicht nicht ideal sind, aber funktionieren und die Welt stabiler und sicherer machen könnten«, sagte der russische Präsident unter anderem bei seiner Rede auf der jährlich in Moskau stattfindenden Valdai-Konferenz.
Dem Westen warf er vor, sich die ganze Welt unterwerfen und eine universelle Weltanschauung durchsetzen zu wollen. Dort spiele man derzeit ein »gefährliches, blutiges und schmutziges« Spiel, das man aber auf Dauer nicht durchhalten könne. Früher oder später müsse man mit Russland über eine gemeinsame Zukunft reden, so Putin. Der Krieg in der Ukraine diene dem Westen als Mittel dazu, zu versuchen, Russland zu schwächen und verwundbar zu machen. Deswegen überziehe man jene mit Sanktionen, die sich den westlichen Plänen nicht unterwerfen wollen. Aber »wer Wind sät, wird Sturm ernten«, warnte Putin.
Die derzeitige Regierung in Kiew sei eine vom Westen installierte und gestützte Marionetten-Regierung. Russen und Ukrainer sind Teil eines gemeinsamen Volkes; wenn nicht Brüder, so aber doch enge Vettern. Deswegen erklärte er noch einmal ganz deutlich, dass Russland zu keiner Zeit den Einsatz von Atomwaffen gegen die Ukraine auch nur ansatzweise in Betracht gezogen haben. »Wir brauchen keinen Atomschlag gegen die Ukraine«, sagte Putin unmissverständlich und erklärte, dass Russland als Antwort auf die Diskussionen in den USA und Europa nur eine Andeutung über die Möglichkeit eines atomaren Konflikts gemacht habe. »Weder militärisch noch politisch ergibt das einen Sinn.«
Putin sieht im Westen zwei Lager: eines basiere auf christlichen Traditionen, mit dem habe Russland kein Problem. Das andere sei kolonialistisch, nach Macht strebend und obendrein dekadent – mit jenem Lager kann es keine Übereinkommen geben.
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