Wikileaks_ Einsatz in Afghanistan war Verkaufsausstellung für Waffen

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Wikileaks_ Einsatz in Afghanistan war Verkaufsausstellung für Waffen
Datum: 27.08.2021 - 10:34 Uhr

Der angeblich 20 Jahre dauernde humanitäre Einsatz in Afghanistan scheint gar nicht so humanitär gewesen zu sein, wie er von diversen Politikern darzustellen versucht wird. Vielmehr soll es sich um eine große Verkaufsveranstaltung der westlichen Länder für ihre Waffensysteme gehandelt haben. Zumindest weisen die ersten bei Wikileaks veröffentlichten Dokumente auf entsprechende Absprachen, in diesem Fall zwischen dem NATO-Oberkommando, der schwedischen Regierung und dem unter der Obama-Ägide in Schweden eingesetzten US-Botschafer Robert Silverman hin.

Man solle gegenüber Schweden, so schreibt Silverman, mehr darauf hinwirken, dass sich das Land mit mehr Soldaten und vor allem seinem Waffensystem JAS Gripen (einem Mehrzweckkampfflugzeug) stärker bei dem Einsatz in Afghanistan engagiere.

Die schwedische Regierung habe zwar ihr Angebot zur Aufstockung der Streitkräfte in Darfur im Januar des Jahres zurückgezogen, so schreibt Silverman weiter, dafür aber habe er eindeutige Signale vom schwedischen Militär erhalten, dass man bereit wäre, sein Kontingent an Flugzeugen vom Typ JAS Gripen in Afghanistan deutlich zu erhöhen. Er, Silverman, stimme mit der Einschätzung des schwedischen Militärs überein, dass ein Einsatz der Kampfflugzeuge und der damit gewonnen Zugewinn an »möglicher Kampferfahrung gut für die Luftwaffe an sich wäre und die Marktfähigkeit des Gripen verbessere.«

Dieses Telegramm soll nur eines von vielen sein, dass die Motivation vieler westlicher Länder zu dem Einsatz in Afghanistan in einem ganz anderen Licht beleuchte, heißt es dazu an anderer Stelle bei Wikileaks. Die Verstrickungen und Verknüpfungen aller NATO-Länder wolle man nach und nach belegen, alleine schon, dass auch die Führungsspitze der NATO über die hier erwähnte Absprache in Kenntnis gesetzt war, sei ein erster Beweis.

Sven von Storch

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