Windböe knickt Windkraftwerk ab

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Windböe knickt Windkraftwerk ab
Datum: 09.08.2023 - 09:23 Uhr

Bei Kranichshof (Landkreis Rostock) ist ein Windkraftwerk vor einer Windböe in die Knie gegangen und im unteren Drittel des Turms abgeknickt (Video hier). Die einzelnen Rotorblätter liegen weit verteilt um das Fundament herum auf dem Boden, der Turm stellt aktuell eine Art Skulptur moderner Kunst dar. Zum Glück befanden sich keine Menschen in dem Moment in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks, sodass niemand verletzt wurde. Der Zusammenbruch dieses Kraftwerk nährt hingegen einmal mehr die Zweifel an der angeblichen Nachhaltigkeit von Windkraftwerken im Allgemeinen. Dabei geht es nicht nur um die Haltbarkeit der Anlagen an sich, sondern vor allem an der Bodenfläche, die pro Windkraftwerk verdichtet wird, an der hohen Zahl an Bäumen, die für jede einzelne Anlage gefällt werden und die relativ geringe Laufzeit.

Jedes Windrad braucht ein es tragendes Fundament. Das hat auf dem Festland in der Regel einen Durchmesser von 20 bis 30 Metern und eine Tiefe von etwa 4 Metern. Alleine für das Fundament werden etwa 1.300 Kubikmeter Beton (nicht »grün« produziert) und 180 Tonnen Stahl (ebenfalls nicht »grün« produziert) verbaut. Das Fundament hat ein Gewicht von rund 3.500 Tonnen; bei einer Tiefgründung werden zusätzlich ca. vierzig 15 Meter lange Betonpfeiler in den Boden gerammt. Diese Fläche ist dauerhaft verdichtet, selbst nach dem Rückbau der oberirdischen Elemente nach der Laufzeit von 20 Jahren bleibt das Fundament im Boden, dort wächst so schnell nichts mehr.

Anders ausgedrückt: für jedes Windkraftwerk müssen (inkl. Infrastrukturfläche) 10.000 qm Wald gerodet werden. Davon kann nur ein Teil wieder aufgeforstet werden. Dauerhaft versiegelt bleiben die  Grundfläche  des  Fundaments mit  ca. 500 qm und  die  Kranstellfläche  mit  ca. 1.800 qm, sowie die Zuwegung. Plus die Fläche, die für die Errichtung der Oberlandleitungen erforderlich ist. Da werden Schneisen in den Wald geschlagen, die wie offene Wunden aussehen und fatal an den von der SED errichteten innerdeutschen Todeszaun erinnern.

Und nicht zuletzt bleibt da ja immer noch die ungeklärte Frage der Entsorgung der ausgedienten Rotorblätter. Teuer aus Verbundwerkstoffen mit jeder Menge Harzen und Epoxiden verklebtproduziert, gibt es aktuell keine kostengünstige Möglichkeit der Rückgewinnung. Die Dinger sind Sondermüll und werden in speziellen Anlagen verbrannt. Nachhhaltig ist das nicht.

Sven von Storch

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