Winfried Kretschmann (Grüne) will Merkel als Kanzlerkandidatin
Winfried Kretschmann (Grüne) will Merkel als Kanzlerkandidatin
Datum: 03.11.2016 - 07:20 Uhr
Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den »Grünen« macht Planspielen seiner Partei über eine Rot-Rot-Grüne-Koalition nach der nächsten Bundestagswahl 2017, aus deren Reihen dann auch der neue Kanzler gestellt wird, einen dicken Strich durch die Rechnung. In der ARD-Sendung »Maischberger« sprach sich Kretschmann für eine erneute Kandidatur Merkels aus. Er, Kretschmann, kenne niemanden, »der diesen Job besser machen könnte als sie.«
Mit dieser Aussage steht Kretschmann im Widerspruch zur Ausrichtung seiner Partei. Im Lager der »Grünen«, die gegenwärtig in Berlin an einer Rot-Rot-Grünen-Koalition für das dortige Abgeordnetenhaus basteln, träumt man von einer Ablösung der großen Koalition nach der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2017 und einem neuen Regierungsbündnis, »R²G«, genannt. Damit einhergehend ist das Ziel, Merkel als Kanzler abzulösen und einen neuen Kanzler zu küren. Wobei sich noch nicht herauskristallisiert hat, wer denn aus diesem Bündnis kandidieren solle oder will.
Kretschmann stellt mit seinen Worten auch unter Beweis, dass Merkel die CDU und mit ihr die gesamte Bundesregierung derart weit in das politisch linke Spektrum verschoben hat, dass es einen Politiker der »Grünen« leicht fällt, ihr seine Unterstützung zukommen lassen zu können. Die Unterschiede zwischen und bei den Altparteien verschwimmen respektive sind verschwunden. Die Positionen zu politischen Themen sind bei diesen Parteien beliebig miteinander austauschbar. Die Formierung einer »Deutschen Einheitspartei« nach dem Vorbild der SED wird immer deutlicher.
Mehr dazu hier: http://www.tagesschau.de/inland/kretschmann-175.html
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